Kevin Volland tritt gegen Bayer nach! "Dinge vorgefallen, die mir nicht gefallen haben"

Monaco - Kevin Volland geht mit 28 Jahren noch einmal eine neue Herausforderung an. Der Wechsel von Bayer 04 Leverkusen zur AS Monaco schien so manchen ein wenig zu überraschen. Für den Ex-DFB-Kicker war es jedoch eine bewusste Entscheidung - wohl auch, weil ihm scheinbar bei der Werkself so einiges sauer aufstieß, wie er nun via Instagram verriet.

Kevin Volland (28) kam 2016 von der TSG Hoffenheim nach Leverkusen. Nun folgte eine erneute Luftveränderung.
Kevin Volland (28) kam 2016 von der TSG Hoffenheim nach Leverkusen. Nun folgte eine erneute Luftveränderung.  © Martin Meissner/AP/Pool/dpa

Insgesamt 148 Pflichtspiele, 50 Tore und 32 Assists: Dass Volland in den vergangenen vier Jahren zu einem wichtigen Eckpfeiler der Werkself geworden ist, ist unbestritten. 

Das Offensivspiel der Leverkusener trug häufig genug den Stempel des gebürtigen Münchners. Auch sein letzter Trainer in Leverkusen, Peter Bosz (56), merkte häufig an, wie schwer ein Abgang des 28-Jährigen wiegen würde. 

Gerade auch im Hinblick auf den inzwischen ebenfalls vollzogenen Abgang von Kai Havertz (TAG24 berichtete) sagte er: "Wenn es so bleibt, gehen uns 60 Scorer-Punkte verloren." Es blieb so. 

Volland wechselte vier Jahre nach seiner Unterschrift in Leverkusen für 15,5 Millionen Euro ins Fürstentum und machte somit den dortigen Trainer Niko Kovac (48) mächtig stolz. Für ihn war der Stürmer der Wunschspieler schlechthin.

Doch warum ausgerechnet Monaco - und warum konnte man sich bei Bayer nicht mit Volland einigen? "Mit ein bisschen Abstand" meldete sich Volland nun bei den Fans der Werkself via Instagram

Kevin Volland: "Dinge vorgefallen, die mir nicht so gefallen haben"

Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes (38, l.) und Trainer Peter Bosz (56) müssen in Zukunft gleich auf zwei wichtige Offensiv-Akteure verzichten.
Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes (38, l.) und Trainer Peter Bosz (56) müssen in Zukunft gleich auf zwei wichtige Offensiv-Akteure verzichten.  © Stefan Puchner/dpa

In knapp zwei Minuten bedankte er sich artig bei den Anhängern, wies darauf hin, vier schöne Jahre in Leverkusen verbracht zu haben. Er habe "viele tolle Leute kennengelernt, viele Freunde gewinnen dürfen". Nun sei es für ihn jedoch an der Zeit gewesen, einen neuen Abschnitt zu beginnen.

Dann wird es im Video jedoch kurz ein wenig ruppig in Richtung der Bayer-Führung: "Es sind im letzten halben Jahr - unabhängig vom Sportlichen und auch vom Finanziellen - ein paar Sachen vorgefallen, die ich gehört habe, die mir nicht so gefallen haben. Das muss ich ganz klar sagen."

Rumms! Volland grätscht die Bayer-Führung ab.

Volland-Nachfolger schon in den Startlöchern

Dass sich die Verhandlungen im Poker um einen neuen Vertrag zunächst recht zäh gestalteten und die Fronten gegen Ende hin verhärtet waren, pfiffen die Spatzen von den Dächern der BayArena. Und auch wenn Volland nicht näher ausführte, was genau ihm so missfiel, so hängt vieles davon scheinbar mit dem Thema Wertschätzung zusammen.

Ob sich Sportdirektor Simon Rolfes (38), gegen welchen sich die Kritik wohl hinter vorgehaltener Hand gerichtet haben sollte, noch einmal zur Personalie Volland äußert, darf angezweifelt werden.

Recht nüchtern wiegelte er kürzlich noch ab: "Wir lagen bei unseren Vorstellungen zu weit voneinander entfernt. Am Ende haben wir dann eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden."

Als Nachfolger des Linksfuß steht im Übrigen ein ehemaliger Leipziger im Fokus des Bayer-Kreuzes: Patrik Schick (24). Dieser war vergangene Saison von der AS Rom an die Roten Bullen ausgeliehen, jedoch nicht fest verpflichtet worden.

Titelfoto: Montage:Martin Meissner/AP/POOL/dpa ; Stefan Puchner/dpa , Screenshot Instagram Kevin Volland

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