Keine Jovic-Show: Eintracht verpasst in Freiburg den fünften Sieg in Serie

Freiburg - Kein Sieger im Duell der Mannschaften der Stunde! Nach vier Siegen in Folge kam Eintracht Frankfurt beim zuletzt stark aufspielenden SC Freiburg nicht über ein 2:2 (1:1)-Remis am letzten Hinrunden-Spieltag der Bundesliga hinaus.

Die Spieler von Eintracht Frankfurt bejubeln den zwischenzeitlichen Treffer von Amin Younes zum 1:0 beim SC Freiburg.
Die Spieler von Eintracht Frankfurt bejubeln den zwischenzeitlichen Treffer von Amin Younes zum 1:0 beim SC Freiburg.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Im leeren Schwarzwald-Stadion erzielte Amin Younes das 1:0 für die "Adlerträger" (6.), ehe Roland Sallai (32.) und Nils Petersen (63.) die Partie zum 2:1 zugunsten der Hausherren drehten. Keven Schlotterbeck traf schließlich zum 2:2 ins eigene Tor (75.) und besorgte damit den Endstand.

SGE-Coach Adi Hütter hatte nach dem 3:1-Erfolg gegen den FC Schalke 04 nur wenig Anlass zum Wechseln: Tuta ersetzte den abgewanderten Kapitän David Abraham, Almamy Touré übernahm die rechte Abwehrseite von Erik Durm. Matchwinner Luka Jovic nahm hingegen erneut auf der Bank Platz.

SC-Übungsleiter Christian Streich stellte seine Startformation nach der knappen 1:2-Schlappe beim FC Bayern München ebenfalls auf zwei Positionen um. Janik Haberer und Lucas Höler rückten für den gelbgesperrten Nicolas Höfler und den verletzten Baptiste Santamaria in die erste Elf.

Die Gäste legten umgehend los wie die Feuerwehr und münzten die allererste gefährliche Szene in die Führung um. Djibril Sow steckte zum Zunge schnalzen schön auf Younes durch, der seinen Gegenspieler Manuel Gulde zunächst noch filigran austanzte und schließlich einnetzte - ein Traumstart für die Hessen (6.)!

Und der Sturmlauf der SGE nahm vorerst kein Ende: es folgten vielversprechende Gelegenheiten für Aymen Barkok (10.) und Sow (12.). Nach zwei Freiburger Torannäherungen durch Ermedin Demirovic und Christian Günter (beide 13.) ging es dann erst einmal etwas ruhiger auf dem Rasen zu.

So stellte FC-Freiburg-Trainer Christian Streich gegen Eintracht Frankfurt auf

Eintracht Frankfurt geht mit zwei Änderungen in das Gastspiel beim SC Freiburg

Eintracht Frankfurt geht früh in Front, Roland Sallai gleicht für den SC Freiburg aus

Eintracht Frankfurts Djibril Sow (l.) beobachtet Mannschaftskamerad Tuta (v.-l-) im Zweikampf mit Lucas Höler vom SC Freiburg.
Eintracht Frankfurts Djibril Sow (l.) beobachtet Mannschaftskamerad Tuta (v.-l-) im Zweikampf mit Lucas Höler vom SC Freiburg.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Gerade als man das Gefühl hatte, dass die Eintracht die Partie voll und ganz im Griff habe, folgte der Gegenschlag der Mannen aus dem Breisgau.

Eine Lücke im Frankfurter Defensivverbund nutzte Demirovic für einen schönen Pass in Richtung des freistehenden Sallai, der das Leder schließlich eiskalt an SGE-Keeper Kevin Trapp vorbei lupfte (32.) - der 1:1-Ausgleich der Platzherren kam mehr oder weniger aus dem Nichts.

Nur wenig später hätten André Silva und auch Martin Hinteregger die Führung umgehend zurückerobern können. Doch weder der wuchtige Schuss des Portugiesen, noch der starke Kopfball des Österreichers nach der anschließenden Ecke konnten SC-Keeper Florian Müller überwinden (beide 39.).

Nach einem kurzen Schreckmoment für die Hütter-Elf infolge eines abgefälschten Distanzschusses von Günter (43.) war vorerst Schluss. Mit jeweils einem Tor auf jeder Seite schickte Schiedsrichter Guido Winkmann die Kontrahenten in die Kabinen.

Kaum war das Spielfeld wieder betreten, hätte Daichi Kamada direkt nach seiner Einwechslung das 2:1 für die Eintracht erzielen müssen. Doch nachdem ihn ein feiner Pass im Fünfmeterraum gefunden hatte, traf er den Ball nicht richtig - die Gelegenheit war vertan (46.).

Nils Petersen trifft für Freiburg, Keven Schlotterbeck gleicht per Eigentor für Eintracht Frankfurt aus

Die Spieler des SC Freiburg bejubeln den Treffer durch Roland Sallai zum 1:1 gegen Eintracht Frankfurt.
Die Spieler des SC Freiburg bejubeln den Treffer durch Roland Sallai zum 1:1 gegen Eintracht Frankfurt.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Im Gegenzug die erste Chance in Durchgang zwei für den Sport-Club: Italiens Nationalspieler Vincenzo Grifo schickte die Pille per Freistoß in Richtung des Schienbeins von Schlotterbeck, der den Kasten von Trapp aber knapp verfehlte (48.).

Besser machte es der wohl beste "Joker" der Fußball-Geschichte: Nach einem Eckball schaffte es die Frankfurter Hintermannschaft zunächst nicht, das Spielgerät effektiv zu klären. Schließlich landete es bei Petersen, der aus der Drehung abzog und ins lange Eck traf (63.) - für den Edel-Reservisten war es Treffer Nummer 29 nach einer Einwechslung!

Nun wurde es höchste Zeit für Jovic, der Makoto Hasebe in Spielminute 66 ersetzte. Für den Ausgleich sorgte aber ein anderer. Nach einem Freistoß chippte Filip Kostic das Leder in den Strafraum, wo Kamada einfach mal abzog und Schlotterbeck traf, der letztlich ins eigene Tor abfälschte (75.).

Zwar lag eine Entscheidung zugunsten einer der Mannschaften in der Schlussviertelstunde stets in der Luft, der Lucky Punch blieb jedoch aus. Somit endete die Partie mit einer durchaus gerechten Punkteteilung.

Schon am Samstag (23. Januar/15.30 Uhr) empfangen die Breisgauer den VfB Stuttgart. Zeitgleich ist die Eintracht bei Arminia Bielefeld zu Gast.

Titelfoto: Philipp von Ditfurth/dpa

Mehr zum Thema 1. Bundesliga:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0