Jens Lehmann kritisiert Corona-Politik im Doppelpass scharf!

München - Ex-Fußballprofi Jens Lehmann (50) sorgt mit einer Aussage zur aktuellen Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Maßnahmen für Kontroverse. 

Jens Lehmann übt Kritik an der derzeitigen Corona-Politik.
Jens Lehmann übt Kritik an der derzeitigen Corona-Politik.  © Sven Hoppe/dpa

"Ich glaube, dass wir von Politikern als auch von Virologen nicht so genau Bescheid bekommen, wie es sich eigentlich um das ganze Virus verhält, um die Zahlen", kritisierte der ehemalige Nationaltorhüter am Sonntag in der Sport1-Sendung "Doppelpass".

Man werde mit Zahlen konfrontiert, die noch vor vier Wochen optimal gewesen wären, um eine Lockerung der Corona-Beschränkungen zu erzielen. "Jetzt auf einmal, aus irgendwelchen Gründen, sind sie doch nicht gut genug", führt der 50-Jährige aus.

Jens Lehmann begründet seine Kritik mit einer Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die in ihrem Podcast gesagt hatte, dass die Verdopplungsgeschwindigkeit das Maß aller Dinge sei und "in Richtung von zehn Tagen gehen" müsse.

Lehmann wundert es, dass sich niemand gegen den extremen "Eingriff in unsere Freiheitsrechte" - gemeint sind die Kontakt- bzw. Ausgangsbeschränkungen - auflehnt. 

Bislang wären die Maßnahmen durchaus gut und sinnvoll gewesen, doch nun wäre es nach Ansicht des gebürtigen Esseners an der Zeit für Lockerungen für den Fußball und anderer Wirtschaftszweige. Durch die Maßnahmen gehe "extrem viel kaputt, jeder Tag kostet uns Milliarden". 

Jens Lehmann über die Corona-Krise und Geisterspiele

Jens Lehmann stand in seiner aktiven Karriere unter anderem für den VfB Stuttgart und Schalke 04 im Kasten. (Archiv)
Jens Lehmann stand in seiner aktiven Karriere unter anderem für den VfB Stuttgart und Schalke 04 im Kasten. (Archiv)  © Franz-Peter Tschauner dpa/lnw

Angesichts der geplanten Öffnung von beispielsweise Baumärkten ist es für Lehmann unverständlich, warum man in Fußball-Stadien nicht eine begrenzte Anzahl von Fans lassen sollte. 

"Warum können in einem Stadion wie der Allianz Arena, wo 70.000 Leute reinpassen, nicht 20.000 reingelassen werden?"

Bezüglich einer drohenden Insolvenz von Schalke 04 äußerte sich der Ex-Königsblaue optimistisch. 

"Schalke wird niemals am Ende sein. Wir haben schon Situationen erlebt, wo man hätte denken können, jetzt wird es wirklich sehr eng. Aber davon sind sie weit entfernt", ist sich Lehmann sicher.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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