Doch nicht Olympiastadion: Viktoria Berlin zieht in den Jahnsportpark

Berlin - Jetzt ist es also amtlich: Der designierte Drittligist FC Viktoria 1889 Berlin zieht doch nicht ins Berliner Olympiastadion um, sondern wird seine Pflichtspiele künftig im Jahnsportpark austragen.

Der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark während einer Übertragung des DFB-Pokals im August 2014. In der kommenden Drittliga-Saison wird Viktoria Berlin seine Heimspiele in dem Stadion in Berlin-Pankow bestreiten. (Archivfoto)
Der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark während einer Übertragung des DFB-Pokals im August 2014. In der kommenden Drittliga-Saison wird Viktoria Berlin seine Heimspiele in dem Stadion in Berlin-Pankow bestreiten. (Archivfoto)  © Oliver Mehlis/dpa

Am Freitag teilte die Senatsverwaltung für Inneres und Sport mit, dass das Stadion im Jahnsportpark als Spielstätte wieder nutzbar gemacht werden könne.

"Wir hatten dem FC Viktoria Unterstützung bei der Stadionsuche zugesagt und unser Versprechen gehalten", sagte Sportsenator Andreas Geisel (55, SPD), "als Sportmetropole sind wir stolz auf den erfolgreichen Aufstieg von Viktoria und nutzen alle Möglichkeiten, unsere Vereine – ob im Profi- oder Amateursport – zu unterstützen. Nun ist es uns gelungen, für Viktoria eine Lösung zu finden, die die Anforderungen des DFB erfüllt und die für einen Drittligisten wirtschaftlich zu stemmen ist."

Die Betriebserlaubnis für das Große Stadion war zum Ende des vergangenen Jahres ausgelaufen und sollte nicht erneuert werden. Geplant war zunächst, das Stadion abzureißen und an dessen Stelle eine behindertengerechte Arena zu errichten.

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Die Pläne wurden aber nach der Schließung ad acta gelegt, um erneut über die Zukunft des Stadions nachzudenken.

Jahnsportpark bekommt neue Flutlichtanlage und wird für rund 10.000 Zuschauer zugelassen

Die Senatsverwaltung hatte deshalb beim zuständigen Bauamt Pankow prüfen lassen, ob ein Spielbetrieb gewährleistet werden könne und eine temporäre Genehmigung für zwei Jahre beantragt.

Da die Haupttribüne weiter gesperrt bleibt und die Zuschauerkapazität um 50 Prozent auf rund 10.000 Plätze gesenkt wurde, konnte die Genehmigung erteilt werden.

Eine für die 3. Liga geforderte Flutlichtanlage wird im Innenraum installiert werden, die lediglich das Spielfeld beleuchtet. Die Kosten für die Sicherstellung des temporären Betriebs übernimmt die SEH Sports & Entertainment Holding aus Hamburg, die ein Investor von Viktoria ist.

Titelfoto: Oliver Mehlis/dpa

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