Coronavirus mit Folgen für viele Fußball-Vereine in Bayern: Klubs im Blickpunkt

Bayern - In der 3. Liga wird bis mindestens Ende April nicht mehr gespielt. Zumindest darüber herrscht seit Montag Klarheit. Ansonsten ist vieles offen. Die Profis der bayerischen Teams wurden weitgehend nach Hause geschickt. Der Würzburg-Boss richtet einen Appell an die Liga.

Würzburgs Vorstands-Chef Daniel Sauer (l.) lobt die klare DFB-Ansage.
Würzburgs Vorstands-Chef Daniel Sauer (l.) lobt die klare DFB-Ansage.  ©  Daniel Karmann/dpa

Durch den Stopp der 3. Liga haben die bayerischen Fußball-Vereine wenigstens Gewissheit über die Länge der Mindestpause. Nach der Entscheidung des DFB aber herrscht bei den fünf Teams im Freistaat weiterhin Unsicherheit. 

Die Spieler wurden großteils mit individuellen Trainingsplänen nach Hause geschickt, die Clubbosse beraten über die finanziell einschneidenden Folgen der fast zweimonatigen, fußballfreien Zeit. 

Anderorts in der Bundesrepublik wurden Stimmen nach öffentlicher Unterstützung laut.

Würzburgs Vorstandschef Daniel Sauer lobte die Ansage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), kriselnden Vereinen zur Not mit finanziellen Überbrückungshilfen zu helfen. 

Dies sei eine "klare Botschaft", meinte Sauer und sagte zum Solidaritätsgedanken: "Dieser ist und muss für uns alle Drittligisten unantastbar sein." Er erwartet, dass die Liga als "starke Einheit auftritt, kein Verein ausschert".

Nur so sei klar, dass das Gemeinwohl und die Gesellschaft im Vordergrund stehen.

Dass der Spielbetrieb bis 30. April ausgesetzt wurde, begrüßte Sauer - einfach um zumindest darüber Klarheit zu haben. Wie es mit dem Team mittelfristig weitergeht, das ist noch unklar.

Freistaat Bayern hat am Montag den Katastrophenfall ausgerufen

Für Kickers-Trainer Michael Schiele und viele andere ist es eine unbekannte Situation.
Für Kickers-Trainer Michael Schiele und viele andere ist es eine unbekannte Situation.  ©  Daniel Karmann/dpa

"Für uns, auch als Trainerteam, ist dies eine vollkommen neue und noch nie da gewesene Situation. Ich kann Ihnen aktuell nicht sagen, wie, wann und mit welchem Umfang der Trainingsbetrieb weitergehen wird", sagte Kickers-Trainer Michael Schiele. 

Der Freistaat Bayern hatte am Montag den Katastrophenfall ausgerufen, bis 19. April müssen alle Sport- und Spielplätze geschlossen bleiben. Daran wollen sich die Kickers "selbstverständlich" halten, unterstrich Vereinschef Sauer.

Auch beim FC Ingolstadt trainiert keiner mehr auf dem Clubgelände, die Schanzer wurden mit individuellen Trainingsplänen für diese und die kommende Woche nach Hause geschickt. 

"Wir erwarten die Jungs am 30. März zurück am Audi Sportpark", hieß es vom FCI am Dienstag. 

Die Oberbayern hatten zuletzt noch dafür plädiert, den Spielbetrieb ohne Zuschauer fortzusetzen. Sportdirektor Michael Henke sagte nach der Manager-Tagung am Montag aber: "Es waren intensive Debatten und Diskussionen mit guten und produktiven Beiträgen von allen Seiten. Wir sind froh, am Ende der Sitzung einen gemeinsam Tenor gefunden und eine gewisse Planbarkeit der nächsten Wochen zu haben."

Die SpVgg Unterhaching hat als Tabellendritter gute Chancen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Im Sinne des Schutzes vor Infektionen mit Sars-CoV-2 schickte auch der Verein aus dem Münchner Vorort seine Profis heim. "In dieser Woche findet kein Training statt. Für die kommende Woche wird es zeitnah eine neue Bewertung geben", hieß es.

Von den Fußball-Verantwortlichen des TSV 1860 München gab es zunächst keine Stellungnahme oder Bewertung zum Liga-Stopp bis Ende April.

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In der 3. Liga wird bis mindestens Ende April nicht mehr gespielt. (Symbolbild)
In der 3. Liga wird bis mindestens Ende April nicht mehr gespielt. (Symbolbild)  © Nicolas Armer/dpa

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

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