Fußball-Kolumne: 1. FC Magdeburg nach Ingolstadt-Pleite mit Schiri-Frust!

Magdeburg - Ärger beim 1. FC Magdeburg! Der Traditionsverein verlor am Sonntag beim FC Ingolstadt 04 unglücklich mit 0:1 (0:0). Dadurch wurde der leichte Aufwärtstrend gestoppt.

Jürgen Gjasula (34) flog beim FC Ingolstadt 04 schon nach 25 Minuten vom Platz. (Archivbild)
Jürgen Gjasula (34) flog beim FC Ingolstadt 04 schon nach 25 Minuten vom Platz. (Archivbild)  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Außerdem zogen die Schanzer durch den Erfolg in der Tabelle auch noch an der SG Dynamo Dresden vorbei.

Wirklich verdient war dieser Dreier aber nicht. Denn Magdeburg, endlich wieder mit dem nach Suspendierung begnadigten Jürgen Gjasula (34) in der Startelf, begann gut und war die tonangebende Mannschaft.

Bis man sich selbst schwächte. Ausgerechnet der erfahrene Mittelfeldlenker Gjasula sah innerhalb von drei Minuten für Fouls, bei denen er jeweils einen Tick zu spät kam, zwei Gelbe Karten. Er flog bereits in der 25. Minute vom Platz.

Dennoch stemmte sich der FCM weiterhin gegen eine Niederlage, konnte sie aber nicht verhindern. Ein extrem unglückliches Eigentor von Korbinian Burger (25) in der 85. Minute reichte Ingolstadt für einen glücklichen Dreier.

Nach der Partie haderten die Magdeburger mit dem Schicksal und dem jungen Schiedsrichter Lars Erbst (26).

Während Coach Thomas Hoßmang (53) noch zurückhaltend meinte: "Vielleicht muss Gjasula da ein bisschen vorsichtiger sein, aber der Schiri hätte ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl zeigen müssen", wurden andere deutlicher.
Der FCM haderte mit Schiedsrichter Lars Erbst (26, l.) und dem Eigentor von Korbinian Burger (25, 2.v.l.).
Der FCM haderte mit Schiedsrichter Lars Erbst (26, l.) und dem Eigentor von Korbinian Burger (25, 2.v.l.).  © Imago Images / kolbert-press

1. FC Magdeburg sauer! Pleite laut Otmar Schork auch "Überforderung des Schiedsrichters" geschuldet

Christian Beck (32, l.) bereitet FCM-Coach Thomas Hoßmang (53) ungewollt Kopfzerbrechen. Der Mittelstürmer trifft momentan das Tor einfach nicht mehr!
Christian Beck (32, l.) bereitet FCM-Coach Thomas Hoßmang (53) ungewollt Kopfzerbrechen. Der Mittelstürmer trifft momentan das Tor einfach nicht mehr!  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Sportdirektor Otmar Schork (63) meinte im vereinseigenen Kanal, dass der Platzverweis "in der Summe überzogen war. Es war sein zweites Foulspiel."

Er fügte noch hinzu: "Die Niederlage ist bitter und mehr als unglücklich für uns, aber ein Stück weit auch der Überforderung des Schiedsrichters geschuldet. Man muss sich die Frage stellen, ob die 3. Liga die Spielwiese ist, um junge Schiedsrichter auszubilden."

Eigentorschütze Burger sagte bei "Magenta Sport": "Er hat uns das Spiel ein bisschen kaputt gemacht." Denn diese Pleite ist ein echter Nackenschlag für den FCM, der alles in die Waagschale warf, kämpfte und als Einheit agierte, in dieser intensiven Begegnung aber auch Körner gelassen hat.

Nun kommt es in der Englischen Woche zu zwei Ostduellen. Erst empfängt man den FC Hansa Rostock (Mittwoch, 19 Uhr), dann geht es zum FSV Zwickau (Samstag, 14 Uhr).

Magdeburg braucht in diesen wegweisenden Spielen weiterhin dringend Punkte, um den Anschluss ans untere Tabellenmittelfeld nicht zu verlieren. Dafür müssten die formschwachen Mittelstürmer Christian Beck (32, neun Liga-Einsätze, kein Tor) und Kai Brünker (26, zehn Liga-Partien, ein Treffer) aber endlich ihr Zielwasser wiederfinden und ihre Blockade lösen. Zeit wird es!

Titelfoto: Imago Images / kolbert-press

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