HFC droht der Super-GAU: Unfassbarer Absturz von Rang eins auf Abstiegsplatz 17!

Halle (Saale) - Ein beispielloser sportlicher Absturz! Kein anderer Verein wurde in dieser Saison in der 3. Liga so durchgereicht, wie der Hallesche FC.

Coach Ismail Atalan hat mit dem HFC seit seinem Amtsantritt nur einen Punkt aus fünf Spielen geholt.
Coach Ismail Atalan hat mit dem HFC seit seinem Amtsantritt nur einen Punkt aus fünf Spielen geholt.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die Mannschaft von Trainer Ismail Atalan leistete am Samstag einen Offenbarungseid und verlor gleich mit 1:5 beim FSV Zwickau, der zuvor hinter dem HFC stand.

Durch diesen klaren Erfolg überholten die "Schwäne" Halle nun und sorgten damit für den vorläufigen negativen Höhepunkt bei den Saalestädtern, die nun erneut auf einem Abstiegsplatz stehen, aber erstmals mit mehreren Punkten (drei) Rückstand.

Acht Partien vor Schluss findet sich Halle nun auf Rang 17 und dem Scherbenhaufen der so gut begonnenen Saison wieder. Denn denkt man wenige Monate zurück, war die jetzige Situation noch unvorstellbar.

Die gut besetzte Truppe stand nach dem 13. Spieltag an der Tabellenspitze und war auch nach dem 17. Spieltag immer noch Zweiter, also auf direktem Kurs in Richtung 2. Bundesliga.

Nun muss der HFC sogar ernsthaft um den Klassenerhalt bangen. Denn momentan sieht nichts nach einer Trendwende aus. Halle zeigte sich Zwickau erneut sehr anfällig in der Verteidigung. Die ersten drei Gegentreffer fielen allesamt nach Standardsituationen.

Der Hallesche FC wirkt nicht wie eine geschlossene und homogene Mannschaft

Der Hallesche FC leistete in Zwickau einen Offenbarungseid und verlor mit 1:5. Wie soll der Klassenerhalt bei diesem Negativlauf noch gelingen?
Der Hallesche FC leistete in Zwickau einen Offenbarungseid und verlor mit 1:5. Wie soll der Klassenerhalt bei diesem Negativlauf noch gelingen?  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Halle zeigte also selbst in den Bereichen erhebliche Schwächen, die sonst als Stärken des Teams gelten: das körperbetonte Spiel, die Zweikampfhärte und die kompakte Defensive. Von alldem war in Zwickau nichts zu sehen. 

Wegen dieser steil nach unten zeigenden Formkurve wartet der HFC nun seit 14 Spielen (Pokalaus beim Regionalligisten VfB Germania Halberstadt mit eingerechnet) auf einen Sieg.

In der Rückrundentabelle ist man mit kümmerlichen zwei Punkten aus elf Spielen und einem furchtbaren Torverhältnis von 12:32 abgeschlagener Tabellenletzter.

Der Mannschaft fehlt verständlicherweise das Selbstvertrauen, weshalb sie auf dem Platz keine geschlossene Einheit ist. Denn jeder hat genug mit sich selbst zu tun. 

Des Weiteren sind die Lücken zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen zu groß, offensiv fehlt die Kreativität, Genauigkeit und Treffsicherheit, individuelle Patzer setzen allem die Krone auf. Es kommt also wirklich alles zusammen.

Aus HFC-Sicht muss man hoffen, dass sich das Team um Kapitän Sebastian Mai, Stürmer Terrence Boyd, Sechser Bentley Baxter Bahn, Keeper Kai Eisele und Urgestein Toni Lindenhahn für den Saison-Endspurt zusammenrauft und die nötigen Zähler einfährt. Denn ein Abstieg Halles wäre unnötig und ein völlig unerwarteter Rückschlag für den Verein.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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