Feiernde Rostock-Fans legen A9 lahm: Großeinsatz der Polizei auf Autobahn

Ingolstadt - Dass man nach dem Abpfiff des Drittliga-Spiels zwischen der SpVgg Unterhaching und dem FC Hansa Rostock (0:1) als Fan des Sieger-Teams gerne feiert, ist verständlich.

Am Samstagnachmittag haben mehrere Rostock-Fans die A9 stellenweise lahmgelegt.
Am Samstagnachmittag haben mehrere Rostock-Fans die A9 stellenweise lahmgelegt.  © vifogra / Schmelzer

Weniger nachvollziehbar hingegen war die Art und Weise, wie es einige Anhänger der Hanseaten-Mannschaft umsetzten: Sie blockierten am Samstag gegen 17.45 Uhr die A9.

"Auf Höhe des Autobahndreiecks Holledau verlangsamten die Begleiter gegen 17.45 Uhr ihre Fahrzeuge bis zum Stillstand und blockierten so mehrere Minuten lang alle drei Richtungsfahrbahnen", meldete die Polizei am Sonntag.

Zuvor begleiteten nach ersten Ermittlungen etwa 30 Autos den Mannschaftsbus ihrer kurz vor dem Aufstieg in die 2. Bundesliga stehenden Fußball-Helden, der jedoch "keiner großen Kontrolle unterzogen worden ist, weil da nichts vorgefallen ist", wie Karl Höpfl, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, mitteilte.

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"Mehrere zum Teil alkoholisierte Anhänger des FC Hansa Rostock verließen daraufhin ihre Fahrzeuge, feierten, schwenkten Fahnen und zündeten pyrotechnische Gegenstände", werden die Szenen von der Polizei beschrieben.

Immerhin gab es nach bisherigen Erkenntnissen weder Sach- noch Personenschäden. Der Verkehr in dem betroffenen Bereich kam jedoch zum Stillstand. Ein Zeuge hat aus dem Auto heraus die feiernde Meute gefilmt und das Video online gestellt.

Dass bei der Blockade niemand verletzt wurde, bezeichnete die Pressestelle der Ordnungshüter als puren "Zufall".

Ein Großaufgebot der Polizei war daraufhin vor Ort, um sich der feiernden Meute anzunehmen.

Verstöße gegen Sprengstoff- und Betäubungsmittelgesetz

An der Anschlussstelle Ingolstadt Nord seien die Personalien von 17 Personen aufgenommen worden.

"Die Polizei war dabei in der Spitze mit über 200 Beamtinnen und Beamten mehrerer Dienststellen und der Bereitschaftspolizei im Einsatz", hieß es weiter.

"In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Ingolstadt wurden gegen die Tatverdächtigen jeweils Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Eingriffe in den Straßenverkehr und Landfriedensbruchs eingeleitet."

Außerdem soll es laut offiziellen Angaben zu mehreren Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz sowie gegen das Infektionsschutz- und das Betäubungsmittelgesetz gekommen sein.

Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall machen können oder deren Fahrzeuge beschädigt wurden, werden gebeten, sich mit der Verkehrspolizei Ingolstadt unter der Telefonnummer 0841/9343-4410 in Verbindung zu setzen.

Titelfoto: vifogra / Schmelzer

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