Völler platzt der Kragen: Bayer-Boss geht auf Nationalverband los! "Eine Sauerei"

Leverkusen - Bayer-Boss schäumt! Rudi Völler (60) ist in Anbetracht der Nominierung seines Kapitäns bei Bayer 04 Leverkusen, Charles Aránguiz (31), im Oktober für die chilenische Nationalmannschaft die Hutschnur geplatzt und kritisiert den Verband scharf.

Rudi Völler (60) ist mit dem Verhalten des chilenischen Verbandes alles andere als konform.
Rudi Völler (60) ist mit dem Verhalten des chilenischen Verbandes alles andere als konform.  © Lino Mirgeler/dpa

"Was die Chilenen machen, ist eine Sauerei. Auch wenn Spieler angeschlagen sind, müssen sie kommen und spielen", so der ehemalige deutsche Bundestrainer in der BILD am Sonntag.

Hintergrund ist die seit der Rückkehr des Chilenen nach der vorangegangenen Länderspiel-Pause fortwährende Ausfallzeit Aránguiz'.

Überhaupt ist der derzeit Tabellenvierte der Bundesliga vom Verletzungspech seiner südamerikanischen Spieler gebeutelt.

Neben Aránguiz fallen nämlich zudem auch noch der Kolumbianer Santiago Arias (28) und der argentinische Youngster Exequiel Palacios (22) aus.

Ersterer brach sich im Länderspiel gegen Venezuela das Wadenbein und riss sich dabei auch noch das Syndesmoseband, während Palacios an einem bei der Nationalmannschaft zugezogen Lendenwirbelbruch laboriert.

Auch Simon Rolfes übt Kritik: "Dürfen Klub-Spieler nicht durchprügeln"

Charles Aránguiz (31) fehlt der Werkself seit einigen Wochen.
Charles Aránguiz (31) fehlt der Werkself seit einigen Wochen.  © Tom Weller/dpa

Entsprechend gedämpft ist derzeit die Stimmung bei den Bayer-Verantwortlichen und Trainer Peter Bosz (56) im Hinblick auf die Abstellung ihrer Nationalspieler.

Auch Sportdirektor Simon Rolfes (38) schlägt in eine ähnliche Kerbe. 

Während er zwar von General- und Pauschalkritik etwas abrückt und jeden Vorfall gesondert bewerten möchte, entgeht ihm allerdings nicht, dass Verbände zwar natürlich einerseits "ihre Interessen" hätten, "aber sie dürfen Klub-Spieler nicht durchprügeln."

Bereits am kommenden Samstag geht es für die Werkself gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld. Das Gedränge um die internationalen Plätze ist derzeit massiv, weit über eine Handvoll Teams kämpfen um die ersten vier Ränge der Tabelle.

Gerade da ist es wichtig, einen breiten und qualitativ hochwertigen Kader zur Verfügung zu haben.

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa

Mehr zum Thema 1. Bundesliga:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0