DFL-Chef Hans-Joachim Watzke kontert Hoeneß und schießt gegen Kritiker: "Arrogante Idioten"

Köln - Deutliche Ansage! Hans-Joachim Watzke (63) hat als Chef der Deutschen Fußball Liga (DFL) wiederholten Forderungen nach einer Abschaffung der 50+1-Regel eine erneute Absage erteilt.

Hans-Joachim Watzke (63) bekräftigte, dass die 50+1-Regel unter seiner Führung nicht abgeschafft wird.
Hans-Joachim Watzke (63) bekräftigte, dass die 50+1-Regel unter seiner Führung nicht abgeschafft wird.  © Federico Gambarini/dpa

Es sei "gar nicht mehr nötig, über 50+1 zu diskutieren", sagte der 63-Jährige der Bild am Sonntag. "Weil es in Deutschland unter meiner Verantwortung als DFL-Aufsichtsratschef in den nächsten Jahren keine Änderung geben wird. Das ist hundertprozentig sicher."

Watzke, auch Geschäftsführer bei Borussia Dortmund, reagierte damit unter anderem auf einen Vorstoß von Uli Hoeneß (70). Der Ehrenpräsident des FC Bayern München hatte zuletzt gemahnt, die Bundesliga werde - mit Ausnahme seines Klubs - unter 50+1 international den Anschluss verlieren.

"Das Faszinierende an Uli Hoeneß' Argumentation ist, dass er anderen Vereinen etwas vorschlägt, den FC Bayern dann aber explizit ausnimmt – diesmal bezogen auf das Aufgeben von 50+1", sagte der BVB-Boss, dessen Meinung "eine andere" sei.

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"Nicht nur Frankfurts Erfolg in der Europa League gibt mir recht, sondern auch die Champions League. Die hat Real Madrid gewonnen – ein glasklarer 50+1-Klub, in dem der Präsident sogar noch von den Mitgliedern gewählt wird."

Hans-Joachim Watzke knöpfte sich auch FC-Liverpool-Legende Dean Saunders vor

Uli Hoeneß (70) plädierte zuletzt für eine Abschaffung der 50+1-Regel - zum Wohle der Bundesliga.
Uli Hoeneß (70) plädierte zuletzt für eine Abschaffung der 50+1-Regel - zum Wohle der Bundesliga.  © Sven Hoppe/dpa

Behauptungen, nach denen mit 50+1 keine Erfolge möglich seien, bezeichnete Watzke als "größten Unfug". So leisteten in der Bundesliga viele Klubs "mit ihren Möglichkeiten großartige Arbeit.

Auf der anderen Seite gibt es international etliche Investorenklubs, die trotz unerschöpflicher Geldquellen die Champions League noch nicht gewonnen haben."

Auch habe die Bundesliga international nicht an Ansehen verloren - obwohl der Wechsel von Sadio Mane (30) vom FC Liverpool nach München in England teilweise abfällig begleitet wurde.

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Der einstige Liverpool-Star Dean Saunders (58) hatte gesagt, Mane werde die Bundesliga "im dritten Gang" und "mit Zigarre im Sessel" bewältigen.

"Es gibt immer irgendwelche arroganten Idioten wie in diesem Fall", sagte der DFL-Chef. "Ich weiß als Vorstand von Europas Klub-Verband ECA, dass der deutsche Fußball nach wie vor eine hohe Reputation hat."

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa, Sven Hoppe/dpa

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