Nach Aus bei Hannover 96: Dabrowski übernimmt chaotischen Drittliga-Aufsteiger!

Essen - Obwohl er Hannover 96 von einem Abstiegsplatz ins Tabellenmittelfeld der 2. Bundesliga führte, durfte Christoph Dabrowski (43) nicht bleiben. Nun ist der Ex-Profi neuer Cheftrainer des frischgebackenen Drittligisten Rot-Weiss Essen.

Christoph Dabrowski (43) will Rot-Weiss Essen wieder im Profifußball etablieren.
Christoph Dabrowski (43) will Rot-Weiss Essen wieder im Profifußball etablieren.  © Sebastian Kahnert/dpa

Der 43-jährige Übungsleiter erhält beim Aufsteiger einen Zweijahresvertrag bis zum Sommer 2024, wie der Verein am Donnerstag mitteilte.

Als früherer Nachwuchscoach der 96er eigne sich "Dabro" zudem perfekt für die Aufgabe an der Hafenstraße, betonte Sportdirektor Jörn Nowak (36).

"Mit Christoph Dabrowski haben wir den Trainer gefunden, der perfekt in unser Profil passt und genau die Anforderungskriterien erfüllt, nach denen wir gesucht haben. Ihn zeichnen großer Fleiß und Wille aus, zudem hat er bereits nachgewiesen, dass er junge Spieler weiterentwickeln kann", so der 36-Jährige.

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Auch der ehemalige Mittelfeld-Abräumer, der während seiner aktiven Zeit für den VfL Bochum, Hannover, Arminia Bielefeld und den SV Werder Bremen kickte, freut sich auf die Herausforderung.

"Ich habe richtig Lust auf RWE, die Hafenstraße und die leidenschaftlichen Fans bekommen. Mit meiner Mannschaft möchte ich emotionalen, aktiven und aggressiven Fußball spielen und die Fans begeistern. Ich kann es kaum erwarten, endlich loszulegen und gemeinsam mit RWE die Herausforderung 3. Liga anzugehen", sagte Dabrowski.

Rot-Weiss Essen präsentiert Christoph Dabrowski in den sozialen Netzwerken

Hat das Chaos bei Rot-Weiss Essen mit Christoph Dabrowski endlich ein Ende?

Christian Neidhart (53) wechselt nach seiner Vertragsauflösung bei Rot-Weiss-Essen zum SV Waldhof Mannheim.
Christian Neidhart (53) wechselt nach seiner Vertragsauflösung bei Rot-Weiss-Essen zum SV Waldhof Mannheim.  © Roland Weihrauch/dpa

Der im polnischen Katowice geborene Fußballlehrer folgt somit auf Christian Neidhart (53), der zur kommenden Saison das Traineramt beim Liga-Konkurrenten SV Waldhof Mannheim übernimmt.

Neidhart war bereits im Mai überraschend von seinen Aufgaben bei RWE entbunden worden, durch den späteren Aufstieg verlängerte sich sein Arbeitspapier allerdings automatisch. Eine einvernehmliche Vertragsauflösung ermöglichte nun jedoch den Wechsel.

Mit Dabrowski soll endlich Ruhe an der Hafenstraße einkehren, denn trotz einer sportlich erfolgreichen Spielzeit, ging es in den vergangenen Monaten neben dem Platz mächtig ab bei den Rot-Weissen.

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Ende 2021 sorgte das Chaos um Ex-Kapitän Dennis Grote (35) für Aufsehen. Der frühere Leistungsträger vom Chemnitzer FC wurde vom Klub freigestellt, nachdem er seinen Wechselwunsch zum SC Preußen Münster geäußert hatte. Schließlich einigte man sich auf eine Vertragsauflösung, allerdings erst, als die Transferperiode schon vorbei war und er nicht mehr bei der Konkurrenz unterschreiben konnte.

Am 19. April suspendierte RWE dann auch noch den langjährigen Stammkeeper Daniel Davari (34), weil er sich öffentlich über seine Degradierung nach einigen Fehlern gewundert hatte.

Zum Aufstieg hat es dennoch gereicht. Nun soll Dabrowski die Situation hinter den Kulissen entschärfen und einen wettbewerbsfähigen Drittligisten formen.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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