Wandervogel Mo Idrissou hat nach Abschiebehaft neuen Klub gefunden!

Griesheim - Eintracht Frankfurt, der SC Freiburg, Borussia Mönchengladbach, Hannover 96 und so weiter! Nein, hier folgt keine Auflistung aller Fußball-Klubs die jemals in der Bundesliga kickten.

Mohamadou "Mo" Idrissou hat die Fußballschuhe auch mit 40 Jahren noch immer nicht an den Nagel gehängt.
Mohamadou "Mo" Idrissou hat die Fußballschuhe auch mit 40 Jahren noch immer nicht an den Nagel gehängt.  © Uwe Anspach/dpa

Dies sind nämlich nur einige der zahlreichen Arbeitgeber von "Wandervogel" und Torjäger Mohamadou "Mo" Idrissou (40). Im hohen Fußballer-Alter will der gebürtige Kameruner sein Talent nochmals unter Beweis stellen.

Hierfür hat sich Idrissou den Hessenligisten (Anm. d. Red: 5. Liga) SC Viktoria Griesheim aus dem hessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg herausgepickt. Es ist der sage und schreibe 18. (!) Verein seiner Fußballer-Laufbahn. Auf dieser langen Reise sammelte er ganze 415 Einsätze, 140 Treffer und 67 Vorlagen.

Dabei beschränkte sich der 1,91 Meter-Schlaks, der nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden mit dem Spielgerät zu überzeugen wusste, nicht nur auf deutsche Klubs, sondern kickte unter anderem für Maccabi Haifa (Israel), KF Shkëndija (Mazedonien), SM Caen (Frankreich) und mehrere unterklassige österreichische Truppen.

Nun also die Rückkehr in die Nähe seiner, wie er selbst in einem Interview sagte, Heimatstadt Frankfurt am Main, nachdem er von Januar bis Oktober 2020 für den Sechstligisten Rot-Weiß Frankfurt geknipst hatte. 

In seiner Zeit dort schaffte er es im Februar, beim 0:0 in der Partie gegen Rot-Weiß Darmstadt, gerade einmal auf 83 Einsatzminuten. 

Mohamadou "Mo" Idrissou saß im vergangenen Dezember in österreichischer Abschiebehaft

Will beim Hessenligisten SC Viktoria Griesheim wieder auf Torejagd gehen: Ex-Bundesliga-Stürmer Mohamadou "Mo" Idrissou (40).
Will beim Hessenligisten SC Viktoria Griesheim wieder auf Torejagd gehen: Ex-Bundesliga-Stürmer Mohamadou "Mo" Idrissou (40).  © Uwe Anspach/dpa

Dabei hatte er damals noch vollmundig mindestens "zwölf Tore" versprochen - nun ja, knapp daneben ist bekanntlich auch vorbei.

Der Auftakt bei den Griesheimern gestaltete sich da schon um einiges vielversprechender. Am Mittwoch, zwei Tage nach seiner Verpflichtung, war er im Spiel beim SV Buchonia Flieden direkt im Aufgebot des Teams von Trainer Richard Hasa (50) und wurde in Spielminute 64 beim Stand von 0:1 mit der Rückennummer zehn eingewechselt.

Dem Spielbogen sei laut Kicker zu entnehmen gewesen, dass er den Ausgleichstreffer zum 1:1-Endstand in der Nachspielzeit vorbereitet haben soll. Ob dem tatsächlich so war, sei jedoch nach eindringlicher Betrachtung des Spielgeschehens fraglich gewesen.

Für Idrissou dürfte es dennoch ein Schritt in Richtung einer willkommenen Rückkehr zu einem normalen Fußballer-Leben gewesen sein. Zumal der ehemalige Nationalspieler Kameruns (39 Spiele, 6 Tore) Ende 2019 während seiner Österreich-Zeit um ein Haar abgeschoben worden wäre. 

Elf Tage saß er im Dezember 2019 in österreichischer Abschiebehaft, da er in Deutschland angeblich eine abgelaufene Aufenthaltsgenehmigung gehabt habe. Einen Tag vor Weihnachten wurde er entlassen.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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