Eskalation droht: Jetzt kündigen die Ultras dem DFB Spielabbrüche an!

Frankfurt - Kommt es nun im Zwist zwischen dem Deutschen Fußballbund (DFB) und der deutschen Ultra-Szene zur Eskalation?

Mönchengladbacher Ultras zeigen ein Transparent mit dem Konterfei von Dietmar Hopp. Diese Form des Protestes hält aktuell Einzug in den deutschen Stadien.
Mönchengladbacher Ultras zeigen ein Transparent mit dem Konterfei von Dietmar Hopp. Diese Form des Protestes hält aktuell Einzug in den deutschen Stadien.  © Roland Weihrauch/dpa

Am vergangenen Wochenende wurde die Partie zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem FC Bayern München zu einem historischen Ereignis. 

Nachdem die Bayern-Ultras sich den Hopp-Schmähungen in Form von diskriminierenden Bannern anschlossen, platzte den Verantwortlichen und Spielern des Rekordmeisters der Kragen. Der Rest ist hinlänglich bekannt.

Alle Klubs stellten sich in der Folge demonstrativ hinter Hopp und gegen jegliche Form der Diskriminierung im Fußball. 

Gerade im Hinblick auf den Vorwurf der Fans, der DFB hätte mit der Kollektivstrafe gegen die BVB-Fans sein Wort gebrochen, herrscht nun eine äußerst angespannte Stimmung. (Hier zum DFB zum Thema Zuschauerausschluss)

Jetzt drohen die Ultras mit provozierten Spielabbrüchen dem Verband. In einem Schreiben des Zusammenschlusses "Fanszenen Deutschlands" verleihen sie ihrem Unmut und Protest Ausdruck. Der Organisation wohnen zahlreiche deutsche Ultra-Gruppen bei.

Ultras attackieren DFB scharf

Schiedsrichter Christian Dingert (M) spricht mit Spielern von Hoffenheim und München, während die Münchner Fans auf der Tribüne ein Banner mit der Aufschrift "Hopp bleibt ein Hurensohn" zeigen.
Schiedsrichter Christian Dingert (M) spricht mit Spielern von Hoffenheim und München, während die Münchner Fans auf der Tribüne ein Banner mit der Aufschrift "Hopp bleibt ein Hurensohn" zeigen.  © Michael Probst/AP/dpa

In der Stellungnahme "Kollektivstrafen zum 'Schutze' eines Milliardärs – der DFB zeigt erneut sein wahres Gesicht" wird der DFB scharf attackiert und gezielt mit Abbrüchen gedroht: "Wir Fans werden die Praxis vom letzten Spieltag nicht einfach so hinnehmen und im Zweifel weiter Unterbrechungen und auch Abbrüche in Kauf nehmen."

Weiterhin ist die Rede von einer Art "Paralleljustiz" und einer "verfassungswidrigen Art der Bestrafung", welche dem demokratischen Verständnis der Ultras nicht entspräche.

Außerdem steht in fettgedruckten Lettern, dass man "Die wirklich hässlichen Gesichter des Fußballs bekämpfen" wolle.

Außerdem versteht man sich als "Basis und die Seele des Fußballs und wir lassen uns weder von Kollektivstrafen, noch von Spielunterbrechungen davon abhalten, für unsere Sache einzustehen", so in dem Schreiben weiter.

Es bleibt abzuwarten, ob es am Wochenende dann tatsächlich zu Abbrüchen in den deutschen Fußballstadien kommt. Vom DFB gibt es bislang noch keine Reaktion.

Wird es dem neuen DFB-Präsidenten, Fritz Keller, gelingen mit dem Verband und den Fans einen Konsens finden zu können?
Wird es dem neuen DFB-Präsidenten, Fritz Keller, gelingen mit dem Verband und den Fans einen Konsens finden zu können?  © : Patrick Seeger/dpa

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