Bundesliga-Kolumne zum Abstiegskampf: Düsseldorfs Schwäche hält Bremen am Leben!

Deutschland - Für den SV Werder Bremen spitzt sich die Lage im Tabellenkeller immer weiter zu! Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz ist nach der 0:1-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg auf satte sechs Punkte angewachsen.

Werder Bremen um Abwehrspieler Kevin Vogt steht aktuell im wahrsten Sinne des Wortes im strömenden Regen.
Werder Bremen um Abwehrspieler Kevin Vogt steht aktuell im wahrsten Sinne des Wortes im strömenden Regen.  © Patrik Stollarz/AFP/Pool/dpa

Hoffnung machen nur noch zwei Dinge: das Restprogramm und Fortuna Düsseldorf.

In den letzten vier Spielen bekommt es Werder auswärts mit dem Letzten SC Paderborn 07, daheim mit dem übermächtig wirkenden FC Bayern München, auswärts mit dem Fünfzehnten 1. FSV Mainz 05 und zu Hause mit dem Zwölften 1. FC Köln zu tun.

Mindestens sieben, aber besser neun Punkte müssten die Bremer aus diesen Partien wohl holen, um zumindest noch eine Restchance auf den Klassenverbleib zu haben.

Diese gibt es ohnehin nur noch dank der  schwachen Konkurrenz. Düsseldorf ließ nach Führungen in dieser Saison nämlich schon satte 24 Punkte (!) liegen. 

So liegt die Fortuna nach dem unbefriedigenden 2:2 in mehr als 80-minütiger Überzahl gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 28 Punkten und einem Torverhältnis von schlechten 33:60 lediglich drei vor Werder, das mit 25 Zählern und einem erschreckenden Torverhältnis von 30:63 Vorletzter ist.

Die Gründe dafür waren auch gegen Wolfsburg offensichtlich. Den Bremern fehlten mal wieder Torgefahr, Kreativität und vor allem das Selbstvertrauen.

Fortuna Düsseldorf hat mit Borussia Dortmund und RB Leipzig zwei schwere Gegner vor der Brust

Fortuna Düsseldorf um Jean Zimmer muss in den nächsten zwei Spielen gegen den BVB und RB Leipzig antreten.
Fortuna Düsseldorf um Jean Zimmer muss in den nächsten zwei Spielen gegen den BVB und RB Leipzig antreten.  © Marius Becker/dpa-Pool/dpa

Dem großen Druck und der schweren mentalen Belastung kann die Mannschaft von Coach Florian Kohfeldt in dieser Saison viel zu selten standhalten.

Die häufigen verletzungsbedingten Ausfälle und die daraus folgende fehlende Eingespieltheit tun ihr übriges. 

Dazu kommt die schwache Form vieler Leistungsträger, weshalb es im Endspurt dieser völlig verkorksten Runde des SVW nur noch darum gehen kann, die Saison mit dem Klassenerhalt zu retten.

Denn sonst steht der erste Abstieg seit 40 Jahren (TAG24 berichtete) bevor. 

Werder muss hoffen, dass die individuell gut besetzte Truppe sich gerade in den Duellen mit Paderborn, Mainz und Köln aufrafft, zu alter Stärke zurückfindet und wenigstens noch auf den Abstiegsrelegationsplatz springt.

Da Düsseldorf in den kommenden beiden Partien gegen Borussia Dortmund und bei RB Leipzig spielen muss, könnte das theoretisch schon mit einem Dreier in Paderborn gelingen.

SV Werder Bremen muss im Saison-Endspurt endlich in die Erfolgsspur kommen

TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl beschäftigt sich in seiner Kolumne diesmal mit dem Abstiegskampf in der 1. Bundesliga.
TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl beschäftigt sich in seiner Kolumne diesmal mit dem Abstiegskampf in der 1. Bundesliga.  © Patrik Stollarz/AFP/Marius Becker/dpa-Pool/dpa

Anschließend trifft die Fortuna jedoch auf den FC Augsburg und 1. FC Union Berlin, also zwei Gegner, die sich Stand jetzt ebenfalls noch nicht aller Abstiegssorgen entledigt haben und Kontrahenten auf Augenhöhe sein dürften.

Dazu kann die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler endlich wieder auf Rouwen Hennings Instinkt vertrauen. Der Torjäger hatte lange auf seinen nächsten Treffer warten müssen.

Nun netzte er erst gegen den FC Schalke 04 ein und dann doppelt gegen Hoffenheim. Seine Tore könnten im Finish den Unterschied ausmachen.

Denn dass Mainz (nach dem 2:0-Sieg bei Eintracht Frankfurt), Union (1:1 gegen Schalke) oder Augsburg (1:1 gegen Köln) noch unten reinrutschen, ist eher unwahrscheinlich, obwohl auch diese Mannschaften allesamt keine Bäume ausreißen und ein Negativlauf nicht ausgeschlossen werden kann.

Bremen muss dennoch vor allem darauf vertrauen, dass einer der eigenen Angreifer einen Lauf bekommt, regelmäßig trifft und hinten die Null steht.

Ansonsten wird es nichts mit dem Klassenerhalt des SVW...

Titelfoto: Patrik Stollarz/AFP/Marius Becker/dpa-Pool/dpa

Mehr zum Thema 1. Bundesliga:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0