Transferkracher: Ex-Bundesliga-Profi Kumbela wechselt in die Kreisliga!

Dormagen - Was für ein Coup des SSV Delrath 1927! Der kleine Verein aus der Kreisliga B Grevenbroich-Neuss 2 hat Domi Kumbela (36) verpflichtet.

Domi Kumbela (36, r.) absolvierte für Eintracht Braunschweig insgesamt 232 Partien für die Löwen, schoss dabei 81 Tore und gab 25 Vorlagen.
Domi Kumbela (36, r.) absolvierte für Eintracht Braunschweig insgesamt 232 Partien für die Löwen, schoss dabei 81 Tore und gab 25 Vorlagen.  © picture point/Sven Sonntag

Der Sportliche Leiter der Delrather, Frank Ingermann, sagte, dass man den einstigen Bundesliga-Profi von Eintracht Braunschweig und seine zwei Cousins Sa (37) und Salva Franciamore (38) von dem "Konzept" habe überzeugen können. "Wir freuen uns darauf, dass sie ihre Erfahrungen an die jüngeren Spieler weitergeben können."

Damit ist das Ziel des Tabellenzweiten klar: Der Aufstieg in die Kreisliga A! Dazu dürfte gerade Kumbela einen entscheidenden Teil beitragen, wenn der Amateurfußball die Saison irgendwann wieder fortführen darf.

Der technisch versierte Angreifer erzielte in 30 Erstliga-Partien für Braunschweig neun Tore und gab zwei Vorlagen. Dazu kam er auch zu 23 Einsätzen in der türkischen Süper Lig für Kardemir Karabükspor (drei Treffer, drei Assists).

Vor allem aber wird er als guter Zweitliga-Stürmer in Erinnerung bleiben. Für die Löwen, die SpVgg Greuther Fürth und Rot-Weiss Ahlen erzielte der 1,72 Meter kleine Offensivmann in 140 Spielen satte 46 Tore und gab 13 direkte Vorlagen.

Hinzu kommen auch noch 84 Partien (32 Buden, 14 Assists) in der 3. Liga, wo er für den SC Paderborn 07 und die Eintracht aktiv war.

Der SSV Delrath 1927 verkündet die Verpflichtung von Domi Kumbela bei Facebook

Domi Kumbela verließ Eintracht Braunschweig im Sommer 2018 nicht freiwillig

Domi Kumbela (36, r.) beendete seine Profikarriere im Sommer 2018.
Domi Kumbela (36, r.) beendete seine Profikarriere im Sommer 2018.  © Stefan Puchner/dpa

Auch für Rot-Weiß Erfurt kickte der sympathische Profi, der mittlerweile eine Spielerberateragentur hat.

Damals, in der Regionalliga Nord, war Pavel Dotchev (55) sein Trainer. Kumbela bildete zu dieser Zeit, der Saison 2006/07, mit Albert Bunjaku (37) und Moritz Stoppelkamp (34) einen brandgefährlichen Angriff.

Für die Kreisliga B dürfte Kumbela noch immer zu gut sein. Daran ändert vermutlich auch nichts, dass der in Kinshasa geborene Mittelstürmer seine Profikarriere zum 1. Juli 2018 beendete.

Allerdings nicht ganz freiwillig. Im Interview mit liga3-online.de sagte der Publikumsliebling der Eintracht, dass er "gerne noch zwei bis drei weitere Jahre in Braunschweig gespielt" und sich "das leistungstechnisch auch zugetraut" hätte.

Die Trennung damals sei für ihn "überraschend" gekommen, doch er habe die "Entscheidung des Vereins akzeptiert."

Wie es in Zukunft mit Kumbela weitergeht, ist noch nicht klar. Er plant "die Trainerscheine zu machen" und kann sich auch gut vorstellen, nach Braunschweig zurückzukehren.

Vorher wird er aber seine Ziele mit Delrath verwirklichen wollen.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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