Hansa-Kämpfer Löhmannsröben lässt sich Botox spritzen: "Nichts, wofür man sich schämen muss"

Rostock - Er steht öffentlich dazu! Jan Löhmannsröben (29) lässt sich Botox spritzen. Das zeigte der Mittelfeldkämpfer des FC Hansa Rostock in seiner Instagram-Story.

Jan Löhmannsröben (29, l.) hier noch im Trikot des 1. FC Magdeburg gegen den damaligen Anfreifer des FSV Zwickau, Robert Koch.
Jan Löhmannsröben (29, l.) hier noch im Trikot des 1. FC Magdeburg gegen den damaligen Anfreifer des FSV Zwickau, Robert Koch.  © Picture Point / Sven Sonntag

Das stärkste bekannte Nervengift lähmt die Gesichtsmuskulatur, weshalb Falten geglättet werden können und man dadurch jünger aussieht. Viele Hollywood-Stars setzen bereits seit vielen Jahren auf dieses "Wundermittel".

Botox ist mittlerweile aber auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen und wird ebenso von Menschen außerhalb des öffentlichen Lebens genutzt. Dass ein Profifußballer, der erst 29 Jahre alt ist, jedoch öffentlich zugibt, sich in dieser Hinsicht behandeln zu lassen, ist neu.

Er ließ sich das Nervengift von der Berliner Chirurgin Alexandra Buschmann spritzen. Und es war nicht das erste Mal. Gegenüber der Bild erklärte der gestandene Drittliga-Spieler: "Ich mache das schon länger und lasse das zweimal im Jahr auffrischen."

Denn Botox verliert nach einigen Monaten seine Wirkung. Löhmannsröben erklärt weiter: "Man soll ja auch so aussehen, wie man sich fühlt. Und ich fühle mich wie 23, also muss ich auch ein bisschen was dafür tun." Er meinte weiter: "Ich denke, in der heutigen Zeit ist das nichts Außergewöhnliches und nichts, wofür man sich schämen muss."

Musste das allerdings in Zeiten der Coronavirus-Pandemie sein? "Ich kenne die Praxis schon länger. Die Hygienevorschriften dort sind noch mal extremer als woanders, man ist da immer alleine, nur mit Mundschutz. Die werden regelmäßig getestet, genau wie ich", erklärt "Löh".

Jan Löhmannsröben bekam in den sozialen Medien den Spitznamen "Botoxröben" verpasst

Legendäres Interview: Jan Löhmannsröben rät dem Schiri "Cornflakes zählen" zu gehen

Jan Löhmannsröben entblößt sich am Ballermann

Jan Löhmannsröben ist auf dem Fußballplatz ein vielseitig einsetzbares Mentalitätsmonster

Jan Löhmannsröben (29, r.) ist beim Tabellendritten FC Hansa Rostock Stammspieler im defensiven Mittelfeld. Hier schirmt er den Ball vor Dynamo Dresdens Stürmer Christoph Daferner (23) ab.
Jan Löhmannsröben (29, r.) ist beim Tabellendritten FC Hansa Rostock Stammspieler im defensiven Mittelfeld. Hier schirmt er den Ball vor Dynamo Dresdens Stürmer Christoph Daferner (23) ab.  © Picture Point / Sven Sonntag

Botox ist aber nicht die erste Sache, durch die Löhmannsröben abseits des Fußballplatzes für Aufmerksamkeit sorgt. Er entblößte sich schon am Ballermann auf Mallorca und erklärte im Interview mit Anett Sattler (37) nach dem Spiel seines 1. FC Kaiserslautern am 2. September 2018 beim FSV Zwickau, dass der Schiedsrichter "Cornflakes zählen gehen" solle.

Damals landete der Ellenbogen des FSV-Stürmers Ronny König (37) in seinem Gesicht, er fiel unkontrolliert, bekam dabei den Ball an die Hand. Referee Markus Wollenweber (30) sah aber nur Letzteres und gab Elfmeter für die Schwäne, den Toni Wachsmuth (34) in der Nachspielzeit zum 1:1-Ausgleich verwandelte.

Dementsprechend geladen war Löhmannsröben kurz nach Abpfiff im Interview und wurde mit seinem Spruch landesweit bekannt.

Als Fußballer ist er eher für seine Leidenschaft, Zweikampfstärke und seine Mentalität bekannt. Mittlerweile hat er 161 Drittliga-Partien (sieben Tore, zwölf Vorlagen) für den 1. FC Magdeburg, FC Carl Zeiss Jena, FCK, SC Preußen Münster und Hansa absolviert. Bei der Kogge ist er unumstrittener Stammspieler (22 Einsätze, ein Tor), weil Coach Jens Härtel (51) seine Variabilität schätzt.

"Löh" wird auch mal als Libero oder Innenverteidiger gebracht. Beim FSV Wacker Nordhausen (100 Begegnungen, 22 Treffer, 15 Assists) lief er sogar auf den offensiven Flügelpositionen sowie im Mittelsturm auf und zeigte überall seine Leistung. Auch wenn er fußballerisch vielleicht nicht der talentierteste Akteur sein mag: Da er immer vollen Einsatz zeigt und aus seinen Möglichkeiten viel macht, gehört er zum Inventar der 3. Liga.

Titelfoto: Picture Point / Sven Sonntag

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