Mentale und körperliche Konsequenzen: So geht's für Gladbach nach der Bayer-Niederlage weiter

Mönchengladbach - Eine Niederlage mit Folgen! Die 0:4-Pleite bei Bayer 04 Leverkusen wird Borussia Mönchengladbach auch die nächsten Tage, Wochen und Monate noch begleiten. Sowohl mental als auch physisch!

Fohlen-Trainer Adi Hütter (51, graues Poloshirt) muss mit ansehen, wie sein Angreifer Marcus Thuram (24) mit einem Eisbeutel am Knie (Kreis) den Platz verlässt.
Fohlen-Trainer Adi Hütter (51, graues Poloshirt) muss mit ansehen, wie sein Angreifer Marcus Thuram (24) mit einem Eisbeutel am Knie (Kreis) den Platz verlässt.  © picture alliance/dpa/Marius Becker

Zum einen fühlte sich das Ergebnis wie eine Tracht Prügel an. Als einen "ernüchternden Tag" betitelte Gladbach-Coach Adi Hütter (51) den Samstagabend, an dem sein Team sang- und klanglos in Leverkusen untergegangen war.

Doch im Leben eines jeden Trainers gibt es solche Momente, mit denen man umzugehen hat. Der Österreicher wählte als Metapher: "Manchmal scheint die Sonne und manchmal regnet es etwas intensiver - letzteres war diesmal der Fall."

Hütters Job sei es nun, die Jungs an die Hand zu nehmen und ihnen wieder Selbstvertrauen einzuimpfen. "Wir müssen relativ schnell die Mannschaft wieder aufbauen", erklärte der Übungsleiter der Fohlen. Dazu müsse eine klare Analyse gezeigt und Klartext gesprochen werden. "Das heißt aber nicht nur kritisieren, sondern aufzeigen, was haben wir gut gemacht haben und was weniger gut."

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Erinnern möchte Hütter seine Spieler auch, dass es eine Woche zuvor gegen den FC Bayern München wesentlich besser geklappt hatte: "Da haben wir ein anderes Gesicht gezeigt."

Solch ein Auftreten wünscht sich der 51-Jährige dann auch wieder am kommenden Sonntag (ab 15.30 Uhr), wenn die Elf vom Niederrhein beim 1. FC Union Berlin gefordert ist.

Lazarett bei Borussia Mönchengladbach hat sich wieder vergrößert

Gladbachs medizinische Abteilung hatte alle Hände voll zu tun. Matthias Ginter (27, 3.v.l.) war nur ein Spieler von vielen, der auf dem Platz behandelt werden musste.
Gladbachs medizinische Abteilung hatte alle Hände voll zu tun. Matthias Ginter (27, 3.v.l.) war nur ein Spieler von vielen, der auf dem Platz behandelt werden musste.  © picture alliance/dpa/Marius Becker

Neben der mentalen Abreibung hat die Borussia auch personell einige Rückschläge zu verdauen. Gleich fünf Akteure mussten während der Partie behandelt oder sogar verletzt ausgewechselt werden.

Marcus Thuram (24) erlitt eine Bänderverletzung im rechten Knie. Der französische Nationalspieler musste bereits nach 20 Minuten den Platz verlassen. Auch Landsmann und Sturm-Partner Alassane Plea (28) war umgeknickt und konnte nicht länger als 63 Minuten mitwirken. Bei beiden laufen noch die medizinischen Untersuchungen.

Genauere Erkenntnisse gab es bei Stefan Lainer (28) zu vermelden. Beim österreichischen Rechtsverteidiger bestätigte sich am Sonntag der Verdacht auf Knöchelbruch, den er sich bei einem Foul von Mitchel Bakker (21) zugezogen hatte. Lainer wird Gladbach vermutlich mehrere Monate fehlen.

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Matthias Ginter (27), ebenfalls ausgewechselt, plagte aufgrund einer Erkältung über körperliche Defizite. Bis zum nächsten Spieltag dürfte der immerhin wieder fit sein. Und auch Ramy Bensebaini (26) musste in den Schlussminuten nach einem Zweikampf behandelt werden.

Damit hat sich das Lazarett bei Gladbach wieder vergrößert. Bis zuletzt fehlten auch die Langzeitverletzten Manu Koné (20, Innenband), Breel Embolo (24, Muskelsehne im Oberschenkel) und Mamadou Doucouré (23, Achillessehne).

Titelfoto: picture alliance/dpa/Marius Becker

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