Wieder kein BVB-Sieg! Dortmund holt bei Eintracht Frankfurt nur Unentschieden

Frankfurt am Main - Rückschlag für Borussia Dortmund! Auch bei Eintracht Frankfurt reicht es am 10. Spieltag der Fußball-Bundesliga nicht für einen Dreier. Beim 1:1 (1:0) im Deutsche Bank Park brachte Daichi Kamada die Hausherren in Führung (9.), Giovanni Reyna glich aus (56.)

Die Eintracht-Spieler freuen sich über den Treffer von Daichi Kamada (l.) zum 1:0. Dortmunds Mateu Morey (2.v.r.) steht konsterniert auf dem Platz.
Die Eintracht-Spieler freuen sich über den Treffer von Daichi Kamada (l.) zum 1:0. Dortmunds Mateu Morey (2.v.r.) steht konsterniert auf dem Platz.  © dpa/AP Pool/Michael Probst

Nach dem 1:1 in der Champions League gegen Lazio Rom am Mittwoch setzte BVB-Coach Lucien Favre auf große Rotation: Für Lukas Piszczek, Manuel Akanji, Jude Bellingham, Thomas Delaney, Raphael Guerreiro, Thorgan Hazard und Marco Reus rückten Dan-Axel Zagadou, Emre Can, Nico Schulz, Axel Witsel, Jadon Sancho und Julian Brandt in die Startelf.

Auf der anderen Seite veränderte Eintracht-Trainer Adi Hütter sein Team im Vergleich zum 3:3 beim 1. FC Union Berlin auf zwei Positionen und favorisierte eine etwas defensivere Aufstellung. Sebastian Rode ersetzte Stefan Ilsanker, für Stürmer Bas Dost begann Aymen Barkok neben Kamada im offensiven Mittelfeld.

Das Spiel startete rasant. Bereits in der dritten Minute hatten die Gäste die große Chance zum 1:0, aber Mats Hummels schob das Leder nach einer Freistoßflanke von Sancho aus fünf Metern knapp am Kasten von Kevin Trapp vorbei. Im Gegenzug ging eine Direktabnahme von Filip Kostic im BVB-Strafaum klar über die Latte (3.)

Kurz darauf schickte Rode Erik Durm mit einem sauberen Zuspiel auf Roman Bürki zu, aber Nico Schulz konnte gerade noch klären (6.). Nur drei Minuten später erreichte ein langer Pass von Martin Hinteregger den sich an der aufgerückten Dortmunder Dreierkette vorbei geschlichenen Kamada, der die Kugel an Bürki vorbei zum 1:0 ins Netz lupfte (9.).

Bei Eintracht Frankfurt ersetzt Aymen Barkok Stürmer Bas Dost

Große Rotation bei Borussia Dortmund

Eintracht Frankfurt bringt den Vorsprung verdient in die Pause

Die Frankfurter Erik Durm (l.) und Djibril Sow (M.) bringen Dortmunds Giovanni Reyna zu Fall.
Die Frankfurter Erik Durm (l.) und Djibril Sow (M.) bringen Dortmunds Giovanni Reyna zu Fall.  © dpa/AP Pool/Michael Probst

Nun war Dortmund gefordert, aber die Gäste hatten Probleme mit den gut stehenden Hessen und kamen deshalb nur selten gefährlich vor das gegnerische Tor. So blieb es zunächst bei einer Einzelaktion von Sancho, der aus 17 Metern knapp am linken Eck vorbeischoss (20.).

Dann folgte ein langer Ball auf Reyna am linken Flügel, der wiederum Sancho im Strafraum der Eintracht fand, doch der Engländer verzog aus spitzem Winkel knapp (26.). Ansonsten hatten die Hausherren die Partie weitgehend im Griff.

Pech für die Eintracht, dass Barkok nach Zuspiel von Kostic das Leder nicht richtig traf und aus acht Metern über die Latte drosch (34.). Wenig später konnte der serbische Nationalspieler im eigenen Strafraum nach einer Hereingabe von Sancho gerade noch vor dem einschussbereiten Morey klären (37.).

So schaukelten die Hessen den klappen Vorsprung in einer durchaus ansehnlichen Partie nicht unverdient über die Zeit in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Favre den erst 16-jährigen Youssoufa Moukoko für Dahoud, um mehr Schwung ins Dortmunder Angriffsspiel zu bringen.

Borussia Dortmund kommt trotz Überlegenheit nicht über ein Remis hinaus

Giovanni Reyna zieht ab und trifft zum 1:1: ein sehenswertes Tor!
Giovanni Reyna zieht ab und trifft zum 1:1: ein sehenswertes Tor!  © dpa/AP Pool/Michael Probst

Der BVB zeigte sich nun sichtbar engagierter und drängte die Frankfurter in die eigene Hälfte. Folgerichtig fiel der Ausgleich.

Sancho kam über die linke Seite und passte auf Reyna, der kurz in die Mitte zog und dann die Kugel unhaltbar im linken obere Eck zum 1:1 versenkte (56.).

Jetzt wurde das Spiel hitziger und Rode hatte Glück, dass es Schiedsrichter Guido Winkmann nach einem rüden Foul an Reyna bei einer Gelben Karte beließ (60.). Adi Hütter reagierte prompt und brachte Ilsanker für den Mann aus Südhessen (66.).

Der BVB war nun das klar bessere Team, konnte sich aber zunächst keine weiteren hochkarätige Chancen erspielen. Die SGE kam dagegen kaum noch zu Entlastungsangriffen und hatte auch die in der ersten Halbzeit gezeigte Stabilität in der Defensive verloren.

Allerdings fehlte den Schwarz-Gelben ohne ihren verletzten Goalgetter Erling Haaland einfach die notwenige Durchschlagskraft und so konnten die Adlerträger den einen Punkt retten. Mit diesem können sie sicher besser leben, als Meisterschaftskandidat Dortmund.

Der BVB muss am kommenden Samstag gegen Aufsteiger VfB Stuttgart (15.30 Uhr) versuchen, wieder einmal drei Punkte einzufahren. Die Eintracht tritt bereits am Freitagabend (20.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg an.

Titelfoto: dpa/AP Pool/Michael Probst

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