Zoff um Hygiene-Kosten in der 3. Liga: Ministerium widerspricht DFB

Mannheim - Der Deutsche Fußball-Bund hat seine Ablehnung gegen die finanziellen Forderungen des Drittligisten Waldhof Mannheim noch einmal bekräftigt.

Die DFB-Zentrale in Frankfurt am Main.
Die DFB-Zentrale in Frankfurt am Main.  © Arne Dedert/dpa

Dazu verwies der DFB in einer Mitteilung am Mittwoch auf ein FAQ (Fragen und Antworten) auf der Webseite des Sozialministeriums von Baden-Württemberg.

Der SV Waldhof hatte zwei Rechnungen in einer Gesamthöhe von 79.000 Euro an den DFB zur Begleichung weitergeleitet. 

Die Kosten waren durch die Umsetzung des Hygiene-Konzepts des Verbandes entstanden, das Voraussetzung für die Fortsetzung der Spielzeit nach der Corona-Zwangspause ist. 

Diese wurde auf einem Außerordentlichen Verbandstag am Montag beschlossen.

Um seine ablehnende Haltung zu verdeutlichen, zitierte der DFB am Mittwoch aus dem FAQ. Demnach hätten die Vereine ein Interesse an der Wiederaufnahme des Spielbetriebs. 

Daher müssten diese "auch die Verantwortung dafür tragen, dass die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden".

Ministerium widerspricht dem DFB

Die Testungen würden den Clubs die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ermöglichen, daher sei es "folgerichtig", dass sie die Kosten für die Maßnahmen tragen.

In der "Rheinpfalz" hatte am Dienstag Baden-Württembergs Ministerium für Kultus, Jugend und Sport dem DFB hingegen widersprochen. "Es gibt von Seiten des Sportministeriums keine Vorgabe, dass die Kosten für das Hygienekonzept und die damit verbundenen Maßnahmen die Vereine zu tragen haben", hieß es aus dem Ministerium.

Am Samstag wird der erste Drittliga-Spieltag nach der coronabedingten Unterbrechung starten, der SV Waldhof trifft auf den KFC Uerdingen.

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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