Stühlerücken in Würzburg: Trainer und Sportvorstand Schuppan gefeuert

Würzburg - Nach dem Fehlstart in die neue Drittliga-Saison kommt bei den Würzburger Kickers alles auf den Prüfstand. Cheftrainer Torsten Ziegner und sein Co-Trainer wurden am Montag bereits freigestellt. Nun muss auch der Vorstand Sport Sebastian Schuppan (35) gehen.

Sebastian Schuppan (35, rechts) muss bei den Würzburger Kickers gehen, weil die sportliche Entwicklung stagniert.
Sebastian Schuppan (35, rechts) muss bei den Würzburger Kickers gehen, weil die sportliche Entwicklung stagniert.  © Timm Schamberger/dpa

Nach Gesprächen im Aufstiegsrat entschloss sich der Zweitliga-Absteiger für einen sportlichen Neustart.

Grund sei die Stagnation des Profi-Kaders, weshalb nun auch Schuppan seinen Hut nehmen muss.

"Sebastian hat den schwierigen Spagat gewagt, nach Ende seiner aktiven Profilaufbahn übergangslos an verantwortlicher Position im Club einzusteigen, und dies in äußerst herausfordernden Zeiten für die Kickers", kommentierte der FKW-Aufsichtsratsvorsitzende Thorsten Sicher.

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Zunächst werden die Aufgaben Schuppans durch Jochen Seuling, Leiter Strategie & Soccer Flyeralarm Sportmanagement GmbH, in enger Abstimmung mit Christian Jäger, Vorstandsvorsitzender der Kickers, übernommen, teilte der Verein in einer Presseinfo mit.

Leicht war die Aufgabe des 35-Jährigen in Würzburg nie.

Er sprang im November 2020 ein, als die Talfahrt des Verein in der 2. Bundesliga längst begonnen hatte.

Dynamo Dresden, Arminia Bielefeld und die Würzburger Kickers waren die letzten Vereine von Sebastian Schuppan

Bei Dynamo Dresden stand Sebastian Schuppan (35, rechts) von 2010 bis 2014 unter Vertrag.
Bei Dynamo Dresden stand Sebastian Schuppan (35, rechts) von 2010 bis 2014 unter Vertrag.  © Lutz Hentschel

Nach mehreren Trainerwechseln stand Schuppan im Saisonendspurt neben seinem Vorstandsposten auch Coach Ralf Santelli (53) als Co-Trainer zur Seite. Den Abstieg in die 3. Liga konnte jedoch auch er nicht verhindern.

2021/22 ging der Saisonstart für die Würzburger mit nur einem Dreier aus 11 Spielen erneut komplett in die Hose.

Der Umschwung wurde dem ehemaligen Linksfuß nicht mehr zugetraut. In seiner Karriere erlebte Schuppan allerdings auch die schönen Seiten des Fußball-Geschäfts mit. Mit Dynamo Dresden stieg er im Sommer 2011 in die 2. Liga auf, hielt dort sogar zwei Jahre lang die Klasse und war eine der tragenden Säulen des Teams.

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Nach dem Dresdner Abstieg 2014 wechselte er zu Arminia Bielefeld, ehe er 2017 bei den Würzburger Kickers unterschrieb.

Die Mainfranken führte er zeitweise sogar als Kapitän aufs Feld und schließlich 2020 auch bis in die 2. Bundesliga. Nach dem Erreichen dieses Meilensteins beendete er seine sportliche Laufbahn.

Titelfoto: Timm Schamberger/dpa

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