Ex-VfB-Manager: Diese Gefahr droht nun kleinen Fußball-Clubs in der Corona-Krise

Stuttgart - Auch im Profifußball wird aktuell viel über die Folgen der Corona-Krise diskutiert. Nun äußerte sich Jan Schindelmeiser (56) dazu, der bis 2017 als Sportvorstand beim VfB Stuttgart angestellt war. 

Ehemaliger Sportvorstand des VfB Stuttgart: Jan Schindelmeiser (56).
Ehemaliger Sportvorstand des VfB Stuttgart: Jan Schindelmeiser (56).  © Imago Images / Sportfoto Rudel

Dieser erklärte in einem Interview mit dem "SWR": "Es besteht international die Gefahr, dass die starken Vereine, die am wenigsten betroffen sind, die Situation ausnutzen und die Diamanten der kleineren Clubs klauen werden." 

Mit Diamanten meinte der ehemalige Fußball-Manager große Talente, die von den kleineren Vereinen nicht mehr gehalten werden können. 

Für viele Clubs ist der Verkauf von Nachwuchstalenten sowieso schon existenziell, doch durch die Krise könnte sich die Situation bei manch einem Verein noch verschärfen, da sie dringend Geld zum Überleben brauchen. 

Schindelmeiser geht außerdem davon aus, dass "der Transfermarkt sich natürlich, zumindest für die kommenden zwei Transferperioden, erheblich verändern" wird. Ablösesummen von über 100 Millionen Euro hält der Ex-VfB-Manager für "völlig illusorisch". 

Dazu äußerte sich der aktuelle VfB-Sportdirektor Sven Mislintat zuletzt ähnlich: "Summen in der Spitze von über 150 Millionen Euro in der Vergangenheit wie für Ousmane Dembélé oder Kylian Mbappé kann ich mir aktuell ebenso wenig vorstellen wie weiterhin eine große Anzahl an Transfers über 20 Millionen Euro." (TAG24 berichtete)

Ex-Stuttgarter und ehemaliger Hoffenheimer Schindelmeiser kennt sich aus im Fußballgeschäft

Ex-VfB-Vorstand Schindelmeiser war Manager bei der TSG 1899 Hoffenheim, ehe er 2016 nach Stuttgart kam. Dort war er als Sportvorstand maßgeblich an der Zusammenstellung der Mannschaft beteiligt, die den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga schaffte. Außerdem lotste er den Franzosen und späteren Weltmeister Benjamin Pavard ins Schwabenland. 

Pavard brachte dem VfB im vergangenen Sommer 35 Millionen Euro ein, als er zum FC Bayern wechselte. 

Titelfoto: Imago Images / Sportfoto Rudel

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