Drittliga-Wahnsinn: Spannung pur in Abstiegs- und Aufstiegskampf!

Deutschland - Wer begleitet Eintracht Braunschweig in die 2. Bundesliga? Wer steigt neben dem FC Carl Zeiss Jena, der SG Sonnenhof Großaspach und dem SC Preußen Münster ab? In der 3. Liga stehen vor dem letzten Spieltag am heutigen Samstag (14 Uhr) noch viele Entscheidungen an. Ein Überblick.

Der FC Bayern München II kann mit einem Sieg als erste zweite Mannschaft in der 3. Liga Meister werden.
Der FC Bayern München II kann mit einem Sieg als erste zweite Mannschaft in der 3. Liga Meister werden.  © Matthias Balk/dpa

An der Tabellenspitze kämpfen noch drei Mannschaften um die Meisterschaft. Der FC Bayern München II (65 Punkte) will für ein Novum sorgen und als erste zweite Mannschaft eines Profiteams den Titel holen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, müsste ein Sieg beim 1. FC Kaiserslautern (52) geholt werden. Gelingt dies nicht, könnte Braunschweig mit einem Dreier beim SV Meppen (55) vorbeiziehen.

Patzen beide, dann kann sogar der FC Würzburger Kickers (63) mit einem Erfolg gegen den Halleschen FC (45) noch Meister werden und sich ganz nebenbei auch noch den direkten Aufstieg sichern. Um letzteres zu schaffen, reicht auch ein Unentschieden.

Denn der FC Ingolstadt 04 (60) liegt drei Punkte hinter den Kickers. Direkt aufsteigen könnte der FCI also nur bei einem eigenen Sieg beim direkten Verfolger TSV 1860 München (58) und einer gleichzeitigen Würzburger Niederlage.

Zeichnet sich diese nicht ab, gilt es für Ingolstadt, den Aufstiegsrelegationsplatz zu verteidigen. Denn hinter der Truppe von Trainer Tomas Oral befinden sich noch drei Vereine in Schlagdistanz, die alle liebend gerne den Platz des FCI einnehmen würden.

Duell der Gegensätze: Während der FC Hansa Rostock (l.) noch hofft, auf den Aufstiegsrelegationsplatz springen zu können, will der Chemnitzer FC den Abstieg in die viertklassige Regionalliga Nordost noch irgendwie verhindern.
Duell der Gegensätze: Während der FC Hansa Rostock (l.) noch hofft, auf den Aufstiegsrelegationsplatz springen zu können, will der Chemnitzer FC den Abstieg in die viertklassige Regionalliga Nordost noch irgendwie verhindern.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/PICTURE POINT / Gabor Krieg
Das direkte Duell des MSV Duisburg, hier mit Arne Sicker (l.), und des FSV Zwickau um Gerrit Wegkamp, liegt einige Monate zurück. Doch für beide Vereine geht es am letzten Spieltag noch um viel.
Das direkte Duell des MSV Duisburg, hier mit Arne Sicker (l.), und des FSV Zwickau um Gerrit Wegkamp, liegt einige Monate zurück. Doch für beide Vereine geht es am letzten Spieltag noch um viel.  © Picture Point / Gabor Krieg

Angeführt wird das Verfolger-Trio vom MSV Duisburg (59), der nach dem Last-Minute-Ausgleich gegen Bayern II am Mittwoch seit nun schon sechs Spielen auf einen Sieg warten.

Der ist gegen die SpVgg Unterhaching (51) Pflicht, ansonsten muss sich das Team von Coach Torsten Lieberknecht auf eine weitere Saison Drittklassigkeit einstellen.

Der FC Hansa Rostock (59) liegt nur wegen des schlechteren Torverhältnisses hinter Duisburg. Mit dem Chemnitzer FC (41) wartet auf die Mannschaft von Jens Härtel aber eine Truppe, die noch um den Abstieg kämpft und den letzten Strohhalm mit einem eigenen Dreier ergreifen will.

Damit dies gelingt, ist man nach der 1:2-Niederlage im direkten Duell aber auf einen Ausrutscher des FSV Zwickau (43) angewiesen, der beim SV Waldhof Mannheim (55) antritt.

Ist früh absehbar, dass selbst ein eigener Sieg nicht reicht, könnte die Hansa-Kogge leichtes Spiel haben, muss aber dennoch darauf hoffen, dass Ingolstadt und Duisburg Punkte liegen lassen.

Noch schwieriger ist die Konstellation für den TSV 1860, der einerseits Ingolstadt schlagen muss und dann auf Schützenhilfe aus Unterhaching und Chemnitz angewiesen ist. Kurzum: Viel mehr Spannung kann eine Liga am letzten Spieltag der Saison nicht bieten! 

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/PICTURE POINT / Gabor Krieg

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