MSV Duisburg rüstet auf und schnappt sich torgefährlichen Flügelflitzer!

Duisburg/Berlin - Gutes Scouting! Drittligist MSV Duisburg hat sich ablösefrei die Dienste von Rudolf Ndualu (21) gesichert. Der hoch veranlagte Flügelflitzer kommt von Nordost-Regionalligist Tennis Borussia Berlin.

Rudolf "Rudy" Dovny Ndualu (21, r.), wie er voll ausgeschrieben und mit Spitznamen heißt, spielte zwei Jahre für den FC Viktoria 1889 Berlin, wo er sich als ganz junger Akteur aber noch nicht entscheidend durchsetzen konnte.
Rudolf "Rudy" Dovny Ndualu (21, r.), wie er voll ausgeschrieben und mit Spitznamen heißt, spielte zwei Jahre für den FC Viktoria 1889 Berlin, wo er sich als ganz junger Akteur aber noch nicht entscheidend durchsetzen konnte.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

"Rudy" zeigte sich begeistert und erklärte auf der MSV-Website: "Für mich geht ein Traum in Erfüllung, ohne Zweifel. Jeder junge Spieler, der hier in Wedau schon einmal mit der Landesauswahl unterwegs war, möchte in einer solchen Arena mit Wow-Effekt vor Zuschauern spielen und den Fans mit seiner Leistung auf dem Rasen etwas zurückgeben."

Auch Coach Pavel Dotchev (55) freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Youngster: "Rudy ist ein hungriger, hochtalentierter Junge, der auf dem Platz körperlich sehr präsent ist. Er kann auf der Außenbahn eine Geheimwaffe werden!"

In dasselbe Horn stößt Sportdirektor Ivica Grlic (45): "Mit Rudy haben wir einen jungen Spieler mit viel Entwicklungspotenzial für uns gewinnen können. Ein trotz seines Alters schon physisch starker Junge mit hoher Geschwindigkeit!"

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Gerade bei TeBe wies er seine Qualitäten vor dem Corona-bedingten Saisonabbruch nach. In zwölf Einsätzen erzielte er fünf Tore und gab zwei direkte Vorlagen, begeisterte mit seiner Dynamik, körperlichen Wucht und Geschwindigkeit. Zudem ist er vielseitig einsetzbar, kann auf beiden Außenbahnen, der Zehn, als hängende Spitze oder auch im Mittelsturm agieren. Am wertvollsten war er bei den Veilchen allerdings immer auf dem Flügel, weil er seine Stärken hier besonders gut ausspielen kann.

Jedoch fehlt ihm - bei all seinem Potenzial - noch die Konstanz. So traf er zwischen dem 29. August und 2. Oktober in fünf Partien überhaupt nicht mehr und kam lediglich auf einen Assist. Dafür konnte Ndualu an einem guten Tag den Unterschied ausmachen, was auch das Interesse vom MSV, Dotchev und Grlic erklärt.

MSV Duisburg verkündet die Verpflichtung von Rudolf Ndualu

Rudolf Ndualu (21, 2.v.r.) hat dank seines Tempos, seiner Dynamik und körperlichen Durchsetzungsstärke sehr gute Anlagen.
Rudolf Ndualu (21, 2.v.r.) hat dank seines Tempos, seiner Dynamik und körperlichen Durchsetzungsstärke sehr gute Anlagen.  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

Rudolf Ndualu ist ein dynamischer Stürmer mit viel Potenzial, hat aber noch Probleme mit der Konstanz

Rudolf Ndualu (21, l.) hat sich in einem Testspiel im Sommer 2019 auch schon mit dem FC Erzgebirge Aue um Nicolas Sessa (25, 2.v.r.) gemessen.
Rudolf Ndualu (21, l.) hat sich in einem Testspiel im Sommer 2019 auch schon mit dem FC Erzgebirge Aue um Nicolas Sessa (25, 2.v.r.) gemessen.  © picture point/Sven Sonntag

Gegen die stark besetzte VSG Altglienicke gelang ihm bereits am ersten Spieltag ein Doppelpack, dennoch setzte es eine 2:3-Niederlage. Gegen den FSV Union Fürstenwalde glänzte er beim 4:2-Heimerfolg der Lila-Weißen mit einem Tor und einem Assist.

Das war wenige Monate zuvor nicht abzusehen. Im Sommer 2020 wurde sein Vertrag beim FC Viktoria 1889 Berlin nach zwei Jahren nämlich nicht mehr verlängert, weil ihm bei all seinen Anlagen die Torgefahr abging. Daher kam er oft nur als Joker, erzielte in 27 Einsätzen nur vier Tore und lieferte nur eine Vorlage.

So kehrte Ndualu zu TeBe zurück, wo er bereits in der Saison 2016/17 in der U19 gespielt hatte und auch fünfmal für die Herren in der NOFV Oberliga Nord auflief (ein Treffer, zwei Assists). Bei seinem zweiten Anlauf lief es erneut gut.

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Zuvor kickte der in Brandenburg an der Havel geborene Stürmer beim Brandenburger SC Süd (- bis 2013) und FC Energie Cottbus (2013 bis 2016). Anschließend spielte er in der Weststaffel der U19-Bundesliga für Arminia Bielefeld. Nun hat Ndualu erstmals die Chance, sich im Profibereich zu behaupten. Die Anlagen hat er allemal, mit Dotchev zudem einen Trainer, der sie herauskitzeln kann.

Wenn er sich entsprechend weiterentwickelt, vor dem gegnerischen Kasten noch öfter die richtigen Entscheidungen trifft, etwas zielstrebiger in seinen Aktionen im letzten Drittel wird, seine Defensivarbeit verbessert und sein Potenzial regelmäßig unter Druck entfalten kann, könnte er sich als echter Gewinn für die Duisburger erweisen.

Titelfoto: Picture Point/Kerstin Dölitzsch

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