Paukenschlag beim KFC Uerdingen! Stefan Effenberg schmeißt hin

Krefeld - Überraschende Meldung vom KFC Uerdingen! Sportmanager Stefan Effenberg (51) verlässt den Verein auf eigenen Wunsch hin! 

Stefan Effenberg (l.) bei seiner Vorstellung als Sportmanager des KFC Uerdingen im Oktober 2019 an der Seite von Präsident Mikhail Ponomarev.
Stefan Effenberg (l.) bei seiner Vorstellung als Sportmanager des KFC Uerdingen im Oktober 2019 an der Seite von Präsident Mikhail Ponomarev.  © Guido Kirchner/dpa

Das gab der Klub am Dienstagabend auf seiner Website bekannt.

"Stefan Effenberg hat uns gegenüber erklärt, den Klub verlassen zu wollen. Diesem Wunsch haben wir entsprochen", erklärte KFC-Geschäftsführer Nikolas Weinhart dort.

Er führte weiter aus: "Wir danken ihm für seinen Einsatz und sein Engagement und wünschen ihm für die Zukunft nur das Beste."

Der "Tiger" selbst meinte: "Es war eine interessante und lehrreiche Zeit beim KFC Uerdingen. Wir haben gemeinsam einiges bewegt. Ich wünsche dem KFC weiterhin viel Glück und Erfolg."

Warum er diese Entscheidung mitten in der Corona-Krise getroffen hat, bleibt vorerst rätselhaft.

Denn in den vergangenen Tagen und Wochen deutete nichts auf (erneute) interne Unruhen oder unterschiedliche Ziele beim Verein vom streitbaren russischen Präsidenten Mikhail Ponomarev hin.

Vor der Zwangspause hatte sich die starbesetzte Mannschaft nämlich wieder stabilisiert. Sie steht auf Tabellenplatz elf mit 39 Punkten aus 27 Spielen und wieder Anschluss an die Aufstiegsplätze hergestellt. Bis zum Tabellenzweiten SV Waldhof Mannheim sind es lediglich fünf Punkte Rückstand. 

Tweet des KFC Uerdingen zur Entscheidung von Stefan Effenberg

Stefan Effenberg wollte beim KFC Uerdingen für langfristige Arbeit stehen - eigentlich ...

Stefan Effenberg ist auf eigenen Wunsch hin nicht länger Sportmanager des KFC Uerdingen.
Stefan Effenberg ist auf eigenen Wunsch hin nicht länger Sportmanager des KFC Uerdingen.  © Guido Kirchner/dpa

Sollte die Spielzeit wie geplant am 30. Mai fortgesetzt werden (TAG24 berichtete), ist es durchaus möglich, dass die Krefelder sogar noch näher an die Spitze heranrücken. Dann allerdings ohne "Effe". 

Dabei hatte die schillernde Fußball-Persönlichkeit bei ihrem Start im Oktober 2019 noch markige Worte gefunden: "Die Entscheidung ist seit über einem Jahr gewachsen, die Sympathie hat sich entwickelt", so der frühere deutsche Nationalspieler über seine Unterschrift beim KFC.

Und der einstige Kapitän des FC Bayern München wollte für langfristige Arbeit stehen: "Das war in unseren Gesprächen ein entscheidendes Thema, dass man Kontinuität und Ruhe reinbringt. Dies wird so in der Form in der Zukunft nicht mehr passieren - das ist klar", sagte er unter anderem angesprochen auf die vielen Trainerwechsel. 

Ponomarev sah die Verpflichtung Effenbergs damals als Coup an und verkündete angriffslustig: "Er wird uns in einem nicht einfachen Weg an die Spitze des deutschen Fußballs begleiten, so der Investor, der anfügte: "Es ist ein klares Signal: Stefan ist nicht gekommen, um in der 3. Liga zu sein" (TAG24 berichtete).

Wenige Monate später ist von diesen Ansagen und der damaligen Euphorie offenbar wenig übrig geblieben ...

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa

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