Nach Rose-Abgang zum BVB: So will Gladbach an Eintracht-Coach Adi Hütter ran

Frankfurt am Main/Mönchengladbach - Was die Trainer-Nachfolge von Marco Rose (44) angehe, habe Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl (47) bereits "eine konkrete Idee im Kopf". Ist damit etwa Eintracht Frankfurts Erfolgscoach Adi Hütter (51) gemeint? Ein pikantes Vertragsdetail des Österreichers könnte tatsächlich der Schlüssel sein.

Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl (47) habe eigenen Angaben zufolge schon eine "konkrete Idee im Kopf", was die Trainer-Nachfolge von Marco Rose (44) betrifft.
Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl (47) habe eigenen Angaben zufolge schon eine "konkrete Idee im Kopf", was die Trainer-Nachfolge von Marco Rose (44) betrifft.  © Marijan Murat/dpa

Wie die Sport Bild berichtete, sei Hütter, der mit der SGE aktuell auf einem Champions-League-Platz steht, einer der heißen Kandidaten für den Posten als neuer "Fohlen"-Fußballlehrer - wenn nicht sogar der heißeste.

Doch wie einen Trainer von einem Verein loseisen, mit dem er aktuell überaus erfolgreich, sogar erfolgreicher als sein potenzieller neuer Klub, ist? Diese Gretchenfrage könnten Eberl und Co. mit derselben Formel beantworten, wie es die Borussia aus Dortmund mit dem Noch-Gladbach-Coach Rose handhabte.

Denn wie auch im Vertrag des gebürtigen Leipzigers besitzt Hütters erst kürzlich verlängertes und bis Sommer 2023 geltendes Arbeitspapier eine sogenannte Ausstiegsklausel. Diese solle bei rund drei Millionen Euro liegen und einen vorzeitigen Abschied des Erfolgstrainers aus Frankfurt möglich machen.

Also einfach drei Millionen auf die Konten der Eintracht überweisen, Trainer eintüten und mit nach Hause nehmen? Ganz so einfach scheint die Angelegenheit dann doch nicht zu sein. Denn neben dem finanziellen gilt es vor allem auch den sportlichen Aspekt zu klären und im Vorfeld einen möglichen gemeinsamen Weg zu finden.

Ob das beim aktuellen Stand der Bundesliga-Tabelle in der notwendigen Form möglich ist - schwer zu sagen!

Ausstiegsklausel über drei Millionen Euro: Adi Hütter könnte Eintracht Frankfurt vorzeitig verlassen

Adi Hütter (51) ist mit Eintracht Frankfurt derzeit auf Champions-League-Kurs.
Adi Hütter (51) ist mit Eintracht Frankfurt derzeit auf Champions-League-Kurs.  © dpa/Uwe Anspach

Denn mit seiner Eintracht hat Hütter nach einer Wahnsinns-Auftakt-Saison 2018/19 samt dem Einzug ins Europa-League-Halbfinale und einer durchwachsenen Folge-Spielzeit, in der immerhin das DFB-Pokal-Halbfinale erreicht wurde, nun die wohl beste Zeit seit seinem Start in der Mainmetropole.

Die "Adlerträger" spielen den derzeit wohl attraktivsten Fußball der gesamten Liga und eilen von Erfolg zu Erfolg. Dabei konnte sie selbst der Rekord- und Klubweltmeister FC Bayern München nicht stoppen, der im Deutsche Bank Park mit 1:2 unterlag (TAG24 berichtete).

Hütter gilt als ambitionierter und erfolgshungriger Übungsleiter, der die Eintracht wohl nur für einen Top-Klub mit noch größeren Ambitionen verlassen würde. Auch, weil er sich derzeit in der Mainmetropole sehr wohlfühle.

Bei einem tatsächlichen Einzug der Hessen in die Königsklasse wird es für die Gladbacher, die derzeit satte neun Zähler hinter der SGE liegen und den eigenen Ambitionen weit hinterherhinken, wohl umso schwerer, den österreichischen Wunschkandidaten von einem Wechsel zu überzeugen.

Ob für Eberl und seine "Fohlen" am Ende "die Möglichkeit besteht, das (Anm. d. Red.: die Verpflichtung Hütters) zu realisieren", werden die Zeit und vor allem die Ergebnisse in der Liga zeigen.

Titelfoto: Montage: DPA/Marijan Murat, DPA/Uwe Anspach

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