KFC Uerdingen zahlt weiterhin nicht: Chaos-Klub droht nun Kontopfändung!

Krefeld - Einmal Chaos, immer Chaos? Was in der Bundesliga der FC Schalke 04 ist, dürfte in der 3. Liga getrost der KFC Uerdingen 05 sein. Dem Traditionsverein droht nun die Kontopfändung!

Kevin Großkreutz (32) ist seit dem 3. Oktober kein Uerdinger mehr.
Kevin Großkreutz (32) ist seit dem 3. Oktober kein Uerdinger mehr.  © Guido Kirchner/dpa

Zahlreiche Ex-Profis klagen gegen den finanziell gebeutelten Klub aus Krefeld!

Während Ex-Verteidiger Dominik Maroh (33) Mitte des Monats noch 150.000 Euro durch das Arbeitsgericht in Krefeld zugesprochen wurden, stehen den Uerdingern nun noch weitere Verhandlungen ins Haus.

Prominentester Name dabei: Weltmeister Kevin Großkreutz (32)!

Dieser ist einer von über einem halben Dutzend Spielern, die nach ihrer Auffassung noch Gehalt von ihrem Ex-Klub bekommen müssten.

Neben Maroh, bekamen auch Tom Boere (27), Alexander Bittroff (32), René Vollath (30), Dennis Daube (31). sowie Adam Matuschyk vor Gericht recht.

Damit jedoch nicht genug, in vier der Fälle erschien die Partei des Vereins noch nicht einmal vor Gericht, wodurch es sogar zu einem Versäumnisurteil kam.

Und das Chaos mit klagenden Ex-Spielern sowie -Trainern und -Mitarbeitern ist noch (lange) nicht vorbei.

Verein zahlt trotz Gerichtsurteilen nicht

Das Grotenburg-Stadion in Uerdingen ist ein ähnlicher Problemfall wie der Klub an sich.
Das Grotenburg-Stadion in Uerdingen ist ein ähnlicher Problemfall wie der Klub an sich.  © Roland Weihrauch/dpa

So warten neben der Großkreutz-Verhandlung am Donnerstag noch Necirwan Khalil Mohammad (28) tags darauf und Patrick Pflücke (23) am 3. Dezember auf ihre Verhandlung mit und gegen den Klub.

Doch selbst wenn alle Spieler recht bekämen, hieße das noch lange nicht, dass sie auch ihre Gehälter nachgezahlt bekommen würden.

Denn: Der Klub zahlt auch trotz Rechtsspruch teilweise gar nicht.

Aus diesem Grund steht dem einstigen Bundesligisten laut Informationen von transfermarkt.de nun gar eine Kontopfändung ins Haus.

Sollten die Klub-Bosse nun in den Etat der laufenden Saison greifen müssen, sehe es wohl ziemlich düster aus beim KFC. Die ohnehin schon finanziell dünne Lage ist durch die Corona-Pandemie noch einmal mehr verschärft worden.

Hauptakteure der Klagewelle sind vor allem Spieler, deren Verträge zum 30. Juni 2020 ausliefen und nicht verlängert wurden. Durch die Pandemie wurde die Saison bekanntermaßen ausgedehnt, wonach die Verträge entsprechend um einen Monat angepasst wurden.

Uerdingen zahlte die Gehälter allerdings wohl nur bis zum letzten Spieltag am 4. Juli, anstelle bis zum Ablauf des Monats.

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa , Guido Kirchner/dpa

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