Keine Prognose möglich: Hallescher FC hält sich bedeckt zum Saisonziel

Halle - Die Vorbereitung ungeschlagen überstanden, sogar Fast-Bundesliga-Aufsteiger Holstein Kiel ein 2:2 bei der Generalprobe abgerungen: Doch beim Halleschen FC hält man sich hinsichtlich eines Saisonziels betont zurück.

Florian Schnorrenberg (44, l.), der Trainer des Helleschen FC, warnt vor der neuen Spielzeit: "Die dritte Liga ist noch stärker als in der vergangenen Saison."
Florian Schnorrenberg (44, l.), der Trainer des Helleschen FC, warnt vor der neuen Spielzeit: "Die dritte Liga ist noch stärker als in der vergangenen Saison."  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild pool;/dpa

"Wir wollen uns stetig weiterentwickeln und verbessern. Dies möchte ich aber nicht an einer bestimmten Platzierung festmachen. Die dritte Liga ist noch stärker und ausgeglichener als in der vergangenen Saison", erklärte HFC-Trainer Florian Schnorrenberg (44) vor dem Auftakt-Punktspiel am Samstag, 14 Uhr, vor heimischer Kulisse gegen den SV Meppen.

Die Zurückhaltung kommt nicht von ungefähr. Zu schnell folgten den Höhenflügen der jüngeren Vergangenheit rasante Abstürze.

Nach dem überragenden vierten Platz 2018/19 schafften die Hallenser im Jahr darauf erst in fast letzter Minute den Klassenerhalt, obwohl sie Ende November 2019 noch auf dem zweiten Platz lagen.

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Eine Berg- und Talfahrt, die nicht ganz so krass ausfiel, musste der Klub auch in der vergangenen Saison bewältigen. Nun soll endlich mehr Konstanz einziehen.

Coach Schnorrenberg, der auf der Kippe stand, durfte bleiben. Mit Ralf Minge verpflichtete der Vorstand einen neuen Sportdirektor für den zuletzt glücklos agierenden Ralf Heskamp.

Schweres Auftaktprogramm für Halle

Eine Berg und Talfahrt, wie in den vergangenen Spielzeiten, möchte man in Halle in den kommenden Monaten gern vermeiden.
Eine Berg und Talfahrt, wie in den vergangenen Spielzeiten, möchte man in Halle in den kommenden Monaten gern vermeiden.  © Ronny Hartmann/dpa

Von den guten Kontakten Minges soll nun auch der HFC profitieren.

Der ehemalige Dresdner Torjäger arbeitete zuletzt von 2014 bis 2020 als Sportdirektor beim damaligen sächsischen Zweitligisten und lotste in der Sommerpause mit Niklas Kreuzer (Dynamo Dresden) und Justin Eilers (zuletzt SC Verl) ihm zwei bestens bekannte Kicker in die Saalestadt.

Außerdem verstärken der ebenfalls zweitligaerfahrene Louis Samson (FC Erzgebirge Aue) sowie Aaron Herzog (FC Hansa Rostock) und Tom Zimmerschied (FC Dornbirn) den HFC.

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Demgegenüber stehen aber momentan zehn Abgänge, darunter die von Leistungsträgern wie Antonios Papadopoulos (Borussia Dortmund II), Stipe Vucur (FCSB Bukarest) und Braydon Manu (SV Darmstadt 98).

Gerade Vucur hatte vergangene Saison eine zentrale Rolle in der Innenverteidigung gespielt. Mit Sören Reddemann und Jonas Nietfeld stehen nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Jannes Vollert in den kommenden zwei Monaten aber nur zwei Spieler für diese Position zur Verfügung.

"Dort liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit in den kommenden Tagen. Aber einen Schnellschuss wird es nicht geben", sagte Minge, der die Generalprobe nicht überbewertete. "In den Punktspielen kommt es auf die Ergebnisse an."

Mit Türkgücü München am 1. August auswärts und Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig (14. August) haben die Saalestädter gleich zwei Aufstiegsanwärter vor der Brust und ein knüppelhartes Auftaktprogramm vor sich.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild pool;/dpa

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