Einstige deutsche Sturmhoffnung wechselt in die 3. Liga!

Meppen - Transfercoup der Emsländer? Der SV Meppen hat am Freitagnachmittag einen bekannten Stürmer verpflichtet, der zuletzt vereinslos war: Richard Sukuta-Pasu (31) unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023!

Der frühere Cottbus-Stürmer Richard Sukuta-Pasu (31, M.) ist nach zwei Jahren im Ausland zurückgekehrt.
Der frühere Cottbus-Stürmer Richard Sukuta-Pasu (31, M.) ist nach zwei Jahren im Ausland zurückgekehrt.  © imago images/Matthias Koch

Der deutsche U19-Europameister von 2008 verstärkt den Drittligisten mit sofortiger Wirkung und soll der SVM-Offensive mit seiner körperlichen Robustheit und langjährigen Erfahrung mehr Durchschlagskraft verleihen.

Sportvorstand Heiner Beckmann (59) erklärte auf der Website: "Wir hatten schon länger Kontakt. Wir freuen uns, einen robusten Stürmer wie Richard hinzugewonnen zu haben, der uns im Offensivbereich noch flexibler machen wird."

Trainer Rico Schmitt (53) ergänzte: "Schon zu Beginn der Saison hatten wir das Thema Zentrum-Stürmer auf dem Zettel. Der knappe Etat gab dem Verein aber wenig Spielraum. Umso dankbarer sind wir nun, dass der Vorstand die wirtschaftliche Ressource bereitstellt."

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Der gebürtige Chemnitzer führte weiter aus: "Das war wegen der finanziellen Gesamtsituation sicherlich keine einfache Aufgabe. Mit Richard Sukuta-Pasu gewinnen wir einen erfahrenen Mittelstürmer und erhalten im Sturmzentrum eine weitere Alternative. Auch seine Körperlichkeit macht ihn zu einem Zielspieler in der Offensive."

Der routinierte Angreifer selbst gab an: "Ich freue mich wieder in Deutschland zurück zu sein und darauf dem SV Meppen mit meinen Qualitäten weiterhelfen zu können. Ich bin heiß auf die Spiele, freue mich auf die Saison und die Fans in der Hänsch-Arena."

Richard Sukuta-Pasu hat sich dem SV Meppen angeschlossen

"Wandervogel" Richard Sukuta-Pasu spielte zuletzt in Thailand, China und Südkorea

Richard Sukuta-Pasu (31, v.-M.) bringt unter anderem die Erfahrung von 118 Einsätzen in der 2. Bundesliga und 37 Partien in der 1. Bundesliga mit nach Meppen.
Richard Sukuta-Pasu (31, v.-M.) bringt unter anderem die Erfahrung von 118 Einsätzen in der 2. Bundesliga und 37 Partien in der 1. Bundesliga mit nach Meppen.  © picture point/Sven Sonntag

Ob Sukuta-Pasu länger in Meppen bleibt und dem Tabellenzwölften der 3. Liga wirklich weiterhelfen kann? Das dürfte auch von seiner Fitness abhängen. Zuletzt stand der Sturmtank beim Police Tero FC in Thailand unter Vertrag, kam dort aber nicht zum Einsatz.

Zuvor kickte er in Südkorea bei Seoul E-Land (24 Einsätze, sieben Treffer, ein Assist) in der zweiten Liga und in China bei den Guangdong Southern Tigers (13 Partien, sieben Tore) in der zweithöchsten Spielklasse. Dorthin war er im Februar 2019 für 500.000 Euro Ablöse vom MSV Duisburg gewechselt, für den er nur einmal in 17 Einsätzen eingenetzt hatte.

Auch vor dieser Zeit war er bereits als "Wandervogel" bekannt, der den endgültigen Durchbruch im Männerbereich auch aufgrund seiner schludrigen Chancenverwertung nie vollends geschafft hat. Meppen ist bereits Sukuta-Pasus 13. Profiverein!

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Der Angreifer schnürte nämlich auch schon für den SV Sandhausen (56 Spiele/12 Tore/5 Vorlagen), FC Energie Cottbus (32/13/3), 1. FC Kaiserslautern (26/1/3), VfL Bochum (34/6/1), FC St. Pauli (22/2/1) und den österreichischen Erstligisten SK Sturm Graz (33/12/3) sowie den belgischen Vertreter Cercle Brügge (29/3/1) die Schuhe.

Ausgebildet wurde er aber bei Bayer 04 Leverkusen, wo er in der U19-Bundesliga mit beeindruckenden 34 Treffern und einer Vorlage in 35 Partien überragte, die deutsche A-Jugend-Meisterschaft im Jahr 2007 gegen den FC Bayern München um Thomas Müller (32) und Toni Kroos (31) gewann, bei den Profis aber nicht über fünf Kurzeinsätze hinauskam.

Richard Sukuta-Pasu schoss Deutschlands U19 im Jahr 2008 mit drei Toren zum Europameister-Titel

Seinen international größten Auftritt hatte Sukuta-Pasu bei der U19-Europameisterschaft 2008, als er Deutschland mit drei Toren in vier Einsätzen zum Titel schoss. Er brachte die Mannschaft vom damaligen Coach Horst Hrubesch (70) im ersten Gruppenspiel gegen Spanien um Jordi Alba (32) früh mit 1:0 in Front (Endstand: 2:1), schoss das DFB-Team im Halbfinale gegen Tschechien um Jan Moravek (31) in der 119. Minute zum 2:1-Erfolg und netzte auch beim 3:1-Sieg im Finale gegen Italien zum zwischenzeitlichen 2:0 ein.

Wenn er diese Klasse auch in Meppen abrufen kann, dürfte er für die Emsländer eine echte Verstärkung sein.

Titelfoto: imago images/Matthias Koch

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