Mit Knaller-Kostic auf Königsklassen-Kurs: Eintracht fegt auch Hoffenheim vom Platz

Sinsheim - Eintracht Frankfurt unschlagbar? So scheint es zumindest nach dem 20. Bundesliga-Spieltag, an dem die Hessen am Sonntagnachmittag mit 3:1 (1:0) bei der TSG 1899 Hoffenheim gewannen. Für die Mannen vom Main war es die neunte Partie in Serie ohne Niederlage (sieben Siege, zwei Remis).

Filip Kostic (l.) bereitete den 3:1-Endstand für Eintracht Frankfurt von André Silva gegen die TSG 1899 Hoffenheim vor.
Filip Kostic (l.) bereitete den 3:1-Endstand für Eintracht Frankfurt von André Silva gegen die TSG 1899 Hoffenheim vor.  © dpa/Uwe Anspach

Vor leeren Rängen in der PreZero Arena brachte Filip Kostic die SGE mit 1:0 in Führung (15.), ehe Ihlas Bebou kurz nach dem Seitenwechsel zum 1:1 ausglich (47.). Evan N'dicka (62.) und André Silva (64.) schlugen binnen kürzester Zeit zurück und sorgten für den 3:1-Endstand der Adlerträger.

Für den Trainer der Hessen, Adi Hütter, gab es nach dem 3:1 gegen Hertha BSC nur wenig Anlass zum Wechseln. Einzig der nach Verletzung wieder genesene Erik Durm nahm seinen Platz auf der rechten Außenbahn ein. Aymen Barkok musste dafür weichen.

Die klare 1:4-Niederlage beim FC Bayern München veranlasste 1899-Coach Sebastian Hoeneß gleich zu drei Umstellungen. Kevin Vogt, Bayern-Leihgabe Chris Richards und Ishak Belfodil verdrängten Havard Nordtveit, Kasim Adams und Bebou.

Zwar versuchte sich die Truppe vom Riederwald spielerisch über den Rasen zu kombinieren, dies unterbanden die Hausherren jedoch sehr erfolgreich mit einer hohen Pressing-Linie. Davon ließ sich das Hütter-Team aber nicht allzu lange beeindrucken.

Nach einem Abschlag von TSG-Keeper Oliver Baumann landete das Spielgerät direkt bei Amin Younes, der klasse auf Kostic durchsteckte. Der stürmte schließlich mutterseelenallein auf den Kasten des Gegners zu und netzte mit einem Schuss aus ziemlich spitzem Winkel früh zur Führung für die Eintracht ein (15.).

Mit dieser Startelf ging die TSG 1899 Hoffenheim in die Partie gegen Eintracht Frankfurt

Die Startaufstellung von Eintracht Frankfurt beim Gastspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim

Auftakt nach Maß: Filip Kostic bringt Eintracht Frankfurt bei der TSG 1899 Hoffenheim früh in Führung

Ihlas Bebou (2.v.r.) erzielte das zwischenzeitliche 1:1 für die TSG 1899 Hoffenheim gegen Eintracht Frankfurt.
Ihlas Bebou (2.v.r.) erzielte das zwischenzeitliche 1:1 für die TSG 1899 Hoffenheim gegen Eintracht Frankfurt.  © dpa/Uwe Anspach

Von hier an hatten die Frankfurter die Partie weitestgehend unter Kontrolle, auch weil die Offensivbemühungen der Platzherren in letzter Instanz zu fehlerbehaftet waren. Gefährliche Torabschlüsse blieben aber nach einem absolvierten Drittel des Spiels auch vonseiten der "launigen Diva" weiter aus.

Zwar traf Daichi Kamada mit einem Kopfball ins Tor - der Japaner stand dabei jedoch recht klar im Abseits (32.). Nicht in der verbotenen Zone stand hingegen kurz darauf Martin Hinteregger. Doch sein Versuch mit dem Kopf nach einem Kostic-Freistoß war letztlich zu unpräzise (34.).

Dabei beließen es die beiden Teams dann vorerst, bis sie von Schiedsrichter Daniel Siebert in Richtung der Kabinen geschickt wurden.

Zum Auftakt in Halbzeit zwei ersetzte Bebou den blass gebliebenen Christoph Baumgartner - und das machte sich umgehend bezahlt.

Die Eintracht war noch gar nicht wieder richtig auf dem Platz, da tankte sich der togoische Nationalspieler nach Zuspiel von Andrej Kramarić bis vor den Kasten von Kevin Trapp durch, ließ zuvor Hinteregger und Makoto Hasebe alt aussehen und verwandelte schließlich zum 1:1-Ausgleich (47.).

Evan N'dicka und André Silva köpfen Eintracht Frankfurt bei der TSG 1899 Hoffenheim zum Sieg!

Eintracht Frankfurts Filip Kostic (2.v.r.) feiert mit seinen Teamkollegen seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 bei der TSG 1899 Hoffenheim. Zudem bereitete der Serbe zwei Treffer vor.
Eintracht Frankfurts Filip Kostic (2.v.r.) feiert mit seinen Teamkollegen seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 bei der TSG 1899 Hoffenheim. Zudem bereitete der Serbe zwei Treffer vor.  © dpa/Uwe Anspach

Der frühe Ausgleich tat den Kraichgauern richtig gut. Während die SGE deutlich am Gegentreffer zu knabbern hatte, war die Hoeneß-Elf nun vorerst taktgebend.

Das passte den Herren N'dicka und Silva aber offenbar so gar nicht. Erst stellte der junge Franzose die Führung für die Eintracht per Distanz-Kopfball wieder her (62.), ehe Frankfurts Topscorer nach schnellem Konter - ebenfalls mit dem Schädel - auf 3:1 erhöhte (64.). Beide Male bereitete der glänzend aufgelegte Kostic vor.

Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken kehrte auch die Souveränität ins SGE-Spiel zurück, die Ball und Gegner gekonnt laufen ließ. Zeitgleich hatte der eingewechselte Sebastian Rode die große Chance aufs vorentscheidende 4:1. Letztlich suchte er aber fälschlicherweise die Vorlage für Silva anstelle eines eigenen Abschlusses (75.).

Kurz darauf scheiterte Silva mit seinem Schuss im Anschluss an einen Bilderbuch-Konter am gut reagierenden Baumann (82.). Es sollte das letzte Highlight in dieser Partie geblieben sein. Die Frankfurter schielen nach dem verdienten Auswärtssieg weiter in Richtung des internationalen Geschäfts.

Der 21. Bundesliga-Spieltag gestaltet sich für beide Kontrahenten wie folgt: Die Eintracht empfängt am Sonntag (14. Februar/15.30 Uhr) den 1. FC Köln, während die TSG bereits am Samstag (13. Februar/15.30 Uhr) bei Borussia Dortmund gefragt ist.

Titelfoto: dpa/Uwe Anspach

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