Kein Offensiv-Feuerwerk: Eintracht und VfB teilen nach kampfbetontem Match die Punkte

Frankfurt am Main - Bobic-Abgang, Champions-League-Druck, wird das jetzt alles zum Thema? Eintracht Frankfurt ist am 24. Bundesliga-Spieltag nicht über ein 1:1 (0:0) gegen den VfB Stuttgart hinausgekommen und tritt im Kampf um die Königsklassen-Plätze weiter auf der Stelle.

Eintracht Frankfurts André Silva (r.) beobachtet, wie Teamkollege Makoto Hasebe (l.) versucht Tanguy Coulibaly vom VfB Stuttgart zu stoppen.
Eintracht Frankfurts André Silva (r.) beobachtet, wie Teamkollege Makoto Hasebe (l.) versucht Tanguy Coulibaly vom VfB Stuttgart zu stoppen.  © dpa/Thomas Frey

Im leeren Deutsche Bank Park brachte Sasa Kalajdzic die Gäste mit 1:0 in Front (68.), ehe Filip Kostic kurz darauf zum 1:1 ausglich (70.).

Nach der 1:2-Niederlage beim SV Werder Bremen stellte SGE-Trainer Adi Hütter seine Startelf - vor allem verletzungsbedingt - auf drei Positionen um: Tuta (Probleme im Gesäßbereich), Daichi Kamada (Hexenschuss) und Sebastian Rode (Bank) machten Platz für Evan Ndicka, Stefan Ilsanker und Luka Jovic, der somit die lang geforderte Doppelspitze mit André Silva komplettierte.

Stuttgarts Coach Pellegrino Matarazzo sah sich nach dem souveränen 5:1-Erfolg gegen den FC Schalke 04 nur zu einem Wechsel genötigt. Gonzalo Castro wurde von Tanguy Coulibaly ersetzt.

Die ersten Minuten brachten durchaus leichte Vorteile für die Schwaben mit sich, die den Frankfurtern durch frühes Pressing nur wenig Raum zur Entfaltung gaben. Somit verzeichneten die Gäste folgerichtig auch den ersten, zugegebenermaßen nur mäßig gefährlichen Abschluss durch Coulibaly für sich (2.).

Ähnlich wenig Schrecken verbreitete eine Kopfballchance durch Amin Younes nach Vorarbeit von Kostic (4.). In der Folge wurde das Spiel mehr und mehr zum Abnutzungskampf: Viele Zweikämpfe prägten das Geschehen auf dem Feld, vor den beiden Toren passierte praktisch nichts.

Die Startaufstellung von Eintracht Frankfurt gegen den VfB Stuttgart

So ging der VfB Stuttgart in das Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt

Abnutzungskampf und konzentrierte Defensivleistungen von Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart

Eintracht Frankfurts Evan Ndicka (r.) holt Silas Wamangituka vom VfB Stuttgart unsanft und regelwidrig von den Beinen.
Eintracht Frankfurts Evan Ndicka (r.) holt Silas Wamangituka vom VfB Stuttgart unsanft und regelwidrig von den Beinen.  © dpa/Thomas Frey

Und auch nach über einer halben Stunde Spielzeit konnten sich lediglich die Abwehrreihen beider Formationen lobend auf die Schulter klopfen. Weder die Frankfurter Doppelspitze, noch die jungen, wilden Stuttgarter Angreifer setzten sich bis hierhin sehenswert in Szene.

Die wohl beste Chance der bisherigen Partie hatten schließlich die Adlerträger. Nach schönem Zusammenspiel landete das Leder auf Kostics linker Außenbahn. Mit seiner flachen Hereingabe fand er den Fuß von Silva, der seinen Abschluss aber nicht ausreichend platzierte und VfB-Schlussmann Gregor Kobel somit das Leben recht leicht machte (43.).

Mit diesem gern gesehenen Highlight in einer ansonsten bis dato chancenarmen Partie fand der erste Durchgang kurz darauf sein Ende.

Den besseren Start in den zweiten Spielabschnitt erwischten zweifelsohne die engagierten Schwaben. Dies mündete in einer Topchance nach einer Ecke von Borna Sosa. Den anschließenden Kopfball setzte Konstantinos Mavropanos jedoch knapp über das Tor (53.) - da wäre mehr drin sein gewesen!

Auf der anderen Seite zappelte der Ball dann im Netz. Doch vor Kostics Abschluss stand Jovic denkbar knapp im Abseits, weshalb der Videoschiedsrichter die vermeintliche Führung der Hausherren annullierte (55.).

Sasa Kalajdzic und Filip Kostic bringen zuvor müde Partie plötzlich in Schwung

Filip Kostic (M.) bejubelt seinen Treffer zum 1:1 gegen den VfB Stuttgart mit seinen Teamkollegen von Eintracht Frankfurt.
Filip Kostic (M.) bejubelt seinen Treffer zum 1:1 gegen den VfB Stuttgart mit seinen Teamkollegen von Eintracht Frankfurt.  © dpa/Thomas Frey

Davon fühlten sich die Mannen vom Stadtwald scheinbar ein Stück weit angespornt. Schnörkellos landete die Pille über Younes und Jovic bei Silva, der ohne lange Vorlaufzeit abzog. Aber erneut konnte Kobel sicher parieren (64.).

Nun überschlugen sich die Ereignisse. Nach einem langen Ball von Marc-Oliver Kempf hatte Kalajdzic das bessere Ende gegen Martin Hinteregger und Kevin Trapp für sich und erzielte die Stuttgarter Führung (68.). Praktisch im direkten Gegenzug folgte darauf die Frankfurter Reaktion.

Ein abgefälschter Schuss von Jovic fiel Kostic direkt vor der Füße - und der verwandelte nahezu identisch wie noch wenige Minuten zuvor, diesmal jedoch regelkonform - 1:1 (70.). In den Schlussminuten legten die Platzherren nochmal einen Gang zu, kamen durch Ilsanker (86.) und Jovic (87.) zu ordentlichen Chancen.

All dies brachte am Ende aber nichts mehr, für die Hessen reichte es letztlich nur zu einem gewonnen Punkt im Kampf um die Königsklasse.

Die nächsten Begegnungen der beiden Kontrahenten: Am Sonntag (14. März, 15.30 Uhr) ist die Eintracht bei RB Leipzig zu Gast, während der VfB am gleichen Abend (18 Uhr) die TSG 1899 Hoffenheim empfängt.

Titelfoto: dpa/Thomas Frey

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