Gladbachs Abwehr wie eine Schülermannschaft? Hofmann: "Das haben wir viel zu naiv verteidigt"

Mönchengladbach - Eine Pleite dank zweier haarsträubender Abwehrfehler! Borussia Mönchengladbach hätte beim 1. FC Union Berlin nicht verlieren müssen. Und doch standen die Fohlen nach der 1:2-Niederlage erneut mit leeren Händen da.

Union-Angreifer Taiwo Awoniyi (24, 3.v.l.) behauptet gegen die beiden Gladbacher Jordan Beyer (21, l.) und Joe Scally (18, verdeckt) den Ball.
Union-Angreifer Taiwo Awoniyi (24, 3.v.l.) behauptet gegen die beiden Gladbacher Jordan Beyer (21, l.) und Joe Scally (18, verdeckt) den Ball.  © picture alliance/dpa/Andreas Gora

Ganze 18:12 Torschüsse und dazu 67 Prozent Ballbesitz - die Zahlen sprachen eindeutig für die Borussia. Doch entscheidend ist eben die Anzahl der Treffer, und da zogen die Gäste den Kürzeren.

Vor allem, wenn man den Gegner so dazu einlädt! Beim 0:1 ging noch ein individueller Fehler von Jordan Beyer (21) voraus, der den Corona-erkrankten Matthias Ginter (27) in der Innenverteidigung vertrat.

Beyer ließ im Doppelpass mit Christoph Kramer (30) den Ball zu weit nach vorn klatschen und verlor die Kontrolle über das Spielgerät. Berlins Max Kruse (33) stibitzte die Kugel, über die Stationen Genki Haraguchi (30) und Niko Gießelmann (29) landete das Leder im Netz der Gladbacher (22.).

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Das 0:2 resultierte aus einem Konter der Eisernen. Taiwo Awoniyi (24) führte die Pille, legte auf Kruse ab, bekam sie als Steckpass zurück, umkurvte BMG-Keeper Yann Sommer (32) und schob genüsslich ein (41.).

Auffällig: Die mit zurückgeeilten Kramer, Joe Scally (18), und Hannes Wolf (22) hatten ihre Augen nur auf den Ball gerichtet, statt den Gegner in Bedrängnis zu bringen oder ein taktisches Foul zu begehen.

Jonas Hofmann konnte den Fans von Borussia Mönchengladbach immerhin eine frohe Botschaft verkünden

Jonas Hofmann (M.) steht enttäuscht auf dem Spielfeld, während seine Kollegen Jordan Beyer (21, l.) und Ramy Bensebaini (26) konsterniert zu Boden gegangen sind.
Jonas Hofmann (M.) steht enttäuscht auf dem Spielfeld, während seine Kollegen Jordan Beyer (21, l.) und Ramy Bensebaini (26) konsterniert zu Boden gegangen sind.  © picture alliance/dpa/Andreas Gora

Während ein individueller Patzer wie von Beyer immer mal passieren kann, sorgte das kollektive Fehlverhalten vorm 0:2 bei Jonas Hofmann (29) für mehr Unverständnis.

Der Nationalspieler nach der Begegnung bei DAZN: "Allein beim zweiten Tor: Da stehen wir drei gegen zwei und gucken nur zu. Das haben wir viel zu naiv verteidigt."

Im zweiten Durchgang fehlte bei der Elf vom Niederrhein dann der Zug zum Tor. "Wir haben die Köpfe nicht hängen lassen. Wir wollten mehr Tiefe finden, haben versucht durchs Mittelfeld zu kombinieren, aber Union war stark in der Verteidigung und hat gut verschoben", analysierte Hofmann weiter.

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Der Flügelspieler selbst war es dann, der in der ersten Minute der Nachspielzeit noch einmal für Spannung sorgte, indem er den 1:2-Anschlusstreffer markierte. Doch der kam zu spät!

Eine frohe Botschaft konnte der 29-Jährige dann immerhin noch verkünden: Nämlich die, dass er über den Sommer hinaus ein Fohlen bleibt. Hofmann bestätigte dies mit einem kräftigen "Ja".

Zuletzt wurde er mit dem FC Bayern München in Verbindung gebracht. Diese Gerüchte sind somit fürs Erste ad acta gelegt.

Titelfoto: picture alliance/dpa/Andreas Gora (Bildmontage)

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