Ex-Freiburger macht sich mit Dopingvorwurf lächerlich! Dembélé war auf "Vitamin C und Zink"

Freiburg - Was, wenn dir zur Schlammschlacht der Schlamm fehlt? Garra Dembélé (35) machte kürzlich mit der irren Anschuldigung auf sich aufmerksam, der SC Freiburg hätte ihn während seiner Zeit im Breisgau ohne sein Wissen gedopt. Jetzt reagiert der Klub und stellt seine Sicht der Dinge klar.

Garra Dembélé (35, li.) 2012 im Bundesliga-Spiel gegen Hannover 96 im Zweikampf mit Lars Stindl (33, re.). War er hier bereits auf Vitamin C?
Garra Dembélé (35, li.) 2012 im Bundesliga-Spiel gegen Hannover 96 im Zweikampf mit Lars Stindl (33, re.). War er hier bereits auf Vitamin C?  © Carmen Jaspersen dpa

"Ich musste ungefähr zehn Pillen nach den Trainingseinheiten nehmen. Ich weiß nicht einmal, was das war", so der siebenfache Nationalspieler Malis kürzlich gegenüber der L'Équipe rückblickend auf seine Freiburger Zeit.

In einer kleinen Dose mit seiner Trikotnummer drauf haben sich dann die Tabletten befunden, so Dembélé.

"Es gab welche, die waren riesig, die blieben im Hals stecken und ich weiß nicht, was es war", so weiter.

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Eine Nichteinnahme wurde dann sogar sanktioniert: "Wenn du die nicht genommen hast, musstest du Strafe zahlen."

Ein Vorwurf, der den sonst so netten Klub aus dem Südwesten Deutschlands in ein völlig anderes Licht rückt.

Der bodenständige SC Freiburg ein Klub, der seine Spieler heimlich dopt?

Gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa) meldete sich nun der Verein zu Wort. Ein Sprecher geht auf die Vorwürfe Dembélés ein und wies diese als Nonsens zurück.

Strafzahlung, wer das Doping nicht nimmt? Mannschaftskasse freute sich über säumige Zink-Verweigerer

Christian Streich (56, li.) kennt bekanntermaßen nur zwei Drogen: Vollgas und viel, viel Liebe. Max Kruse (33, M.) fand's gut, Dembélé (re.) war skeptisch.
Christian Streich (56, li.) kennt bekanntermaßen nur zwei Drogen: Vollgas und viel, viel Liebe. Max Kruse (33, M.) fand's gut, Dembélé (re.) war skeptisch.  © Carmen Jaspersen dpa

Nachdem man das zur damaligen Zeit aktive medizinische Personal befragt hatte, kam schnell heraus, dass es sich weder um Doping noch andere abstruse Mittelchen handelte.

Man wolle klarstellen, so der Sprecher, "dass prophylaktisch und während Phasen von Erkältungskrankheiten einzelner Spieler Vitamin-C- und Zinktabletten angeboten wurden".

Die Dose mit der Nummer sei wie bei jedem anderen Akteur auch ein "handelsübliches Schiebeschächtelchen" gewesen - schlichtweg "aus hygienischen Gründen".

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Auch die angebliche Geldstrafe relativiere der Sprecher: "Es gab Kandidaten, die die Einnahme regelmäßig vergessen haben. In diesen Fällen wurde die Mannschaftskasse bemüht."

Freiburg kaufte Dembélé einst 2011 für satte 2,2 Millionen Euro aus Bulgarien von Levski Sofia. Nach zwischenzeitlicher Leihe nach China wurde im März 2014 der Vertrag im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst.

Das Abenteuer Deutschland war für den Mittelstürmer dann beendet und er wechselte nach kurzer Vereinslosigkeit nach Dubai.

Der Verdacht des Dopings wurde im Übrigen auf ein Törchen aus nur 20 Spielen gestützt.

Titelfoto: Carmen Jaspersen dpa

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