FC Bayern nach Pokal-Sieg: Immer mehr wie ein Triple-Kandidat

München - 14 Pflichtspiele, keine Niederlage: Der FC Bayern München wird mehr und mehr zu einem echten Triple-Kandidaten. Trotz personeller Nöte gelang mit dem 1:0 beim FC Schalke 04 der Einzug in das Halbfinale des DFB-Pokals.

Der FC Bayern München liegt in allen Wettbewerben derzeit voll auf Kurs.
Der FC Bayern München liegt in allen Wettbewerben derzeit voll auf Kurs.  © Bernd Thissen/dpa

Ein Spaziergang war es diesmal nicht, aber dennoch eine klare Sache. Im Stil einer Spitzenmannschaft, die auch weniger gute Spiele souverän abwickelt, besiegten die Bayern den Gegner aus Gelsenkirchen und zog zum 31. Mal in das Halbfinale des Pokals ein.

"Wir sind total in der Spur", befand Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Für die Schalker bleiben die Münchner in dieser Saison eine Nummer zu groß. Wie schon bei den beiden Niederlagen in der Bundesliga ging der Revierclub erneut leer aus. 

Die wichtigsten Aspekte der Partie:

Konstanz: Die Stabilität der Münchner ist beeindruckend. Seit nunmehr 14 Pflichtspielen ist das Team von Trainer Hansi Flick ohne Niederlage. 

Nur Anfang Februar gab es im Bundesliga-Spitzenspiel daheim gegen Leipzig ein 0:0, ansonsten ausnahmslos Siege. Mit dem jüngsten Erfolg über Schalke, der trotz vieler verletzter Profis wenig Probleme bereitete, sind die Bayern von der 24. Final-Teilnahme im DFB-Pokal nur noch einen Sieg entfernt. 

Auf die Frage, ob die Münchner in dieser Form ein Triple-Kandidat sind, antwortete Torhüter Manuel Neuer: "Die Möglichkeit besteht. Aber ich werde es jetzt nicht aussprechen. Hochmut kommt vor dem Fall."

Fans halten sich zurück, Joshua Kimmich ist der Mann des Abends

Thomas Müller konnte es beim Duell mit Schalke stellenweise selbst nicht glauben.
Thomas Müller konnte es beim Duell mit Schalke stellenweise selbst nicht glauben.  © Guido Kirchner/dpa

Wechsel: Eher unwahrscheinlich, dass Alexander Nübel nochmals für den FC Schalke spielt. Nach zuletzt schwachen Leistungen wurde er im Pokal-Duell mit seinem künftigen Klub aus München durch U-21-Nationaltorwart Markus Schubert ersetzt, der ihn bereits während seiner Vier-Spiele-Sperre vertreten hatte. 

Nach Fan-Protesten gegen Nübel beim vergangenen Spiel in Köln sah Trainer David Wagner keine andere Möglichkeit: "Für mich war es alternativlos. Alex hat nicht gut gehalten und Fehler gemacht, die er sonst nicht macht. Und mit den ganzen Umständen - wie dem Vereinswechsel - hatte ich nicht das Gefühl, dass er sein Potenzial auf den Platz bringt."

Fans: Trotz der Drohung der Vereinsspitze im Vorfeld, bei Hass-Plakaten und Schmährufen das Spiel unverzüglich abzubrechen, wollten die Schalke-Fans nicht gänzlich auf Proteste verzichten. 

Vor dem Anpfiff waren Spruchbänder mit der Aufschrift: "Dementer Fußball-Bund" - "Zusage gegen Kollektivstrafe vergessen" - "Versucht ihr nun, uns Fans mit Spielabbrüchen zu erpressen" zu sehen. Zudem gab es direkt nach dem Anpfiff Sprechchöre gegen den DFB. Auch zu Beginn der 2. Halbzeit präsentierten die Fans auf der Nordtribüne Spruchbänder.

Bayerns Sportdirektor Salihamidzic war dennoch erleichtert, dass sich die Proteste in Grenzen hielten. "Zu diesem Thema ist alles gesagt. Heute haben wir Fußball gesehen, das soll auch so bleiben. Klar, hatten wir das Thema im Hinterkopf. Aber wir mussten uns auf unseren Job konzentrieren."

Matchwinner: Joshua Kimmich bleibt die Allzweckwaffe der Bayern. Diesmal überzeugte der Nationalspieler als Innenverteidiger - nicht nur wegen seines Siegtreffers in der 40. Minute. 

"Er kann einfach alles. Er hat sich in den letzten Jahren zu einem Führungsspieler und zu einer Persönlichkeit entwickelt. Für mich ist er einer der besten Spieler in Europa", lobte Sportdirektor Salihamidzic.

Der FC Bayern München konnte sich im DFB-Pokal gegen den FC Schalke 04 durchsetzen.
Der FC Bayern München konnte sich im DFB-Pokal gegen den FC Schalke 04 durchsetzen.  © Bernd Thissen/dpa

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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