Starke Aktion: Bundesliga-Profi Leistner übernimmt Trainer-Gehälter seines Heimatvereins!

Dresden/Köln - Er ist ein waschechter Dresdner - und wie er jetzt unter Beweis stellt, auch ein Ehrenmann. Toni Leistner (29), Bundesliga-Profi vom 1.FC Köln, hat nämlich nicht vergessen, wo er herkommt und greift seinem Jugendverein unter die Arme und dafür gleichzeitig in die eigene Tasche.

Toni Leistner, 2017, im Trikot von Eisern Union gegen Dynamo Dresden.
Toni Leistner, 2017, im Trikot von Eisern Union gegen Dynamo Dresden.  © Thomas Eisenhuth/dpa-Zentralbild/dpa

Der 29-Jährige erlernte sein Fußball-ABC im Dresdner Jägerpark beim SC Borea Dresden. Früher noch als FV Dresden-Nord, war es gemeinsam mit der Jugendabteilung der SG Dynamo Dresden DIE Adresse schlechthin für ambitionierte Dresdner Talente.

Neben Leistner, haben auch Spieler wie Marvin Stefaniak (25, heute beim Zweitligisten Greuther Fürth unter Vertrag) oder der 219-fache Bundesliga-Kicker Tony Jantschke (30), von Borussia Mönchengladbach, das orangefarbene Trikot des Dresdner Klubs getragen.

Und "Leiste" möchte nun etwas zurückgeben. Auf seinem Instagram-Profil teilte er ein Foto, auf dem er mit einem Borea-Trikot zu sehen ist. Darunter seine Nummer 37 und sein Name.

In der Bildunterschrift erklärt er den Post wie folgt: " ! Nie vergessen wo man herkommt ! " steht da in dicken Lettern und weiter: "Ich bin sehr dankbar, dass ich vor 22 Jahren meine Fußballkarriere beim SC Borea Dresden (damals FV Dresden Nord) starten durfte und sie seither ihren Lauf nimmt." 

Im "Jägerpark" (so heißt die Spielstätte im Dresdner Norden) habe man ihm "das Fußball ABC beigebracht und mir Werte vermittelt, für die ich heute noch stehe".

Weil er möchte, dass es auch in Zukunft für junge Talente die Möglichkeit gibt, bestmöglich gefördert zu werden und diese vielleicht einen ähnlichen Weg wie er einschlagen können, will er nun seinen Teil dazu beitragen. 

Leistner zahlt und ermutigt seine Kollegen, es ihm gleichzutun

Aktuell an den 1.FC Köln ausgeliehen: Toni Leistner.
Aktuell an den 1.FC Köln ausgeliehen: Toni Leistner.  © Roland Weihrauch/dpa

Er weiß: "Aktuell haben es nicht nur große Vereine schwer. Vor allem die kleineren Vereine haben keine Sponsoren oder die mediale Präsenz, um Hilfe zu bekommen oder auf sich aufmerksam zu machen", weshalb er nun die Gehälter der Jugendtrainer des Vereins für diesen Monat übernimmt.

Was für eine starke Aktion!

Und er richtet auch noch einen Appell an seine Profi-Kollegen, denen er ebenfalls ans Herz legt, vielleicht Ähnliches mit deren Jugendvereinen zu tun und "anzufragen, wo und ob Unterstützung gebraucht wird".

Abschließend setzt er noch den Hashtag #gemeinsametwaserreichen.

Leistner wechselte 2010 vom SC Borea Dresden zunächst in die zweite Garde des Stadtrivalen Dynamo Dresden

Nach zahlreichen Oberliga- und vier Zweitliga-Partien bei den Schwarz-Gelben wechselte er im Januar 2013 für ein halbes zum Halleschen FC, wo er in der dritten Liga zum absoluten Stammpersonal gehörte.

Nach seiner Rückkehr zu Dynamo ließen diese ihn im Sommer 2014 dann ablösefrei zum 1.FC Union Berlin ziehen. Dort wurde er zu einer absolut festen Größe, bevor er nach vier Jahren dann zu den Queens Park Rangers nach England transferiert wurde. 

Seit Januar ist Leistner an den Bundesligisten 1.FC Köln ausgeliehen.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa ; Screenshot/Instagram Toni Leistner

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