Esswein vereinslos: Ex-Dynamo und Herthaner hofft auf erneutes Bundesliga-Engagement!

Deutschland - Er hofft auf ein weiteres Engagement in der 1. Bundesliga! Alexander Esswein (30) ist seit dem 1. Juli vereinslos, nachdem sein Vertrag bei Hertha BSC ausgelaufen war und nicht verlängert wurde.

Der Vertrag von Alexander Esswein (30) bei Hertha BSC wurde nicht verlängert. Der Angreifer befindet sich daher auf Vereinssuche.
Der Vertrag von Alexander Esswein (30) bei Hertha BSC wurde nicht verlängert. Der Angreifer befindet sich daher auf Vereinssuche.  © Picture Point / Sven Sonntag

Zwar kam der ehemalige Angreifer von Dynamo Dresden bei der Alten Dame in der vergangenen Saison nur zu sieben Liga-Einsätzen, fünf davon allerdings im Saisonfinish unter dem neuen Hertha-Coach Bruno Labbadia.

Den "guten Trainer" lobte er im Interview mit transfermarkt.de auch für die Art und Weise der Trennung: "Bruno Labbadia hat mir das in einem Gespräch klar gesagt. Wir hatten immer einen offenen Austausch. Er sagte mir: Du siehst ja selbst, dass die Konkurrenz sehr groß ist. Und es würden bestimmt noch einige Transfers getätigt werden. Damit war ich auch absolut einverstanden. Er hat mir ganz offen gesagt, wie er die Situation sieht. Ich bin ein Stück weit dankbar, dass er das so ehrlich kommuniziert hat."

Denn so hatte Esswein Planungssicherheit und wusste frühzeitig, dass es für ihn bei Hertha nicht weitergeht. 

Der Vater zweiter Kinder will ohnehin auf die richtige Offerte warten: "Bei vielen Spielern, die wie ich ablösefrei sind, dauert es jetzt länger. Das Transferfenster ist bis zum 5. Oktober geöffnet. In der aktuellen Phase muss ich viel Geduld haben – aber die habe ich auch. Ich kann die Situation ganz gut einschätzen. Deswegen verfalle ich nicht in Hektik oder Panik."

Er sei auch für einen Transfer ins Ausland offen. Er stellte aber auch klar: "Wenn ich in Deutschland bleibe, habe ich den Anspruch, weiterhin in der Bundesliga spielen zu wollen. Das ist nach dieser Saison nicht ganz einfach, das ist mir auch klar." Eine Hintertür lässt er sich auch offen: "Unter bestimmten Umständen und wenn der Verein zu mir passt, würde ich auch in der 2. Liga spielen. Die 3. Liga würde für mich im Moment nicht infrage kommen."

Alexander Esswein stieg mit Dynamo Dresden in die 2. Bundesliga auf

Alexander Esswein (30) hatte 2010/11 mit 17 Toren und acht Vorlagen in 33 Einsätzen großen Anteil an Dynamo Dresdens Aufstieg in die 2. Bundesliga.
Alexander Esswein (30) hatte 2010/11 mit 17 Toren und acht Vorlagen in 33 Einsätzen großen Anteil an Dynamo Dresdens Aufstieg in die 2. Bundesliga.  © Lutz Hentschel

Damit dürfte Dynamo aus dem Rennen sein. Hier bewies er in der Saison 2010/11 seine Qualitäten in seiner ersten Saison im Profibereich. Für die SGD erzielte der pfeilschnelle Angreifer in 31 Spielen 17 Tore, gab acht direkte Vorlagen und durfte nach der dramatischen Aufstiegsrelegation gegen den VfL Osnabrück den Aufstieg in die 2. Bundesliga feiern.

Ob ein Erstligist ihn nun in so unsicheren und finanziell schwierigen Zeiten verpflichten will, ist allerdings zweifelhaft. Denn dass Esswein sich über neun Jahre in Deutschlands Fußball-Eliteklasse gehalten ist, ist erstaunlich. Schließlich war er als Offensivmann in 196 Bundesliga-Spielen an lediglich 29 Toren direkt beteiligt (14 Treffer, 15 Vorlagen) und konnte seine Qualitäten viel zu selten zeigen. 

Esswein, der auch beim 1. FC Kaiserslautern und 1. FC Nürnberg spielte, gab zu: "Es gab losen Kontakt zu einem der Vereine." Um welchen der drei Klubs es sich handelte, sagte er aber nicht. Deshalb sollte es für ihn es nach seinem "turbulentesten Fußballjahr" im Vordergrund stehen, sich ein ruhigeres Umfeld zu suchen, als es in der abgelaufenen Saison bei Hertha der Fall war.

Angesprochen auf den Abgang von Jürgen Klinsmann meinte der Angreifer vielsagend: "Ich persönlich empfinde nachtreten als unterste Schublade. Ich selbst möchte nicht nachtreten, weil das gegen meine Prinzipien verstoßen würde. Aber die Art des Abgangs sagt vieles über einen Menschen aus, denke ich. Hals über Kopf den Verein zu verlassen und die Mannschaft so im Stich zu lassen, war nicht korrekt. Es war ein kurzes Intermezzo. Wie er sich verhalten hat, war meiner Meinung nach den Spielern und Mitarbeitern gegenüber nicht gerecht."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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