Meine Meinung: Derby-Fiasko zwischen FCK und Waldhof hätte verhindert werden müssen!

Kaiserslautern - Es war ein Drittliga-Derby, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die Partie zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem SV Waldhof Mannheim 07 (0:0) wurde zu einem Skandal, den man hätte verhindern müssen!

Schiedsrichter Florian Heft (31) hat beim Derby FCK gegen Waldhof die erste Gelbe Karte zu spät gezückt. (Archivbild)
Schiedsrichter Florian Heft (31) hat beim Derby FCK gegen Waldhof die erste Gelbe Karte zu spät gezückt. (Archivbild)  © Uwe Anspach/dpa

Dass es beim Südwest-Derby hitzig wird, das dürfte allen schon zuvor klar gewesen sein. Spätestens nach der Ankündigung von Mannheims Marcel Siegert (27), "mit dem Messer zwischen den Zähnen auf den Betze" zu reisen.

Dementsprechend katastrophal war die Schiedsrichterleistung von Florian Heft (31) an diesem Samstag, der es in einem von Beginn an emotionsgeladenen Duell mehrfach verpasste, mit einer frühen Gelben Karte ein Exempel zu statuieren.

Die Folge: Die Partie entglitt ihm völlig. Die Spieler nutzten die zu lasche Linie des Schiedsrichters aus und gingen überhart in die Zweikämpfe. So wie der Mannheimer Adrien Lebeau (22), der erst in der 19. Minute nach einem rüden Foul die erste Gelbe Karte des Spiels kassierte.

Neuer Coach für die Würzburger Kickers: FC Bayern erteilt Freigabe
3. Liga Neuer Coach für die Würzburger Kickers: FC Bayern erteilt Freigabe

Oder SVW-Profi Seegert kurze Zeit später, der Lauterns Kenny Prince Redondo (27) mit viel zu hohem Bein am Kopf traf - ebenfalls Gelb (21.).

Die Stimmung auf dem Feld wurde immer aggressiver und der Schiedsrichter dürfte gespürt haben, dass er die Kontrolle längst verloren hatte.

Aus dieser Verunsicherung heraus zeigte er letztlich für ein vergleichsweise harmloses Einsteigen des Lautrers Redondo die Rote Karte.

Nicht nur der Schiedsrichter trug zum Derby-Skandal bei

Mannheims sportlicher Leiter Jochen Kientz (48, Mitte im hellblauen Hemd) eskaliert nach dem Foul von Lauterns Redondo völlig.
Mannheims sportlicher Leiter Jochen Kientz (48, Mitte im hellblauen Hemd) eskaliert nach dem Foul von Lauterns Redondo völlig.  © Imago / Eibner

Es war die Szene, die bewies: Heft, der bislang noch keine Bundesligapartie gepfiffen hat, war der Aufgabe der Spielleitung an diesem Tag nicht gewachsen.

Allerdings war er nicht der einzige, der zu dem Fiasko auf dem Betzenberg beitrug. Auch Funktionäre beider Klubs machten sich lächerlich.

Allen voran Mannheims sportlicher Leiter Jochen Kientz (48), der nach dem Redondo-Foul ein testosterongesteuertes Affentheater veranstaltete, sodass ihn ein Security-Mitarbeiter vor Schlimmerem bewahren musste. Kientz bekam dafür die Rote Karte.

"Mehrere Corona-Ausbrüche": Mannheim gegen 1860 München abgesagt!
3. Liga "Mehrere Corona-Ausbrüche": Mannheim gegen 1860 München abgesagt!

Das gleiche Schicksal ereilte auch FCK-Betreuer Florian Dick (36), der nach einem vermeintlichen Mannheimer Handspiel zu vehement einen Elfmeter forderte.

Situationen, in denen sich Verantwortliche, auch in einem Derby, besser im Griff haben müssen. Es waren insgesamt zu viele Vorfälle (vier Rote und neun Gelbe Karten), die den Rahmen eines gewohnt hitzigen Derbys sprengten, sodass der Fußball an diesem Samstag im Fritz-Walter-Stadion zur absoluten Nebensache wurde.

Dafür sind die Spieler sowie Funktionäre verantwortlich, die sich bezüglich ihres Verhaltens zu hinterfragen haben. Aber eben auch der Schiedsrichter, der solch ein Fiasko mit einer angemessenen Spielleitung hätte verhindern müssen.

Titelfoto: Imago / Eibner

Mehr zum Thema 3. Liga: