Arschtritt-Skandal in 3. Liga: Ingolstadt-Sportdirektor Henke gibt Lautern-Coach eine mit!

Kaiserslautern - Feige Unsportlichkeit oder gewitzelte Provokation? Der Sportdirektor des FC Ingolstadt 04, Michael Henke (63), ließ sich nach dem 1:1-Unentschieden gegen Drittliga-Konkurrent 1. FC Kaiserslautern zu einer hässlichen, zumindest aber fragwürdigen Aktion hinreißen. Nach dem Spiel verpasste der ehemalige Co-Trainer des FC Bayern München dem FCK-Coach Jeff Saibene (52) einen Arschtritt.  

Michael Henke (63, li.) und Jeff Saibene (52) gerieten nach dem Spiel aneinander. (Fotomontage)
Michael Henke (63, li.) und Jeff Saibene (52) gerieten nach dem Spiel aneinander. (Fotomontage)  © Matthias Balk/dpa , Armin Weigel/dpa

Es war ein Spiel mit Tausend Geschichten. 

Tore, wenn auch "nur" zwei, eine schlimme Verletzung, Rudelbildung und anschließender Platzverweis sowie einem wahren Herzschlagfinale mit einer wohl spielentscheidenden Fehlentscheidung vom Unparteiischen-Gespann - und einem Henke-Eklat!

Der Sportdirektor der Schanzer ging nämlich nach dem Spiel zum Schiedsrichtergespann, um sich zu verabschieden. Der Lautern-Coach Jeff Saibene war vor ihm an der Reihe.

Dann der Aussetzer von Michael Henke: Plötzlich winkelt dieser sein Knie an und tritt dem 52-jährigen Luxemburger in den Hintern. Den Bildern zufolge nicht sonderlich fest, aber dennoch zumindest ordentlich dämlich. 

Nach seinem Hinterrücks-Arschtritt machte er sich dann schnell vom Acker. Saibene, der wohl schnell begriff, wer ihm da am Hinterteil herumfuhrwerkte, war außer sich. Hätte ihn Fabijan Buntic (23) nicht zurückgehalten, hätte er sich den 63-jährigen Champions-League-Sieger von 2001 wohl gegriffen.

Auch am Mikrofon nach dem Spiel bei Magenta TV war Saibene fassungslos, wollte sich aber nicht weiter äußern. Die Bilder würden für sich sprechen, so der Lautern-Trainer, der noch bis März dieses Jahres selber bei den Schanzern als Trainer aktiv war.

Highlight-Video zur Partie 1. FC Kaiserslautern und dem FC Ingolstadt 04, Arschtritt ab Minute 4.20

Was bewog Michael Henke zu seiner Aktion?

Was Michael Henke zu dieser Dummheit bewogen hat, ist derzeit nicht ganz klar. Sicher ist, dass sich wohl der DFB mit der Szene auseinandersetzt.

Ob es letztlich ein rein "freundschaftlicher" Tritt war oder einfach eine gezielte Provokation nach einem äußerst hitzigen Spiel, dürfte dabei wohl geklärt werden. Henke ist seit Juni 2019 Sportdirektor der Schanzer, er und Saibene kennen sich also eigentlich recht gut... 

Update, 17.28 Uhr: DFB-Kontrollausschuss ermittelt gegen Michael Henke

Dies erklärte der DFB am Donnerstagnachmittag. Henke stehe nämlich unter dem Verdacht, "sich unsportlich verhalten" zu haben. Er bereute seine "dumme" Aktion im Donaukurier: "Ich entschuldige mich bei Jeff, wie ich reagiert habe."

Der Bild-Zeitung gegenüber erklärte er: "Ich gehe ihm nach und treffe ihn mit dem Knie leicht. Das war mein Fehler." Der Hype um diese Szene sei ihm "fast peinlich." Nun wurde Henke auch vom DFB "zu einer zeitnahen Stellungnahme" aufgefordert.

Der Kontrollausschuss kann nämlich ermitteln, weil Schiedsrichter Asmir Osmanagic die Szene nach eigenen Angaben nicht beobachtet habe.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa , Armin Weigel/dpa

Mehr zum Thema 3. Liga:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0