SV Meppen holt neuen Coach: Rico Schmitt kehrt in die 3. Liga zurück!

Meppen - Er soll den Feuerwehrmann spielen! Der SV Meppen hat wenige Tage nach der Entlassung von Trainer Torsten Frings (44) seinen neuen Coach vorgestellt: Rico Schmitt (52) übernimmt das Amt bei den Emsländern.

Rico Schmitt (52) soll den SV Meppen vor dem Abstieg bewahren.
Rico Schmitt (52) soll den SV Meppen vor dem Abstieg bewahren.  © Picture Point/Gabor Krieg

Das gab der Verein auf seiner Website bekannt. Der neue Übungsleiter unterschrieb beim SVM einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 und sagte zu seiner Entscheidung: "Ich möchte mit vollem Einsatz helfen, das wichtige Ziel Klassenerhalt für den SV Meppen zu sichern. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie groß die Begeisterung für den Verein und die 3. Liga im Emsland ist. Die Mannschaft hat absolut das Potenzial dazu. Jetzt gilt es, die letzten Spiele so anzugehen, dass wir auch in der Saison 2021/22 wieder Drittligafußball in Meppen sehen."

Sportvorstand Heiner Beckmann erklärte: "Wir sind der festen Überzeugung, dass wir mit Rico Schmitt einen sehr kompetenten und erfahrenen Cheftrainer für den SVM gewinnen konnten. Ich bin sicher, dass er die richtigen Impulse bei der Mannschaft setzen wird. Das oberste Ziel ist der Klassenerhalt."

Das denkt auch SVM-Geschäftsführer Ronald Maul (48): "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Rico und sind der festen Überzeugung, mit ihm zusammen unsere Ziele zu erreichen."

Laut Angaben des Vereins steht noch nicht fest, ob Schmitt beim wichtigen Heimspiel am Mittwoch (19 Uhr) gegen den 1. FC Magdeburg auf der Bank sitzen wird, weil das vom DFB aufgrund der Corona-Regeln und des Hygienekonzepts entschieden wird.

SV Meppen stellt Rico Schmitt als neuen Cheftrainer vor

Rico Schmitt kennt sich im Drittliga-Abstiegskampf sehr gut aus

Rico Schmitt (52) war schon bei vielen Vereinen tätig und kennt die Herausforderungen des Abstiegskampfs aus eigener Erfahrung bestens.
Rico Schmitt (52) war schon bei vielen Vereinen tätig und kennt die Herausforderungen des Abstiegskampfs aus eigener Erfahrung bestens.  © Picture Point/Gabor Krieg

Feststeht: Meppen hat sich diesmal einen erfahrenen Coach geholt, der schon viel erlebt hat. Nach Anfängen bei Rapid und dem VfB Chemnitz wurde er im Sommer 2005 Coach des FC Erzgebirge Aue II. Im April 2008 wurde er dann befördert und übernahm die Profimannschaft der Veilchen, die er bis Februar 2012 trainierte.

2010 feierte er seinen größten Erfolg und stieg mit dem FCE als Tabellenzweiter in die 2. Bundesliga auf. In der folgenden Saison rockten die Auer die neue Spielklasse und landeten am Ende auf einem beeindruckenden fünften Platz.

Mitten in der Spielzeit 2011/12 wurde er dann allerdings entlassen, obwohl er mit seinem Klub nach 22 Spielen auf Position zwölf stand. Anschließend war er beinahe auf den Tag genau ein Jahr vereinslos, ehe ihn die Kickers Offenbach holten.

Obwohl er mit dem finanziell angeschlagenen Traditionsverein die Klasse sportlich hielt, musste er den bitteren Gang in die Regionalliga Südwest antreten, weil der OFC Insolvenz anmeldete. Schmitt gelang - allen Widrigkeiten zum Trotz - jedoch ein Coup: Er wurde überlegener Meister, scheiterte in den Aufstiegs-Play-offs jedoch am Meppen-Gegner vom Mittwoch: Magdeburg (0:1/1:3). 2015/16 beurlaubten ihn die Kickers nach zwei Siegen in Folge und Platz fünf in der Liga. Doch er übernahm nur wenige Monate später (im April) den Halleschen FC, mit dem er die 3. Liga dreimal hintereinander hielt. Eine Weiterentwicklung war aber nicht zu erkennen, weshalb sich die Wege im Sommer 2018 trennten.

Gut siebeneinhalb Monate später heuerte er beim VfR Aalen an, mit dem er jedoch sang- und klanglos als Tabellenletzter aus der 3. Liga abstieg und seinen Job verlor. Von Oktober 2018 bis Anfang Februar 2020 coachte er dann auch noch den FC Carl Zeiss Jena, wo es ähnlich schlecht lief, weshalb er auch hier gefeuert wurde. Nun wagt er in Meppen einen neuen Anlauf. Ob ihm der Klassenerhalt diesmal gelingt?

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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