Nur noch sechs Wochen Wechselfrist? Gladbachs Eberl plädiert für kürzere Transferperiode

Mönchengladbach - Mit der DFB-Pokal-Begegnung beim 1. FC Kaiserslautern startet Borussia Mönchengladbach am Montag in die neue Pflichtspielsaison. Der Transfermarkt ist jedoch noch drei weitere Wochen geöffnet. Für Sportdirektor Max Eberl (47) ein Unding.

Borussia-Sportdirektor Max Eberl (47) blickt ungewiss in die nahe Zukunft. In Sachen Transfers muss er sich noch in Geduld üben.
Borussia-Sportdirektor Max Eberl (47) blickt ungewiss in die nahe Zukunft. In Sachen Transfers muss er sich noch in Geduld üben.  © picture alliance/dpa/Bernd Thissen

Dank Englands Nationalspieler Jack Grealish, der am Donnerstag für etwa 118 Millionen Euro von Aston Villa zu Manchester City gewechselt ist, kommt der Transfermarkt langsam in Gang.

"Das ist noch nicht der Dominostein, den wir in Kontinental-Europa brauchen, um Transfers tätigen zu können", erklärte Eberl, weil der Flügelstürmer nur innerhalb der Premier League umgezogen ist.

Jedoch ist sich der Gladbach-Manager sicher, dass damit auch der Markt außerhalb Großbritanniens bald angestoßen wird: "Man merkt, dass die Anfragen konkreter werden, das Interesse wird größer."

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Seit Wochen muss sich der Sportboss in Geduld üben. Zwar sind bereits mehrere Offerten für ein paar seiner Fohlen eingegangen, doch große Verkäufe wurden noch nicht getätigt. Der Kader gleicht nach wie vor dem der Vorsaison.

Erst wenn der Raute-Klub Geld einnimmt, können weitere Neuzugänge am Niederrhein vorgestellt werden.

Gladbach-Sportdirektor Max Eberl kann sich einen kürzeren Transferzeitraum gut vorstellen

Die beiden Angreifer Alassane Plea (28, r.) und Marcus Thuram (24) könnten Gladbach bei entsprechenden Angeboten noch in diesem Sommer verlassen.
Die beiden Angreifer Alassane Plea (28, r.) und Marcus Thuram (24) könnten Gladbach bei entsprechenden Angeboten noch in diesem Sommer verlassen.  © picture alliance/dpa/Uwe Anspach

Problem ist nur: Mit der Partie in Kaiserslautern (9. August) und dem Eröffnungsspiel der 59. Bundesliga-Saison gegen den FC Bayern München (13. August) startet Borussia ungewiss in die neue Spielzeit.

Es kann also passieren, dass am 31. August, wenn das Transferfenster schließt, Gladbach mit einer anderen Mannschaft aufläuft, als es aktuell der Fall ist.

Deshalb plädiert Eberl für eine kürzere Wechselfrist: "Man hat sich schon Gedanken gemacht, ob die Transferperiode so lange sein muss." Der 47-Jährige kann sich demnach gut vorstellen, dass künftig nur noch bis Anbruch der Pflichtspiele transferiert werden darf.

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"Vielleicht reichen sechs Wochen, damit die Transferperioden nicht so weit in die Saison reinreichen", so der Sportdirektor.

Titelfoto: picture alliance/dpa/Bernd Thissen, Uwe Anspach (Bildmontage)

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