TSV Havelse knackt Negativrekord von Carl Zeiss Jena!

Havelse - Schlechter hätte der Saisonstart für den TSV Havelse nicht laufen können! Der Aufsteiger aus der Regionalliga Nord wartet in der 3. Liga weiterhin auf seinen ersten Punkt.

Der TSV Havelse um Linksverteidiger Niklas Teichgräber (25, r.) hat bislang all seine acht Pflichtspiele in dieser Saison verloren.
Der TSV Havelse um Linksverteidiger Niklas Teichgräber (25, r.) hat bislang all seine acht Pflichtspiele in dieser Saison verloren.  © imago images/osnapix

Durch das 0:1 am Sonntag gegen Borussia Dortmund II brachen die Niedersachsen sogar einen Rekord - und keinen schönen! Noch nie hat eine Mannschaft in dieser Spielklasse ihre ersten sieben Liga-Saisonpartien allesamt verloren.

Der FC Carl Zeiss Jena kassierte in der Saison 2019/20 sechs Pleiten aus sechs Begegnungen. Diese Marke übertrumpfte der TSV nun im negativen Sinne. Es scheint so, als sei das deutlich höhere Niveau (noch) eine Nummer zu groß für die Garbsener.

Drei 0:1-Niederlagen (gegen den 1. FC Saarbrücken, SV Meppen und BVB II), ein 0:3 beim MSV Duisburg und gegen Türkgücü München, ein 1:3 gegen den 1. FC Magdeburg und ein 1:2 beim SV Wehen Wiesbaden untermauern diese These.

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Zu allem Überfluss schied Havelse auch noch in der ersten Landespokal-Runde aus. Beim Regionalligisten SSV Jeddeloh II gab es eine 2:3-Pleite.

Ergebnistechnisch könnte der Negativlauf nicht größer sein. Null Zähler und 2:14 Tore sind eindeutig. Im Angriff fehlen Havelse torgefährliche Akteure, in der Abwehr leistet man sich zu viele Fehler, die auf diesem Niveau bestraft werden.

Der neue Trainer Rüdiger Ziehl (43) braucht mit seinem Team bald ein Erfolgserlebnis, wenn es dann doch mal aufwärtsgehen soll. Denn trotz allem beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer aktuell "nur" fünf Punkte. Je früher man den ersten Sieg einfährt, desto größer ist die Chance, vielleicht doch noch ein Wörtchen um den Klassenerhalt mitzureden.

Schließlich hat man mit Julius Düker (25), Linus Meyer (29) und dem bislang einzigen Liga-Saisontorschützen Yannik Jaeschke (27) an sich solide Angreifer, auch hinten verfügt der TSV mit Kapitän Tobias Fölster (27), Fynn Arkenberg (25), Niklas Tasky, Niklas Teichgräber (25) und Florian Riedel (31) über Kicker, die in dieser Spielklasse mithalten können. In der Schaltzentrale gilt das auch für Noah Plume (25) und Oliver Daedlow (21).

Das müssen diese Akteure aber bald auch unter Beweis stellen. Ob sie den Bock allerdings trotz des erkennbar fehlenden Selbstvertrauens schon am kommenden Samstag (14 Uhr) beim FC Würzburger Kickers umstoßen können, ist zumindest fraglich.

Titelfoto: imago images/osnapix

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