KFC-Hammer: Ponomarev bekommt seine Uerdingen-Anteile verkauft!

Krefeld - Ein (Fußball-)Wunder? Der Skandal-Klub der 3. Liga, der KFC Uerdingen 05, stand am Abgrund. Stand. Nun hat der scheidende Präsident Mikhail Ponomarev (46) Wort gehalten und seine Anteile verkauft bekommen. Nach Armenien. Gibt's nun doch eine Zukunft für die Krefelder?

Ex-Präsident Mikhail Ponomarev (46) ist seine KFC-Anteile losgeworden.
Ex-Präsident Mikhail Ponomarev (46) ist seine KFC-Anteile losgeworden.  © Roland Weihrauch/dpa

Die Übernahme ist perfekt. Das meldete der Verein am Mittwoch.

"Wir werden alles versuchen, um die Dritte Liga zu halten und die Zukunft des KFC Uerdingen zu sichern", heißt es vonseiten der NOAH Company.

Das Unternehmen mit Sitz in Armenien hat dem russischen Geschäftsmann dessen Anteile abgekauft.

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Roman Gevorkyan, der Boss der Noah Company, wollte sich zwar bezüglich Zielen mit den Krefeldern nicht locken lassen, scheint aber einiges vorzuhaben mit dem derzeit Tabellenzwölften der Liga.

Man wisse, "dass sich der Verein aktuell in einer schwierigen Phase" befinde, so der neue Investor. Von daher habe der Verbleib in der dritthöchsten Spielklasse absolute Priorität.

Wie viel Geld geflossen ist, ist nicht klar. Der Ex-Mäzen Ponomarev sonnt sich nun jedoch im "Erreichten".

"Ich bin mir sicher, dass das in enger Abstimmung mit der Noah Company eingeleitete Insolvenzverfahren erfolgreich beendet wird und der KFC auch weiterhin professionellen Fußball spielen wird", so der 46-Jährige und verweist darauf, sein Wort gehalten zu haben.

"Ich habe immer versprochen, den Klub bis zuletzt zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass eine Zukunft in der 3. Liga möglich ist."

KFC Uerdingen hat nun drei Schwester-Klubs in Armenien, Italien und Lettland

Die NOAH Company ist im internationalen Fußball kein unbekanntes Blatt Papier.

So hat man ebenso Anteile am italienischen Viertligisten ACN Siena, sowie dem lettischen Erstligisten FC Noah Jurmela als auch dem armenischen Erstliga-Vertreter FC Noah Erewan.

Ob sich im Hinblick auf die drei anderen "Schwester-Klubs" auch etwas am Namen des KFC ändern könnte, ist derzeit nicht bekannt.

Die Anteile gehen jedenfalls mit sofortiger Wirkung über.

Sportlich erwarten die obdachlosen Uerdinger am Samstag den FSV Zwickau zum "Heimspiel". Wohl im westfälischen Lotte...

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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