Terrence Boyd und Stipe Vucur retten den HFC in der Nachspielzeit - und Schnorrenberg den Job!

Halle - Riesengroße Erleichterung beim Halleschen FC! Das Team von Trainer Florian Schnorrenberg (43) hat den Drittliga-Abstiegskracher am Freitagabend gegen den KFC Uerdingen dank Terrence Boyd (30) und Stipe Vucur (28) in letzter Sekunde mit 2:1 (0:0) gewonnen.

Riesengroße Erleichterung bei HFC-Coach Florian Schnorrenberg (43, v.): Sein Team bewies große Moral und drehte ein verloren geglaubtes Spiel in den letzten Minuten noch.
Riesengroße Erleichterung bei HFC-Coach Florian Schnorrenberg (43, v.): Sein Team bewies große Moral und drehte ein verloren geglaubtes Spiel in den letzten Minuten noch.  © imago images/Viadata

Die Saalestädter bewiesen dabei große Moral, lagen sie in diesem vorentscheidenden Duell doch bis zur 89. Minute mit 0:1 zurück, weil Mike Feigenspan (25) die stark ersatzgeschwächten Gäste in der 61. Minute in Führung gelupft hatte.

Doch trotz nur zwei Siegen in 14 Begegnungen in diesem Jahr gaben sich die Hausherren nicht auf - und belohnten sich kurz vor Schluss doch noch.

Erst traf der Ex-Auer Vucur mit einem abgefälschten 16-Meter-Schuss zum Ausgleich (89. Minute), dann avancierte Torjäger Terrence Boyd (30) zum Mann des Spiels, als er das Leder wunderschön mit der Brust annahm, es mit seinem bulligen Körper abschirmte und mit vollem Einsatz zum 2:1 im Kasten unterbrachte (90.+2).

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Nach seinem bereits 15. Saisontreffer jubelte der Zyklop wieder - und wie! Nicht nur ihm, auch seinem Coach und Teamkollegen sah man deutlich an, was ihnen dieser brustlösende Erfolg bedeutete.

Doch gerade von Schnorrenberg dürfte viel Druck abgefallen sein. Schließlich stand er vor der Partie auf der Kippe, von einem Endspiel war die Rede.

Nach Boyds Tor rannte er dann auch im Überschwang der Emotionen aufs Spielfeld und wurde vom Siegtorschützen umarmt - ein klares Zeichen vom Ex-RB-Leipzig-Stürmer!

Kurz-Zusammenfassung des Drittliga-Abstiegskrachers Hallescher FC gegen KFC Uerdingen

Der Hallesche FC hat damit wieder gute Chancen, den Klassenerhalt vorzeitig einzutüten

Erlösung in der Nachspielzeit: Sturmtank Terrence Boyd (30, l.) sorgte für den hart erkämpften 2:1-Sieg.
Erlösung in der Nachspielzeit: Sturmtank Terrence Boyd (30, l.) sorgte für den hart erkämpften 2:1-Sieg.  © Imago Images/Christian Schroedter

Der Übungsleiter brüllte seine Erleichterung raus, denn nun kann er - zumindest bis zum kommenden Samstag (14 Uhr, beim FC Viktoria Köln) wieder in Ruhe arbeiten. Obwohl Halle erneut keine gute Leistung zeigte, dürfte der Mannschaft dieser extrem wichtige Erfolg Auftrieb geben und vielleicht wirklich dafür sorgen, dass der HFC gerade noch rechtzeitig wieder in die Spur gefunden hat.

Mit 39 Punkten nach 31 Begegnungen steht man vorläufig auf Rang elf und hat nun wieder sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz 17, auf dem weiterhin die Krefelder stehen, die am Samstag aber noch vom 1. FC Kaiserslautern (14 Uhr, beim VfB Lübeck) überholt werden können.

Wenn Halle nun in den kommenden Wochen nachlegen und die schlechteste Abwehr der 3. Liga (gemeinsam mit dem MSV Duisburg) stabilisieren kann, haben die Saalestädter gute Chancen, sich doch noch vorzeitig den Klassenerhalt zu sichern.

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Dank der offensiven Lebensversicherung Boyd braucht man sich zumindest im Sturm keine Sorgen machen, auch wenn man ehrlicherweise sagen muss, dass den anderen Angreifern zu oft die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Kasten abgeht.

Dennoch ist der HFC stark genug, um die Klasse vorzeitig zu halten und sich den ganz großen Stress am Saisonende zu ersparen. Schnorrenbergs Team hat es selbst in der Hand.

Titelfoto: Imago Images/Christian Schroedter

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