HFC-Wahnsinn in Meppen! Halle lebt wieder und springt durch irren Dreier in der Tabelle

Halle/Meppen - Was für ein Spiel des Halleschen FC! Die Mannschaft von Neu-Trainer Florian Schnorrenberg durchlebte im extrem wichtigen Auswärtsspiel am Freitagabend beim SV Meppen eine Achterbahnfahrt der Gefühle und gewann am Ende mit 3:2 (1:0).

Dieses Foto wurde erst vor einer Woche aufgenommen. Seitdem hat sich die Gefühlswelt vom HFC und Terrence Boyd (vorne) komplett gewandelt. Nach dem 1:5 beim FSV Zwickau wurden die letzten beiden Spiele gewonnen.
Dieses Foto wurde erst vor einer Woche aufgenommen. Seitdem hat sich die Gefühlswelt vom HFC und Terrence Boyd (vorne) komplett gewandelt. Nach dem 1:5 beim FSV Zwickau wurden die letzten beiden Spiele gewonnen.  © Picture Point / Gabor Krieg

Mit dem 3:0-Erfolg gegen den SV Waldhof Mannheim im Rücken demonstrierte der HFC seine Klasse und gewann auch beim potenziellen Aufstiegskandidaten, der zum dritten Mal in Folge vor heimischer Kulisse verlor.

Halle war durch Sturmtank Terrence Boyd in der 45. Minute in Führung gegangen, ehe Meppen durch einen Doppelschlag vom ehemaligen Hallenser Hilal El-Helwe (63. Minute) und René Guder (64.) auf einmal mit 2:1 vorne war.

Vor wenigen Tagen wäre der HFC vermutlich noch auseinandergebrochen. Diesmal allerdings nicht.

Das Team bewies Moral, kam wenige Minuten später durch ein Eigentor von Steffen Puttkammer zurück (67.) und drehte die Partie durch einen Doppelschlag vollends. 

Denn Pascal Sohms Flanke wurde so abgefälscht, dass sie im Meppener Tor zum 3:2 für Halle landete (69.). 

Danach verteidigte der HFC diesen knappen Vorsprung als echte Einheit und gewann auch das zweite Spiel in Folge unter dem neuen Coach.

Dabei ist es gerade mal eine Woche her, dass Halle nicht mehr zu retten schien. Nach der 1:5-Klatsche beim FSV Zwickau befand man sich auf Abstiegsrang 17 und hatte drei Punkte Rückstand auf die Schwäne, die Sechzehnter waren. Es deutete zu diesem Zeitpunkt nichts auf eine Trendwende hin. Das sahen die Bosse anscheinend ähnlich. 

Hallescher FC mit gewaltigem Satz in der Drittliga-Tabelle von Platz 17 auf Rang 13

Jubel und Erleichterung beim HFC! Coach Florian Schnorrenberg (3.v.l.) umarmt Vereinsurgestein Toni Lindenhahn (2.v.l.).
Jubel und Erleichterung beim HFC! Coach Florian Schnorrenberg (3.v.l.) umarmt Vereinsurgestein Toni Lindenhahn (2.v.l.).  © Imago Images / Nordphoto

Sie entließen Ismail Atalan, der aus fünf Spielen nur einen Punkt geholt hatte, und verpflichteten mit Schnorrenberg offenbar genau den richtigen Mann.

Denn unter ihm zeigen sich die Spieler wie verwandelt und haben zu alter Stärke zurückgefunden. 

Deshalb zollte er seiner Truppe auch Respekt und lobte sie beim "MDR": "Meine Mannschaft hat eine sehr gute Leistung gebracht. Es ist toll, dass wir aus den vier Tagen mit sechs Punkten rausgehen, das macht uns glücklich."

Dass sein Team zurückgekommen sei, wäre etwas "ganz Besonderes" gewesen. 

Boyd konnte den schnellen Umschwung noch nicht so richtig realisieren: "Es ging so lange gar nichts bei uns und jetzt haben wir das Momentum wieder auf unserer Seite. Das ist crazy. Das waren jetzt sechs richtig wichtige Punkte für uns."

Dank dieses Erfolgs machte der HFC zumindest vorerst einen gewaltigen Sprung von Rang 17 auf Platz 13 und ist wieder im Tabellenmittelfeld angekommen. Doch viel Zeit zum Durchpusten bleibt nicht. 

Halle erwartet nämlich am Dienstag (20.30 Uhr) den 1. FC Magdeburg zum großen Abstiegskracher, der vorentscheidend für den weiteren Saisonverlauf sein dürfte. 

Titelfoto: Imago Images / Nordphoto

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