Fußball-Osten droht in 3. Liga der Super-GAU: Steigen am Ende gleich drei Traditionsvereine ab?

Deutschland - Auch die 3. Liga befindet sich auf der Zielgeraden! Die Lage ist drei Spieltage vor dem Ende für gleich mehrere ostdeutsche Vereine extrem bedrohlich. 

Zwckaus Stürmer Elias Huth am Boden: Der FSV gewann nur eines der letzten elf Drittliga-Spiele!
Zwckaus Stürmer Elias Huth am Boden: Der FSV gewann nur eines der letzten elf Drittliga-Spiele!  © Picture Point/ Gabor Krieg

Nachdem der Abstieg des FC Carl Zeiss Jena bereits feststeht (TAG24 berichtete), zeichnet sich nun ab, dass wohl noch mindestens ein zweiter Klub aus dieser Region absteigen wird.

Hierbei ist vor allem der FSV Zwickau  zu nennen, der das vorentscheidende Duell beim Tabellen-18. SC Preußen Münster nach einer 1:0-Führung auf äußerst unglückliche Weise mit 1:2 verlor und vom SCP in der Tabelle überholt wurde.

Die "Schwäne" sind nun Drittletzter mit 37 Punkten und müssen am heutigen Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen den Zweiten Eintracht Braunschweig dringend einen Sieg holen.

Die Trendwende muss nach drei Niederlagen in Folge und nur einem Dreier in den letzten elf Begegnungen geschafft werden, wenn man zumindest eine Chance haben will, die Klasse zu halten.

Denn dieser FSV-Negativlauf kommt zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Und aus ostdeutscher Sicht könnte es aber sogar noch schlimmer kommen. 

Wenn Zwickau verliert und zeitgleich Münster beim SV Waldhof Mannheim gewinnt, wird es nicht nur für die Truppe von Trainer Joe Enochs richtig eng. Dann würde der SCP auch mit dem Chemnitzer FC nach dessen 1:1-Unentschieden am Freitagabend beim KFC Uerdingen punktemäßig gleichziehen. 

Müssen am Ende sowohl der FSV Zwickau um Coach Joe Enochs (l.), als auch der Chemnitzer FC um Torjäger Philipp Hosiner (r.) den bitteren Gang in die Viertklassigkeit antreten, aus der man nur schwer wieder entkommen kann?
Müssen am Ende sowohl der FSV Zwickau um Coach Joe Enochs (l.), als auch der Chemnitzer FC um Torjäger Philipp Hosiner (r.) den bitteren Gang in die Viertklassigkeit antreten, aus der man nur schwer wieder entkommen kann?  © PICTURE POINT / Roger Petzsche / Gabor Krieg

Brisant: FSV Zwickau und Chemnitzer FC treffen am Mittwoch (19 Uhr) im direkten Duell aufeinander

Auch für den CFC wird es nochmal richtig eng! Nur ein Sieg aus acht Partien im Juni bringt die Himmelblauen in arge Bedrängnis.
Auch für den CFC wird es nochmal richtig eng! Nur ein Sieg aus acht Partien im Juni bringt die Himmelblauen in arge Bedrängnis.  © Picture Point/ Gabor Krieg

Eventuell kann sich aber zumindest eine der beiden Mannschaften retten. Denn der FSV und CFC treffen am vorletzten Spieltag im direkten Duell aufeinander - dabei dürfte es heiß hergehen, weil es für beide Vereine um das nackte sportliche Überleben geht!

Für Zwickau steht dann noch die Partie bei Mannheim an, während der CFC gegen Aufstiegskandidat FC Hansa Rostock ranmuss. Die Himmelblauen brauchen nach nur einem Dreier aus acht Spielen ebenfalls dringend wieder ein Erfolgserlebnis. 

Gelingt dieses, könnten auch noch der Hallesche FC und der 1. FC Magdeburg unten reinrutschen. Doch diese beiden Mannschaften haben sich nach den Trainerwechseln wieder stabilisiert. Florian Schnorrenberg holte mit dem HFC stolze zehn Punkte aus den letzten fünf Partien. 

Allerdings geht es für Halle erst zum MSV Duisburg, der um den Aufstieg kämpft, dann gegen den 1. FC Kaiserslautern und schlussendlich zum FC Würzburger Kickers, der ebenfalls hoch in die 2. Bundesliga will. Kein leichtes Restprogramm. Trotz aktuell fünf Zählern Vorsprung sind die Saalestädter daher noch nicht gerettet.

In Magdeburg ist Coach Thomas Hoßmang seit seiner Übernahme sogar ungeschlagen (ein Sieg, drei Remis), dazu hat man mit der als Absteiger feststehenden SG Sonnenhof Großaspach einen machbaren Gegner vor der Brust. Dann jedoch geht es zu Aufstiegskandidat FC Ingolstadt 04, ehe man am letzten Spieltag den SC Preußen empfängt...

Titelfoto: PICTURE POINT / Roger Petzsche / Gabor Krieg

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