Bittere Eintracht-Pleite trotz Führung: Frankfurter Höhenflug endet in Bremen

Bremen - Bitterer Dämpfer im Kampf um die Champions-League-Plätze! Eintracht Frankfurt verlor zum Auftakt des 23. Spieltages der Bundesliga am Freitagabend beim SV Werder Bremen mit 1:2 (1:0). Für die Hessen war es die erste Pleite nach zuletzt elf Partien ohne Niederlage in Serie.

Kaum wieder auf dem Platz, schon wieder getroffen: Eintracht Frankfurts André Silva (r.) erzielte das zwischenzeitliche 1:0 beim SV Werder Bremen.
Kaum wieder auf dem Platz, schon wieder getroffen: Eintracht Frankfurts André Silva (r.) erzielte das zwischenzeitliche 1:0 beim SV Werder Bremen.  © dpa/Carmen Jaspersen

Mit Flutlicht aber ohne Zuschauer brachte André Silva die Gäste im Bremer Weserstadion mit 1:0 in Führung (9.), ehe Theodor Gebre Selassie (47.) und Josh Sargent (62.) auf 2:1 für Werder stellten und den Grün-Weißen somit den Heimsieg sicherten.

Nach dem sensationellen 2:1-Erfolg gegen den FC Bayern München durfte SGE-Coach Adi Hütter wieder auf Top-Torjäger Silva bauen, der nach überstandenem Hexenschuss für Luka Jovic stürmte.

Zudem rückten der ebenfalls wiedergenesene Erik Durm sowie Djibril Sow nach abgesessener Gelbsperre für Almamy Touré und Evan N'dicka (Gelbsperre) in die erste Elf.

Bei den Gastgebern setzte Übungsleiter Florian Kohfeldt in der Startformation nur auf einen neuen Mann im Vergleich zur 0:4-Klatsche bei der TSG 1899 Hoffenheim. Leonardo Bittencourt wurde durch Romano Schmid ersetzt.

Schon früh übernahmen die Mannen vom Stadtwald die Kontrolle über das Spiel - und das zahlte sich direkt aus. Nach einem Eckball von Amin Younes, der in seiner Entstehung durchaus fragwürdig war, und einer Flanke von Filip Kostic, hatte Silva im Kopfballduell mit Ömer Toprak das bessere Timing und netzte früh zur Frankfurter Führung ein (9.).

Bei den Werderanern hinterließ dieser frühe Treffer seine Spuren. Kaum Zug nach vorne, wenig Ideen und obendrauf viele Abspielfehler unterstrichen den bis dahin harmlosen Auftritt der Hausherren.

So startete der SV Werder Bremen in das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt

Die Startaufstellung von Eintracht Frankfurt beim SV Werder Bremen

Eintracht Frankfurt geht dank André Silva früh beim SV Werder Bremen in Führung

Eintracht Frankfurts Tuta (l.) im Zweikampf mit Kevin Möhwald vom SV Werder Bremen.
Eintracht Frankfurts Tuta (l.) im Zweikampf mit Kevin Möhwald vom SV Werder Bremen.  © dpa/Carmen Jaspersen

Dann kam der SVW dank einer Standardsituation zur ersten ordentlichen Torchance: Einen wuchtigen, aber auch zu mittig angesetzten Freistoß aus zentraler Position von Milot Rashica konnte Kevin Trapp soeben noch abwehren (26.).

Nur wenige Sekunden später behielt der SGE-Keeper erneut die Oberhand im Eins-gegen-Eins mit Rashica, der zuvor aber im Abseits gestanden hatte (27.). Die nächste Bremer Chance, der nächste Rashica-Auftritt.

Auf der rechten Seite setzte sich der kosovarische Nationalspieler gut gegen Martin Hinteregger und Makoto Hasebe durch, seinen feinen Schlenzer setzte er aber nur an die Oberkante der Latte (34.) - Glück für die Eintracht, die zusehends die Zügel aus der Hand gab.

Die knappe Führung retteten die Hessen dennoch bis in die Halbzeitpause. Das änderte sich nach dem Seitenwechsel aber schnell. Nach einem feinen Zuspiel von Rashica fand sich Gebre Selassie in aussichtsreicher Schussposition wieder und lenkte das Spielgerät gekonnt ins lange Eck an Trapp vorbei (47.). Erst ein kurzer Check des Videoschiedsrichters bestätigte die Gültigkeit des Treffers.

Kurz darauf stand der Videoschiedsrichter wieder kurz im im Fokus, der abermals ein Bremer Tor bestätigte. Erneut steckte der überragende Rashica stark auf Sargent durch, der das Spiel zugunsten der Nordlichter drehte (62.).

Theodor Gebre Selassie und Josh Sargent drehen die Partie, Frankfurt verliert erstmals seit Dezember

Bremens Marco Friedl (r.) im Zweikampf mit Eintracht Frankfurts André Silva.
Bremens Marco Friedl (r.) im Zweikampf mit Eintracht Frankfurts André Silva.  © dpa/Carmen Jaspersen

Mit der Führung im Rücken setzten die Gastgeber auf schnelle Gegenangriffe und blieben weiter gefährlich, während die Frankfurter weiterhin nicht zurück ins Spiel fanden.

Zum Auftakt in die Schlussviertelstunde prüfte Kostic Jiri Pavlenka aus der Distanz, der Werder-Keeper parierte jedoch glänzend (75.). Und auch rund 60 Sekunden später hatte Pavlenka noch eine Hand beim Abschluss von Silva am Leder (76.).

Letztlich kochten die Emotionen kurzzeitig ein wenig über: Infolge eines Foulspiels von Marco Friedl an Silva kam es zu einer hitzigen Rudelbildung, in die nahezu alle 22 Akteure auf dem Feld involviert waren.

Zwar wurde in der Folge auch noch ein wenig Fußball gespielt, die vorhandenen Emotionen brachte die Eintracht aber nicht mehr effektiv auf den Platz. Am Ende stand die erste Niederlage seit Dezember 2020.

Während die Adler am kommenden Spieltag den VfB Stuttgart empfangen (Samstag, 6. März, 15.30 Uhr), ist Bremen zunächst am Dienstag (2. März, 18.30 Uhr) im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Jahn Regensburg gefordert, ehe es am Sonntag (7. März, 15.30 Uhr) beim 1. FC Köln an den Start geht.

Titelfoto: dpa/Carmen Jaspersen

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