Haching-Boss Schwabl sauer: "Außenbild der dritten Liga ist eine Katastrophe"

München - Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Manfred Schwabl hat mit Unverständnis auf den Streit um die Drittliga-Fortsetzung reagiert. 

Manfred Schwabl, Präsident des Fußball-Drittligisten SpVgg Unterhaching.
Manfred Schwabl, Präsident des Fußball-Drittligisten SpVgg Unterhaching.  © Sven Hoppe/dpa

"So, wie sich manche verhalten, da frage ich mich schon, ob wir noch eine Profiliga oder eine Amateurliga sind. Wenn ich ein Profiverein bin, dann sollte ich mich auch messen wollen, auf dem Spielfeld und nicht am grünen Tisch", sagte der Präsident des bayerischen Fußball-Drittligisten SpVgg Unterhaching im Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Montag). 

"Wenn du Sportler bist, dann musst du alles dafür tun und alles in die Waagschale schmeißen, dass man seinen Beruf ausüben kann", sagte der 54-Jährige. "Das Außenbild der dritten Liga ist eine Katastrophe."

Der Deutsche Fußball-Bund berät auf seinem außerordentlichen Bundestag am Montag (13 Uhr) über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. Zentrales Thema bei der Video-Tagung wird der Streit um die geplante Fortsetzung der Saison in der 3. Liga sein, zu dem es mehrere verschiedene Anträge gibt.

Schwabl glaubt, dass es "um Haftungsthemen" gehen werde, "und darum, ob das Präsidium alleine Auf- und Abstiegsregelungen beschließen kann, wenn die Saison nach zwei Spieltagen doch noch abgebrochen werden muss. Und der Antrag von Sachsen, die Saison abzubrechen, wird mit Pauken und Trompeten abgelehnt", sagte der Fußball-Funktionär.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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