Spielerfrauen auf der Tribüne! Woher kamen die Zuschauer bei Heidenheim gegen Bremen?

Heidenheim - In einem Relegations-Match mit dramatischer Schlussphase (Endstand 2:2) gelang dem SV Werder Bremen der Klassenerhalt. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurden sowohl das Hinspiel bei den Werderanern als auch das Rückspiel in Heidenheim als Geisterspiele durchgeführt. Doch wieso saßen dann während der 90 Minuten zeitweise mehrere Personen, noch dazu ohne Masken und Einhaltung des Sicherheitsabstands, in den Zuschauerrängen?

Aufgereiht nebeneinander sitzen in Heidenheim die Spielerfrauen auf der Tribüne.
Aufgereiht nebeneinander sitzen in Heidenheim die Spielerfrauen auf der Tribüne.  © Tom Weller/dpa

Ein Foto zeigt, dass sich in der zweiten Halbzeit zahlreiche Spielerfrauen und andere Personen in Heidenheimer Fan-Kleidung in den Sitzplatzbereich der Voith-Arena begaben, um dort das Spielgeschehen zu verfolgen. 

Damit wurde eindeutig gegen das DFL-Hygienekonzept zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs verstoßen, das Fußball-Spiele nur ohne Publikum vorsah. 

Wie Bild berichtet, hatte der Verein ein Public Viewing im Business Bereich des Stadions organisiert, der vollständig abgeriegelt ist. 

Ungefähr um Minute 60 herum entschlossen sich jedoch die Mitarbeiter und Partnerinnen der Profis für einen Ausflug auf die Tribüne.

Lange währte das Vergnügen für die Personen nicht, dem Spiel hautnah beizuwohnen. Von den Ordnern wurden die Damen und Herren freundlich auf ihr Fehlverhalten hingewiesen, sodass diese ihre Plätze wieder verließen.

Ob die Deutsche Fußball Liga (DFL) anlässlich des verordneten Hygiene-Konzepts den Vorfall ebenso locker sieht, darf bezweifelt werden. Laut Bild müssen die FCH-Verantwortlichen nun eine Stellungnahme abgeben. Danach soll über eine Strafe für den 1. FC Heidenheim, der auch im kommenden Jahr zweitklassig spielen wird, entschieden werden.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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