Keine Drittliga-Geisterspiele in Halle: "Nicht zu verantworten!"

Halle (Saale) - Der Oberbürgermeister von Halle hat Geisterspielen in der Stadt vorerst eine Absage erteilt.

HFC-Präsident Jens Rauschenbach will unbedingt ein Saisonende bis zum 30. Juni, sollte weitergespielt werden.
HFC-Präsident Jens Rauschenbach will unbedingt ein Saisonende bis zum 30. Juni, sollte weitergespielt werden.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Bernd Wiegand (parteilos) sagte laut der "MZ in einer Videopressekonferenz, dass es "eine Sonderstellung des Fußballs" hinsichtlich der Lockerungsmaßnahmen nicht geben werde. 

Geisterspiele seien nach aktuellem Stand "mit den vorgegebenen Regeln zu Abstand und Sicherheit nicht zu verantworten". 

Zuvor hatte sich Wiegand vor Ort ein Bild von den Bedingungen im Stadion des Drittligisten Hallescher FC gemacht. Die 20 Clubs der Liga diskutieren am Montagnachmittag über die Fortsetzung der Saison.

Der HFC gehört zu jenen mindestens acht Vereinen, die sich für ein vorzeitiges Saisonende aussprechen. "Problematisch sind nach unserer Beurteilung die Ausnahme vom Kontaktverbot bei Spielern auf dem Platz, die abweichende Regelung zur Einzelquarantäne und die in unserem Stadion schwierig umsetzbaren räumlichen Anforderungen und Abtrennungen", sagte Präsident Jens Rauschenbach der Zeitung. 

Der Unternehmer war selbst an Covid-19 erkrankt, ist inzwischen genesen.

Halles OB Bernd Wiegand.
Halles OB Bernd Wiegand.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Die Solidaritätszahlung der DFL von 300.000 Euro pro Verein lässt der Club bei der Bewertung außen vor. "Wir treffen unsere Entscheidungen als Verein unabhängig auf Basis unserer Beurteilung der gesundheitlichen Lage und der behördlichen Genehmigungen", betonte Rauschenbach. 

Zudem sprach sich der Funktionär dafür aus, die Saison unbedingt bis zum 30. Juni zu beenden, sollte weitergespielt werden müssen.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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