Krimi in Liga 3! "Brutal" leidenschaftlicher FCK jetzt heißer Aufstiegs-Anwärter!

Kaiserslautern - Was war das für ein Statement des 1. FC Kaiserslautern!

Zwischen die Buben vom Betzenberg scheint inzwischen kein Blatt mehr zu passen.
Zwischen die Buben vom Betzenberg scheint inzwischen kein Blatt mehr zu passen.  © Harald Tittel/dpa

Im Spitzenspiel der 3. Liga schossen die Roten Teufel am Samstag den SV Meppen mit 4:0 aus dem Fritz-Walter-Stadion und zogen in der Tabelle am niedersächsischen Konkurrenten vorbei.

So steht der FCK, auch weil der SV Waldhof Mannheim am Montag bei Borussia Dortmunds Reserve (1:3) Federn ließ, nach dem ersten Spiel im Jahr 2022 tatsächlich auf dem 2. Aufstiegsplatz.

"So kann es weitergehen", zeigte sich Lauterns Mentalitätsmonster Mike Wunderlich (35) dementsprechend erleichtert und sprach im Gespräch mit dem SWR von einem "Ausrufezeichen" im Aufstiegskampf.

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Dass der FCK ein heißer Anwärter für die 2. Bundesliga ist, ist spätestens nach dem gewaltigen Jahresauftakt nun nicht mehr von der Hand zu weisen.

Zu rechnen war damit zunächst allerdings nicht. In der vergangenen Saison war der FCK noch beinahe in die Regionalliga abgestiegen und rettete sich erst auf den letzten Metern dank eines imposanten Schlussspurts.

Wie kam es zur Wende beim 1. FCK Kaiserslautern?

Mike Wunderlich (35, Mitte) bejubelt den Lautrer Führungstreffer gegen Meppen durch Boris Tomiak (l.). Wunderlich traf später selbst zum 4:0.
Mike Wunderlich (35, Mitte) bejubelt den Lautrer Führungstreffer gegen Meppen durch Boris Tomiak (l.). Wunderlich traf später selbst zum 4:0.  © IMAGO / Fotostand

Auch die laufende Saison drohte für die Roten Teufel schon wieder zum Desaster zu werden. Nach sieben Partien stand der FCK noch mit fünf Zählern auf Rang 15.

Doch wie kam's zur Wende?

Wunderlich: "Nach der Phase, in der wir Probleme hatten, haben wir unser Spiel umgestellt. Das zeichnet uns jetzt aus!"

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Damit meinte der Mittelfeldmann, der vor dieser Saison vom FC Viktoria Köln zum Betzenberg kam, vor allem die Leidenschaft.

"Wenn ich sehe, wie wir alle gegen den Ball arbeiten, das ist brutal", so der Routinier.

Aufstiegsreif ist außerdem die Lautrer Defensive. In den vergangenen 14 Partien kassierte die Truppe von Coach Marco Antwerpen (50) lediglich fünf Gegentreffer. Eine Wahnsinns-Bilanz!

Hinzu kamen zuletzt mehrere Kantersiege. Neben dem Triumph über Meppen ließ der FCK bereits Viktoria Köln (4:0), dem SC Freiburg II (3:0) und dem TSV Havelse (6:0) keine Chance.

Und das ohne richtigen Knipser. Vielmehr darf bei den Lautrern jeder mal ran. So ist mit fünf Treffern derzeit Daniel Hanslik (25) bester Schütze, dicht gefolgt von Außenbahnspieler Philipp Hercher (25), Verteidiger Boris Tomiak (23) und Wunderlich, die allesamt vier Treffer auf ihrem Konto haben.

Titelfoto: IMAGO / Fotostand

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