HFC feiert nach Chaos-Tagen Wiederauferstehung gegen bestes Auswärtsteam der Liga!

Halle (Saale) - Chaotische Tage liegen hinter dem Halleschen FC! Erst gab es am Samstag die 1:5-Klatsche beim FSV Zwickau, dann wurde am Montag Trainer Ismail Atalan entlassen und durch Florian Schnorrenberg ersetzt (TAG24 berichtete).

Terrence Boyds Tor-Knoten löste sich gegen Waldhof Mannheim mit einem Treffer und einer Vorlage endlich wieder. (Archivbild)
Terrence Boyds Tor-Knoten löste sich gegen Waldhof Mannheim mit einem Treffer und einer Vorlage endlich wieder. (Archivbild)  © Picture Point / Gabor Krieg

Der durfte wegen ausstehender Coronavirus-Tests noch nicht an der Seitenlinie stehen und musste beim eminent wichtigen Drittliga-Spiel am gestrigen Dienstag gegen den SV Waldhof Mannheim (3:0) auf der Tribüne Platz nehmen.

Was er von dort aus sah, dürfte den neuen Coach erleichtert und erfreut haben. Denn seine Mannschaft zeigte endlich wieder die Qualitäten, die sie in der Vorrunde lange Zeit so stark gemacht hatten. 

Die körperliche Wucht, Zweikampfhärte, individuelle Klasse und vor allem die Mentalität waren plötzlich wieder da. Also all das, was das Team beim Offenbarungseid in Zwickau hatte vermissen lassen.

Natürlich war auch der Spielverlauf günstig. Mannheim bekam keinen Elfmeter, auf der anderen Seite brachte Toni Lindenhahn den HFC mit seinem Traumtor, das gleichzeitig der erste direkte Freistoßtreffer des Teams in dieser Saison war, in Führung.

Das war der Brustlöser und das Erfolgserlebnis, das die Spieler dringend gebraucht hatten!

Zusammenfassung vom Spiel Hallescher FC gegen SV Waldhof Mannheim

SVW-Coach Bernhard Trares gibt zu: "Wir haben ein super Spiel von Halle gesehen"

Toni Lindenhahn (r.) schoss mit seinem extrem wichtigen Freistoßtreffer das vielleicht wichtigste Tor in diesem Jahr für den HFC. (Archivbild)
Toni Lindenhahn (r.) schoss mit seinem extrem wichtigen Freistoßtreffer das vielleicht wichtigste Tor in diesem Jahr für den HFC. (Archivbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Danach spielte man endlich wieder als echte Einheit und bezwang so die auswärtsstärkste Mannschaft der Liga. 

Denn Mannheim hatte in der Fremde seit mehr als zwei Jahren (!) nicht mehr verloren! Die letzte Pleite gab es in der Regionalliga am 12. Mai 2018 beim SSV Ulm (0:2).

Nun wurde der zugegebenermaßen ersatzgeschwächte SVW mit einer auch in der Höhe gerechten 0:3-Packung nach Hause geschickt.

Das erkannte auch SVW-Coach Bernhard Trares auf der Pressekonferenz nach der Partie an: "Wir haben heute ein super Spiel von Halle gesehen."

Der HFC habe "sehr viel Wucht, Power, Kraft". Seine Mannschaft habe da "nicht so gegenhalten" können. Er sprach daher von einem "hochverdienten Sieg" der Hausherren.

Schnorrenberg war ebenfalls voll des Lobes für seine Kicker: "Wir haben tolle Tore erzielt, waren unglaublich aggressiv." Man habe die Spieler von außen "immer wieder gepusht" und "eine tolle Mannschaftsleistung gesehen."

Deshalb sei man für den Moment "total glücklich." Das kann Halle auch sein. Denn durch die 0:2-Niederlage Zwickaus zwei Stunden zuvor beim FC Bayern München II hat der HFC den Punkterückstand bereits wieder aufgeholt.

Hallescher FC der Gewinner des 31. Spieltags im Abstiegskampf der 3. Liga

Der HFC konnte am Ende einen deutlichen Erfolg gegen Mannheim feiern und meldete sich im Kampf um den Klassenerhalt eindrucksvoll zurück.
Der HFC konnte am Ende einen deutlichen Erfolg gegen Mannheim feiern und meldete sich im Kampf um den Klassenerhalt eindrucksvoll zurück.  © imago images / Karina Hessland

Durch den deutlichen Erfolg und das für das Selbstvertrauen extrem wichtige zu Null trennen Schnorrenebergs Mannen nur noch zwei Treffer vom ersten Nichtabstiegsplatz.

Ohnehin kann sich Halle von allen Vereinen, die um den Klassenerhalt kämpfen, als bisheriger Sieger des 31. Spieltags sehen.

Denn neben Zwickau verloren auch der 1. FC Magdeburg (1:3 beim FC Hansa Rostock) und der FC Viktoria Köln (1:3 gegen den SV Meppen).

Der HFC hat also wieder Anschluss ans untere Tabellenmittelfeld hergestellt. So werden sich die Verantwortlichen bestätigt fühlen, mit dem neuen Impuls, dem Trainerwechsel, richtig gehandelt zu haben.

Jetzt gilt es, die Leistung vom Dienstag  in den verbleibenden sieben Begegnungen zu bestätigen. Die nächste Chance dazu hat man bereits am Freitag (19 Uhr). Dann tritt Halle in Meppen an. 

Keine leichte Aufgabe. Doch wenn die Führungsspieler wie Lindenhahn oder Terrence Boyd, der gegen Mannheim griffig war, ein Tor erzielte und das 3:0 von Julian Guttau vorbereitete, vorangehen, kann man auch hier bestehen. Denn die wiedererstarkte Verteidigung um Kante Sebastian Mai muss auch Meppens Top-Scorer Deniz Undav (16 Tore, 12 Vorlagen in 29 Spielen) erst einmal überwinden.

Titelfoto: imago images / Karina Hessland

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